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Die komplette Kirche soll per Riesen-Tieflader über zwölf Kilometer von Heuersdorf nach Borna transportiert werden.
Mit knapp 750 Jahren gehört die Emmauskirche zu den ältesten Kirchen Sachsens. Der Vertrag mit der Mibrag
sieht unter anderem die Stiftung eines Bauunterhaltungsfonds für die Kirche, die Sanierung und Restaurierung,
diverse Grundstückstauschgeschäfte sowie eine Entschädigung für die abzureißende Taborkirche vor.
Die Emmauskirche wird am neuen Standort auch als Erinnerungszentrum für alle durch den
Braunkohletagebau verlorenen Kirchen und Dörfer dienen.
Sie soll spätestens am 31. Oktober an ihrem neuen Standort stehen.
quelle: ddp/ror/muc.
Auf der Heuersdorfer Internetseite kann man folgendes über diese Kirche erfahren:
Die Emmauskirche ist ein weitgehend fensterloser Bau romanischen Ursprungs, was auf seinen ursprünglichen doppelten Nutzungszweck als Gotteshaus und Festung hinweist. Diese vom Braunkohlenbergbau gefährdete Kapelle soll die älteste Wehrkirche im Freistaat Sachsen sein. Obgleich erst 1297 eine Kirche auf der Flur des späteren Heuersdorf erwähnt wurde, ist ihre Errichtung bereits im 12. Jahrhundert wahrscheinlich. Von besonderem architektonischen Interesse ist der Dachstuhl, der in der Bildergalerie unter “Ansichten von Heuersdorf” abgebildet ist. Eine umsiedlungsbedingte Versetzung der Emmauskirche wäre angesichts der Feldsteinkonstruktion technisch nur schwer realisierbar. Der archäologische Standort, das historische Umfeld und die kosmischen Koordinaten dieser Kirche ließen sich ohnehin nicht an einem fremden Ort wiederherstellen.
quelle: www.heuersdorf.de
Ein Wahnsinns Projekt. Liebe B.B. bleib bitte am Ball. Die Sache ist höchst interessant, wenn auch mit traurigem Hintergrund. Als positiver Nebeneffekt bietet sich hier eine gute Möglichkeit für archäologische Forschungen.
Liebe Grüße Tino
Ganz prima dokumentiert!!! Besonders mit den zusätzlichen Informationen. Und danke für den link mit den Interviews - den kannte ich noch nicht.
lg von Heike