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Norge på sykkel

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Tore Straubhaar


Pro Member, Höxter

Norge på sykkel

Radtour Norwegen, August / September 2017

Irgendwann im Sommer 2017, natürlich in Norwegen, irgendwo in einer Gegend, in der sich sonst kaum jemand herum treibt. Es gab diese Tour, auch wenn ich bisher kaum etwas davon habe verlauten lassen habe und auch nur wenige oder gar keine Bilder davon gezeigt habe.

Es ist diffus, das Wetter ist diffus …, mit anderen Worten, es ist miserabel. Ich bin mit dem Rad unterwegs, nur eine Straße gibt es nicht. Mit sehr viel gutem Willem gibt es einen Weg, auch wenn er immer mal wieder verschwindet. Wo bin ich eigentlich? Das ist eine sehr gute Frage, die ich selber kaum beantworten kann. Oh da, ein Klecks, ein blasser Klecks und so eine Art Steinmännchen. Da könnte jemand einmal einen Weg markiert haben. Wie gesagt, mit etwas gutem Willen ist dies ein Weg.

Ich trete in Schlammlöcher, gehe und trage mein Rad immer wieder durch rauschende Brausebäche, die von den Gletschern herunter kommen. Ab und an geht es ziemlich steil bergauf, über glatte Felsplatten, auf denen das Wasser bei scheußlichem und kalten Regen nur so hinunter fließt. Nicht selten denke ich …, dieser Tritt sollte halten, unbedingt, sonst geht es abwärts, zusammen mit dem rauschenden Brausebach.

Mein Plan ist es, über einen Pass zu gehen, um auf der anderen Seite ein Tal hinunter fahren zu können. Oben am Pass ist die Sicht gleich Null. Mir ist recht bedenklich zu Mute. In helleren Augenblicken sieht der Abstieg vor mir sehr ungewiss aus, heillos steil und unwegsam. Ich lasse mein Rad mit zwei Gepäcktaschen an einigen Steilstufen am langen Arm herab, um dann selber ganz, ganz vorsichtig auf dem Hosenboden hinterher zu rutschen.

Einige Höhenmeter tiefer lichtet sich die Wolke, in der ich mich befinde, ein wenig auf. Das Gröbste ist geschafft. Weiter geht es durch eine bizarre Felslandschaft, von der ich leider wenig sehe, über weite Steinfelder hinweg, um große Bockermänner herum, bis ich es nach etwa 2 Tagen geschafft habe und auf einer langen Abfahrt zum nächsten Fjord herunter fahren kann. Radfahren in Norge … feine Sache … :-).

Norge på sykkel - 2
Norge på sykkel - 2
Tore Straubhaar

Comments 13

  • Gisela und Michael Schunke 03/05/2018 11:34

    Die Aufnahme spricht Bände.
    Tore, Du wirst nimmer Müde. Unser allerhöchster Respekt. Wir haben jetzt auch etwas mehr Zeit und hoffen, noch einiges zu erleben und hier präsentieren zu können.
    VG Gisela+Michael
  • Stephan K. 30/04/2018 0:19

    Interessante Tourenbeschreibung und gute Motivgestaltung von dir. Das ist wohl nicht unbedingt zur Nachahmung emfohlen. Mit den Clickpedalen auch noch eine zusätzliche Herausforderung. Und das Rad hat den Materialtest unbeschadet überstanden?
    Gruss Stephan
    • Tore Straubhaar 30/04/2018 12:05

      Hallo Stephan,
      während der Passage habe ich das Rad ja nur getragen bzw. geschoben, von daher waren die Klickpedale kein Problem, und das Material hat auch gehalten. Etwas vorsichtig musste ich mit den Pedalhäkchen unter den Schuhen sein. Das ist nicht optimal zum Wandern auf Geröllfeldern.
      Viele Grüße von Tore
  • Briba 28/04/2018 19:52

    Hammerfoto.Als ob man aufsteigen könnte .... um zu überlegen, wie man da weiter kommt. :-)
    Danke immer wieder für die Fotos aus meinem Lieblingsland.
    LG Briba
  • fredbg 28/04/2018 8:39

    Abenteuer pur, tolle geschichte zum Bild.
    LG frederic
  • flakkari 27/04/2018 7:01

