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mit dieser kompakten Meßsucherkamera der GS/ GT 35-Reihe
dauerte leider etwa nur 4 Jahre.
Meine zuvor schon arg betagte immerdabei-Reisekamera,
eine schnuckelige, wenn auch mittlerweise äusserlich verbeulte Retina-1b - Klappkamera hatte den Geist endgültig aufgegeben
(Auslöser-Probleme, dann undichter Balgen ...),
so dass ich mich - während meiner zeitweilig SLR-losen Zeit -
nach einem Ersatz für meine Jackentasche umsah.
Leica war für mich eine Liga zu hoch (und schien mir auch nicht angeraten,
bei meinen Unternehmungen mit Rucksack, Paddelboot, Fahrrad u. in diversen Billig-Absteigen
und auf Camping-Plätzen.. ..).
Die Wahl fiel auf dieses Yashica-Modell, das seit ca. 8 Jahren
nicht mehr produziert wurde.
Ich erstand sie günstig von einem japanischen Studenten.
Mir gefiel der Copal-Verschluß, der intelligente (wenn auch einfache) Meßsucher,
das leichte Handling mit dem Belichtungsmeßsystem ...
die Kompaktheit der Ausrüstung und das excellente 1,7er Yashinon !
Ausrüstung: ich hatte mittlerweile noch eine WW- und eine Tele-Vorsatzlinse dazu erworben
und eine grosse, eckige, lupenförmige Nahlinse ...
.... ...... .......
Die G-35 er ' Electro'-Reihe erblickte 1965 das Licht der Welt.
In ihr übernahmen erstmalig elektronische, integrierte Schaltkreise (IC-Chips) das
Management für's Meßsystem.
1969 wurde diese Yashica-Baureihe mit einem Copal-Verschluss (1/ 500.s) ausgestattet;
eine weitere Modernisierung erfuhr sie durch die GS-, GT- und GSW-Typen
(GS = für das Modell in Silber, GT für die Ausführung in schwarz).
Diese letzte Serie wurde von 1970 bis 1973 produziert;
dann stelle Yashica diese Kompakt-Baureihe ein.
Ein Problem war die etwas unkonventionelle Stromversorgung durch
5,6 Volt-PX32-Zellen, die inzwischen kaum noch in anderen Gerätschaften Verwendung fanden.
....... ...... ......
Ich hatte mir inzwischen wieder eine SLR zugelegt (Contaflex Super BC),
so dass diese Yashica GT35-Electro endlich in die Vitrine wandern durfte;
zudem zeigten sich auch bei ihr inzwischen Abnutzungs-Erscheinungen
am Auslöser-Gestänge (selbst eine Feder nachjustiert; - danach jedoch
Umrechnungsfaktor der ISO-Werte infolge verschobener Lichtmess-Werte
notwendig ...)
wer genau hinschaut, entdeckt rechts, etwa neben dem ' H' der Yashinon-Gravur eine Delle im Filtergweinde.
(Foto: mit D700, Stativ und 3,5 / 100er Vivitar-Macro bei Tageslicht; - RAW-Bearbeitg. mit N.-Capture NX 2 )
Lieber Michael, merkwürdigerweise sind bei mir die Kameras, die ich nicht mehr benutzte, nie in die Vitrine gewandert, ich habe sie verkauft oder sie liegen im Schrank herum. Das Zeitalter der Kleinbildfotografie ist nun einmal vorbei und wird nicht wiederkommen. Das Festhalten an Dingen, die einmal dem Stand der Technik entsprachen, lohnt sich nicht. Wenn Du nicht bereits eine kompaktere Kamera hättest, wäre vielleicht die Nikon Coolpix P 7000 etwas für Dich. Eckhard
Das Atom-Symbol auf der japanischen Kamera...
Es soll 'Elektronik', d.h. 'modern' bedeuten...inzwischen ist man sich da nicht mehr so sicher.
Beeindruckend die Lichtstärke 1:1,7 und die damit verbundene Frontlinsengröße. Mischbild-Entfernungsmesser wie bei der Leica...
Ein feines Museumsstück!
Gruß
Peter
Tolles Foto mit der Spiegelung eine zusätzliche Wirkung - Geschichte, die Begeistert. Interessante Beschreibung von Dir.
