***frühlingsbeschwörung***

***frühlingsbeschwörung***

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Accabadora


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***frühlingsbeschwörung***

*

in das dunkel dieser alten, kalten
tage fällt das erste sonnenlicht.
und mein dummes herz blüht auf,als wüßt es nicht:
auch der schönste frühling kann nicht halten,
was der werdende april verspricht.

….

-sag mir nicht, das sei nur schall und rauch!
denn wer glaubt, der forscht nicht nach beweisen.
willig füg ich mich dem alten brauch,
ist der zug der zeit auch am entgleisen –
und wie einst, in diesem frühjahr auch
geht mein wintermüdes herz auf reisen.

aus: Mascha Kalèko „ nennen wir es frühlingslied“

*

Comments 25

  • And.rea 19/09/2013 15:16

    schöne arbeiten sind hier...
  • zanon 04/03/2013 7:35

    splendida
  • Nicole Nanu 02/03/2013 6:12

    passend zur Jahreszeit und wie durch eine angehauchte Scheibe schauen ist Dein Foto. auch der Hintergrund passt sich wunderbar an.

    auch dein Text fügt sich allerbestens ein und drückt die Sehnsucht nach Helligkeit und Frühling bestens aus.

    liebe Grüße,
    Nicole
  • JamSen 01/03/2013 12:27

    Eine tolle Gesamtarbeit
    sehr tiefsinnig
    stark
    lg Werner
    und danke
    Vorjahresreste...
    Vorjahresreste...
    JamSen

    *)hab Dich mal orangiert...
  • Kirsten G. 28/02/2013 23:52

    Wunderbar diese Kombi, einfühlsam, emotional und stark gemacht..deine Fotos sind sehenwert.
    Lg
    Kirsten
  • Accabadora 20/02/2013 20:58

    @ Flighty Furrow

    o welch unverhoffter besuch, Eric-san! :-)
    und welch kostbare hinterlassenschaft!
    eine wonne diese worte~~~
    ein hauch von saku-ra und wabi-sabi °°°°°
    vergänglicher blütentraum in der fließenden
    nichtigen welt ~~~~

    ~~~~~~~~~~~~~~~

    :-)
  • Flighty Furrow 20/02/2013 12:28

    .

    Eine accabadoraische Beschwörung! Da beschwöre ich gerne mit!

    Die Bergkirschblüten fallen,
    mit dem weißen Schnee
    werden sie eins.
    Was denn nun sind Blüten? – so
    möchte ich den Frühling fragen.

    [Isa]

    Mein Sinn, er gleicht dem Mond im Herbst,
    der silbern in smaragdnem Weiher spiegelt.
    Ach nein, es gibt nichts das vergleichbar wäre -
    sag' mir, wie könnte ich's erklären?

    [Han Shan]

    Am kahlen Astwerk
    Vom ersten Frühlingsregen
    Die runden Perlen.

    [Kyoshi]

  • Accabadora 19/02/2013 14:20

    @Eckhard Meineke
    ja leider....derzeit fällt's noch schwer, das wintermüde herz auf reisen zu schicken, eher schwermütige gedanken zum zyklus der natur und des menschlichen lebens herrschen vor , in diesem fall nicht sehr zart-lyrisch ausgedrückt von Mascha Kaleko....

    in somma lebste.
    in winter strebste.
    in friehling werbste.
    un denn, in eenen herben herbste - sterbste.

    :-)
  • andrea aplowski 18/02/2013 9:22

    Ich bin nicht so der Textfreund, lese ihn daher auch so gut wie nie. Dafür lasse ich das Bild auf mich wirken und das ist hier ganz stark der Fall.
    Die vorsichtige Farbgestaltung empfinde ich als sehr angenehm. So habe ich den Eindruck von Gedanken, von Wünschen, die mal näher , mal ferner sind.
    lg andrea
  • DRAGA PUC 18/02/2013 8:44

    ++++++
  • ilsabeth 17/02/2013 22:34

    Du hast die Frühlingsfee getroffen, wunderbar! Hast du sie nicht gebeten, hereinzukommen? Wir sehen uns doch nach ihr... LG ilsabeth
  • Willi Thiel 17/02/2013 21:49

    den regentanz brauchen wir nicht
    jetzt
    sonst schönes gedicht
    und das verlangen nach frühling
    mir gefällts
    hg willi
  • Eckhard Meineke 17/02/2013 19:08

    Liebe Acca, den Sterblichen zeigt sich der Frühling, wenn's hoch kommt, 80-90 mal. Grund genug, ihn entsprechend zu würdigen, gewiss auch mit den Mitteln der edlen Lyrik. Allerdings ist da der Bereich des Glaubens begrenzt; dass auf den Frühling der Sommer folgt und auf diesen der Herbst und auf diesen der Winter, dass ist in der Natur sicher und auch im Leben. Eckhard
  • Janne Jahny 17/02/2013 19:06

    Sooo zart und richtig in der Farbwahl ...............
    Besser kann man dieses Gefühl der Vor- Vor - Freude nicht ausdrücken. Egal ob früh im Jahr oder früh am Morgen oder auch früh im Leben ...... es sind diese vorsichtigen Farben, diese vorsichtige Unschärfe, dieses vorsichtige Lächeln.
    Und dann eine ganz leichte Schwere von Mascha: wintermüdes Herz .......... also ein Blick, gleichzeitig zurück und nach vorne

    Herr Hesse antwortet:
    Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

    Cheerio, wohlan denn ...........

    LG

  • cristian volpara 17/02/2013 17:00

    an entire movie this picture
    six talented.

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Folders farbige feine kunst
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