    Ach...und da kommentierst Du meine Island-Bilder mit "ruppige Piste". Gegen das, was Du da treibst war ich in Island ja auf dem Highway unterwegs! ;-))
    Respekt! Und wer sein Fahrrad liebt, der schiebt... Schaut mal wieder nach einer abenteuerlichen Tour aus - und liest sich auch dementsprechend! Aber umso schöner, wenn man es dann geschafft hat und abends im Zelt liegt und die Portion Nudeln intus hat...
    Und optimalerweise läßt Du dann Dein "schwer gekränkt Gebein wohlig vom heißen Grog durchziehen. Wie golden war der Trank, wie klar." (Achim Reichel. Regenballade)
    Viele Grüße,
    Steffen
  • Christiane Steinicke 27/04/2018 6:54

    das ist definitiv nix für mich, trotzdem bin ich beeindruckt von deinem Wagemut und deiner Ausdauer, es ist immer wieder interessant, wo du dich rumtreibst ;-)
    lg
  • DeVo 26/04/2018 22:56

    Denk immer dran, Du machst das freiwillig ;-) Sehr faszinierend, was Du so auf Dich nimmst.
    HG D.
  • Ortwin Khan 26/04/2018 22:56

    Ein Bild, das eine Geschichte erzählt...
    Sehr stark!
    Liebe Grüsse, Ortwin
  • Andreas Pfanner 26/04/2018 20:06

    Hej, du wilde Socke.
    Du treibst dich im Breheimen mit dem Bike rum? Das bringst nur du fertig, großer - allergrößter Respekt vor deinem wilden Ritt. Das Breheimen Gebiet hat ordentlich Wolken, Regen und Nebel - Küste und Gletscher sind dort halt ziemlich dichte Nachbarn.
    Schickes Rad übrigens, spannendes Bild sowieso und die Story ist wieder Tores Special.
    Und sag mal, ist das dein ganzes Gepäck oder hast du noch ´n 50 L Rucksack auf den Schultern?
    • Tore Straubhaar 26/04/2018 20:17

      Hallo Andreas,
      es war am Rand von Breheimen. Eigentlich wollte ich eine längere Wanderung in Breheimen einlegen, aber die Bedingungen ... ;-).
      Auf dem Rücken hatte ich noch einen Daypack, 30 l, der auf der Straße dann oben auf den anderen beiden Taschen lag. Ich hatte mein Gepäck schon ordentlich abgespeckt. Und weil das so vieeeel mehr Spaß gemacht hat, habe ich jetzt noch viel doller abgespeckt und werde im nächsten Urlaub wohl keinen Gepäckträger mehr brauchen. Aber das warten wir mal noch ab ...
      Viele Grüße von Tore
    • Andreas Pfanner 26/04/2018 20:29

      Ich seh dich schon irgendwann mit einem Bärenfell bekleidet in Norge rumgeistern, das ist tagsüber warm und nachts als Isomatte unschlagbar. Dazu einen Speer aus Titan um Fische und anderes Viecherzeugs unterwegs zu erlegen... So(!!!) spart man Gewicht. Tore machts vor.
  • Andreas Krieter 26/04/2018 19:56

    Man Tore,
    ich habe Dich auch durchschaut ;-) Solche Wege und kalte Sommer sind genau Dein Ding! Wo kein Mensch zu sehen ist und dem einem oder anderem Städter die Hose flattern würde, da spazierst Du in aller Selen Ruhe durch die Landschaft und denkst wahrscheinlich "was ich heute an Strecke nicht schaffe, das schaffe ich eben morgen. Und wird es Dunkel, dann finde ich schon ein Windgeschütztes Plätzchen wo ich mein Zelt aufschlagen kann" Das ist eben die kraft die in der Ruhe liegt und mit der Tore solche Abenteuer ganz für sich allein bezwingt. Und heil Zuhause angekommen mit Keks und Kuchen in der gleichen Ruhe seine Bilder von dem erlebten entwickelt und beim betrachten denkt "man war das wieder schön gewesen"
    Ich würde sagen Du bist der Iron man der Eislandschaften wenn ich mir dieses spannende Bild von dort so ansehe! Unglaublich diese Strapaze die mir Respekt einflößt!
    Viele Abendgrüße wünschen Dir Andreas und Rosy