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Schlosskirche - Lutherstadt Wittenberg " Gott zu Gefallen... "

Schlosskirche - Lutherstadt Wittenberg " Gott zu Gefallen... "

KHMFotografie


Premium (World), Kaiserstadt / GosLar in NDS

Schlosskirche - Lutherstadt Wittenberg " Gott zu Gefallen... "

Nikon D 850 / Sigma 12 - 24@ 12 mm / F 10 / ISO 250/ Aufnahmemodus M / 0,8 Sek / 0 EV / Stativ / Einzelaufnahme / ... Entwickelt mit silkypix developer studio 11 pro und BEa Photoshop CC/ .2023

auf Fototour in Lutherstadt Wittenberg und Magdeburg mit Andreas Liwinskas

 Dom zu Magdeburg St. Mauritius und Katharina
Dom zu Magdeburg St. Mauritius und Katharina
Andreas Liwinskas
 Schlosskirche (Lutherstadt Wittenberg)
Schlosskirche (Lutherstadt Wittenberg)
Andreas Liwinskas


Die Schlosskirche, auch Kirche der Reformation, ist eine evangelische Kirche in der Lutherstadt Wittenberg und seit 1996 UNESCO-Welterbestätte. Sie gilt als Ausgangspunkt der Reformation, nachdem am 31. Oktober 1517 Martin Luther von hier aus seine 95 lateinischen Disputationsthesen verbreitet hatte. Sie gehört zu den Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg

Die Schlosskirche Wittenberg ist eine einschiffige spätgotische Hallenkirche mit Netzgewölbe über fünf Joche und einer Apsis mit 5/8-Schluss, das bis Ende des 19. Jahrhunderts von Außen-Strebepfeilern gestützt wurde. Das hintere Joch nimmt die Orgelempore ein. Eine seit 1892 umlaufende steinerne Empore ist flachbogengestützt, ihre Säulen tragen nun auch das feingliedrige Netzgewölbe und bilden somit eine Wandpfeilerkirche.

Der bauzeitliche und der spätere Innenraum war durch Merkmale bestimmt, die heute verändert sind oder fehlen. Sie sind noch ablesbar an einem überlieferten Grundriss und an drei überlieferten Abbildungen: Der Holzschnitt (1509) von Lucas Cranach d. Ä. zeigt im Westdach beim Turm ein Zwerchhaus als Nordgiebel des im Süden der Kirche rechtwinklig anschließenden Schloss-Westflügels. Dessen Dachwerk war gestützt von einer Säule, die auf der Innenansicht von 1730 hinten vor der Westempore zu sehen ist. Hier sind auch weitere Einzelheiten erkennbar: links am vierten Südemporen-Pfeiler stand die ursprüngliche Kanzel, also in der Mitte der Längswand mit Blick auf den mittigen Nordeingang. Das Parterre-Gestühl war von drei Seiten auf die Kanzel ausgerichtet, ihr nördlich genau gegenüber war 1540 eine „naw phorkirche“ für den Kurfürsten angelegt worden. Er konnte vom Westflügel aus über die Westempore zu dieser seiner „Loge“ gelangen. Bestätigt wird dieser ursprüngliche Charakter der Schlosskirche als einer Querkirche durch den auf die Bauzeit zurückgehenden Bestandsgrundriss von 1758. Die beiden verheerenden Brände von 1760 und 1814 hatten den Gewölbeverlust und die Verbreiterung der Dreiseiten-Empore zur Folge, wie die Innenansicht von 1832 zeigt. Erst der neugotische Umbau am Ende des 19. Jahrhunderts führte die Stützen der nun kompletten Umlauf-Empore als Pfeiler bis in das vermutlich völlig neue Kirchengewölbe hinauf. Die neugotische Kanzel und auch die neuen Fürstenstühle wurde um eine Position näher an die Ostapsis gesetzt und die Bestuhlung längs auf den Altar ausgerichtet.

Das Dach ist mit bunt glasierten Dachziegeln in einem Rautenmuster gedeckt. Es trägt einen Dachreiter in gotischem Stil und einige Gauben mit zeltförmigem Aufbau. Die gotischen Spitzbogenfenster zwischen den äußeren Stützpfeilern sind zweigeteilt. Den westlichen Giebel ziert ein gotisches Maßwerk. Das ursprüngliche westliche Quer-Dachwerk des Westflügels mit seinem nördlichen Zwerchhaus existiert nach den Bränden und dem Umbau des Schlosses zu einer Festung nicht mehr.

Hauptblickfang ist der Turm. Er ist einer der beiden Schlosstürme, der zum Kirchturm umfunktioniert wurde. Auf einem wuchtigen runden Schaft trägt er eine filigran verzierte, kupfergedeckte neugotische Turmhaube (1885/92) und erreicht so eine Höhe von 88 Metern. Damit ist er von weitem sichtbar und stadtbildprägend. Unterhalb der Haube umschließt ihn ein Spruchband aus Mosaiksteinen, auf dem die Worte des Kirchenliedes Martin Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen“ zu lesen sind.

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