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Trinkhalle von Bad Ischl

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Trinkhalle von Bad Ischl

Die ursprüngliche Ischler Trinkhalle, ein langer, von einem Säulenumgang umgebener Baublock, wurde in den Jahren 1829 bis 1831 – als "Wirerbad" oder auch "Solbad" bezeichnet – errichtet.
Die im Ischler Salzberg gewonnene Sole wurde 1819 vom Salinenarzt erstmalig genutzt, um kranke Bergarbeiter zu heilen. Als Begründer des Kurorts gilt Dr. Franz Wirer, Leibarzt der kaiserlichen Familie in Wien. Die Solebäder dienten als Ersatz für Bäder im Meer, denn weite Reisen waren damals für die meisten Menschen unerschwinglich. Im Heimatbuch der Stadt Bad Ischl wird berichtet, dass Dr. Wirer Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wegen des ausbleibenden Kindersegens Solebäder in Bad Ischl empfahl. Als sich der Erfolg mit der Geburt des späteren Kaisers Franz Joseph 1830 einstellte, war der Ruf Ischls als Heilbad gesichert.
Im 20. Jahrhundert wurde das Gebäude zeitweilig vernachlässigt. In den 1960-er Jahren sollte die Trinkhalle abgerissen werden; schließlich entschied man sich für die Erhaltung.
Bei der Sanierung im Jahr 2007 wurde neben Arbeiten im Inneren die ursprüngliche Farbgebung in gebrochenem Weiß wieder hergestellt; Palmetten und Akanthusblätter der Säulen sind wieder goldfarben. Auch der Vorplatz wurde neu gestaltet.

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