LG und gute Woche vom
Hans-Joachim
die sieht ja sehr edel aus , die Aufnahme auf dem Spiegel verstärkt das noch ! Sowas solides findet man heute bei Kompaktkameras sicher nicht mehr .
Gruß Herbert
@ Herbert:
das ' T ' steht auch für Titan !
Funktioniert immer noch; allerdings muss ich nun
- mit etwas ' Bauchweh ' dabei eine 6 V - Zelle laden.
Bin mir nicht sicher, ob dabei das Mess-IC nicht zu warm wird ...?
Doch sowas solides gibt's noch: auf dem Gebrauchtmarkt
von Konica z.B. (die Hexar Silver), und aus dem Hause Yashica-Kyocera die Contax-Messucher (G1 und G2 mit Wechseloptik; - ja, das war Qualität !),
die letzten analogen G-Typen von Ricoh waren /sind auch etwas für Qualitätsliebhaber (!!);
oder halt für seeehr viel Geld die mechanischen Leicas ...(werden ja noch gebaut !),
aber seit etwa 10 Jahren auch die ' Voigtländer' von Cosina (letztere tatsächlich noch heutige Auflage, zum halben Preis einer Leica! m !);
von der russischen Plastik-Kultmarke Holga reden wir lieber nicht ...;
@ Peter: ja, ich war gespannt, ob das jemand bemerkt,
dieses Atom-Elektronik-Symbol ...,
hast mich nicht enttäuscht .. !
;-))
Michael
Hallo Michael,
auch das ist ein interessantes Stück aus deienr Sammlung und gut präsentiert ist sie auch.
Ich denke, das diese Kamera für ihre Zeit sehr innovativ und modern war. Außerdem macht sie einen sehr soliden Eindruck (kein Wunder bei dem Gewicht).
Gab es vergleichbare Modelle aus Deutschland?
Ich bin mir nicht sicher.
Leider gibt es die Marke Yashica schon seit Jahren nicht mehr. Ich kann mich an einige gute Modelle erinnern wie die MAT 124G oder die Contax RTS, die ja auch aus dem Hause Yashica stammte. Es ist schon gut, dass es Sammler gibt, die diese alten Kameras für die Nachwelt erhalten und sie hier in der FC den jüngeren Fotofreunden zeigen.
@ Michael G.:
Da zitiere ich Dich gerne selbst bezügl. Klepper-Aerius:
> traumhaft das teil. gut pflegen.
ansonsten sage ich "Klepper, Aerius"
der Unsinkbare < ...
- wohl war !
Einen 2er Aerius selbst besessen,
auch als gebrauchtes Gerät erstanden (bzw. gegen einen Familien-GFK-Kanadier getauscht; Tochter bekam ein eigenes Kayak).
Haut gepflegt, neue Kielgummis geklebt,
ein paar der Beschläge erneuert,
WW-Spritzdecke gekauft beim damaligen
Klepper-Bootsbau Nachfolger, Walther in Rosenheim ...,
Bornholm damit teilweise umrundet (Süd- u. Ostküste),
den Vänern-See durchpflügt,
die Schluchten des Verdon (bis auf die grosse im oberen Teil),
die Dordogne, den Wannsee (sowieso)
und Havel und Spree ...;
(damals auch die hier gezeigte Yashica mit im Boot,
als Nachfolgerin der Retina).
Ja, dann viel Spass mit deinem Klepper
(und nicht nur in Finnland - vergiss nicht ausreichend Mückenschutzmittel .. !)
Freut mich, auf diese weise auf Gleichgesinnte zu treffen !!
Eigentlich wäre es wieder Zeit für eine Kamera, die nach Kamera aussieht, was die Kompakten betrifft. Die Versuche von Nikon, Canon und Fujifilm gehen durchaus in die richtige Richtung, aber die Nikon Coolpix sowie die Canon G11 sehen noch zu wenig konsequent aus und der neueste Leica-Verschnitt von Fuji ist eben erstens ein Leica-Verschnitt und hat zweitens eine Festbrennweite. Eckhard
Ja, so etwas Ähnliches gab es auch von Canon (ich glaube CANONET 35 oder so?) - die hatte ich einige Jahre, machte tolle Bilder. Sehr schön fotografiert mit der Spiegelung!