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Während der Römischen Kaiserzeit, als sich im Norden der heutigen Inneren Stadt das römische Legionslager Vindobona befand, verlief der Ottakringer Bach im Westen der Lagerbefestigung. Die Gegend verfügt im ehemaligen Bereich der Bachmündung in den Donaukanal (damals ein Seitenarm der Donau) über eine sehr steile Topografie, was unter anderem auf einen Hangrutsch in Folge eines Hochwassers im 3. Jahrhundert zurückzuführen ist. Bis zum 13. Jahrhundert bildeten der Ottakringer Bach und der Tiefe Graben, der 1186 erstmals urkundlich erwähnt wurde, die westliche Grenze des damaligen Wiener Stadtkerns.
Als der Ottakringer Bach um 1200 zugunsten der Errichtung des Minoritenklosters abgeleitet wurde, zweigte man einen Arm des Alserbachs zum Donaukanal um. Aber auch dieser Alsarm wurde vermutlich in den 1430er Jahren abgeleitet und das stillgelegte Rinnsal zugeschüttet. Das ehemalige Bachbett wurde jedoch nie ganz aufgeschüttet und auf das Straßennivau seiner Umgebung gebracht, weshalb es sich auch heute noch als Furche durch die umliegende Gegend gräbt.
Der Tiefe Graben verläuft von der Ecke Strauchgasse / Heidenschuß bis zum Concordiaplatz und wird von der über die Hohe Brücke führenden Wipplingerstraße überquert. Eine der bekanntesten Adressen am Tiefen Graben ist wohl das Hotel Orient, das bereits im 17. Jahrhundert als Schankhaus Orient urkundlich erwähnt wurde. Der Name lässt sich durch die das Schankhaus frequentierenden Schiffsleute erklären, die Waren aus dem Orient auf dem Wasserweg nach Wien brachten.
DRI aus 5 Aufnahmen; Nikon D50; Blende: 4,8; Belichtungen: 1/5, 1/4, 1/3, 1/2 und 1 sek.; Brennweite: 32mm
Hoffen es gefällt euch und Kritik und Anregungen erwünscht.
Waren vorher dort:
man sieht das aber volle kante geil aus
sowas möchte ich auch mal hinbekommen
wie macht ihr das bloß
ok mir fehlen ihr in norden an der grenze auch die motive
aber wie macht ihr das nur das es so geil aussieht
beneide euch drum
lg kerstin
Wieder mal eine ganz feine Aufnahme mit beeindruckender Schärfe! Wer Eure Bilder kennt, kann Falcos Frage (haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen?) eindeutig mit "Ja" beantworten! :-)
Wow! Da solltet ihr ein Geschichtsbuch heraugeben, das die Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet. Mit dem Anschauungsmaterial wird das sicher ein Renner!
Manni
Ein ganz tolles DRI! Super! Ich versuche mich selbst gerade mit einem Freund an der DRI (oder auch HDR) Fotografie und kann nur sagen: Hut ab - Euer Ergebnis ist klasse!!
LG
Steffi
Ist das die Wiener Seufzerbrücke ?
....dank gründlichster Erforschung der Geschichte Wiens sind die Entwicklungsstadien der österr. Bundeshauptstadt von den frühesten Anfängen bis in die jüngste Gegenwart bekannt. So hat man bereits ziemlich genaue Kenntnis der Lage des römischen Vindobonas, einem sich etwas 500 m im Geviert messenden Plateau zwischen Salzgrieß und Kornmessergasse im Norden, dem Graben im Süden, dem Tiefen Graben im Westen und der Rothenturmstrasse im Osten.
So hab' ich's mal in der Schule gelernt.
Lieben Gruß aus München,
Armin