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Die gleichen Aufnahmen in verschiedener Bearbeitung gegenübergestellt:
Oben ist ein von Hand erstelltes DRI von RAW-Aufnahmen mit folgenden Belichtungszeiten: 8, 13, 20 und 30 Sekunden. Die weiche Auswahlkante in den Ebenenmasken wurde mit folgenden Werten vorgenommen: 250 (Ebene 1), 150, 50 (Ebene 3)
Das untere Bild wurde mit Photoshop als HDR mit den gleichen Ausgangsbildern wie das DRI generiert und bei der Korrektur von 32 nach 8 Bit mit der Methode' lokale Adaptation' nach JPEG konvertiert.
Fazit:
Das HDR ist bzgl. Kontrastumfang unschlagbar. Das DRI weisst durch die stärkeren Kontrastunterschiede wärmere und grellere Farben auf. Störungen durch die Maskierung im DRI (z.B. dunkle Wölkchen oberhalb des Daches des Hauses in der Mitte) sind beim HDR nicht anzutreffen. Die HDR Methode ist zudem schneller, da automatisiert.
Ich hatte vor ein paar Tagen die gleiche Anleitung hochgeladen, wobei ich aber das HDR nicht nach 8 Bit konvertiert hatte, wobei es sehr viel schlechter abschnitt als das DRI. Dies ist nun umgekehrt. Sorry für den Fehler!
Quod erat demonstrandum??
Wenn ich es richtig verstanden habe, wolltest Du uns eigentlich beweisen, das HDR die besseren Ergebnisse liefert als DRI, nicht wahr? ... aber sag mal, mit DRI geht das doch noch wesentlich besser, wenn man die richtigen Belichtungszeiten hat und wenn man es beherrscht ... ;-) ... bei dieser Gegenüberstellung hat das HDR wirklich unbestritten die bessere Detailzeichnung in den Lichtern, wirkt aber meiner Ansicht nach insgesamt etwas zu hell und zu flau ... für den Beweis, dass mit Automatik das absolut beste Ergebnis herauskommt, würde ich es deswegen nicht gelten lassen ... ;-) ...
Und hast Du den Versuch mal mit jemandem gemacht, der mit DRI's sehr geübt ist? Das Ergebnis wäre wirklich höchst spannend!
Deine Technikstudien werden übrigens auch immer besser und ausgefeilter.
Aber ob Automatik oder "manuell": letztendlich ist es eigentlich egal - das Ergebnis muss stimmen.
Es ist wohl auch persönlich priorisierte Arbeitsweise und geht eigentlich auch in Richtung "Glaubenskrieg" ... oder: wie es jedem beliebt oder besser liegt ... und da in einem Glaubenskrieg keiner siegt, lasse ich ihn meinerseits liebend gerne links liegen.
LG, Rebekka
Also da find ich das erste Bild besser Du hättest natürlich noch ein ein wenig radieren müssen, dann wäre es ideal. Irgend etwas machst Du sowieso falsch bei den Ebenen wird es bei mir immer weniger bei der Maske mit den Graustufen, bei Dir wird es immer heller.
Viele Grüße Peter
@Alexander und Thorsten:
Geht mir trotz aller objektiver Beurteilung auch so, dass ich das DRI besser finde....
@Peter:
Ich denke, da verfahren wir unterschiedlich. Ich gehe immer vom hellsten Bild aus -> Farbbereich auswählen: Highlights (Lichter?) und dann Weiche Auswahlkante von 250 Pixel. Mit dieser Auswahl in der ersten Ebene eine Maskierung erstellen. Dann das zweithellste Bild auswählen (Ebene 1) und wieder Lichter auswählen, weiche Auswahlkante von 150 Pixel, in der zweiten Ebene Maskierung erstellen usw.
Du gehst wahrscheinlich vom dunkelnsten Bild aus?
Jetzt bin ich ein wenig verwirrt. Heißt DRI nicht "Dynamic Range Increase", beschreibt also den Vorgang des Erhöhens des Dynamikumfangs, während mit HDR "High Dynamic Range" der dadurch erzielte höhere Dynamikumfang beschrieben wird? Die Bezeichnung für das Bild mit dem erhöhten Dynamikumfang ist dann HDRI "High Dynaimc Range Image"? Oder werden die Begriffe in der Literatur doch für unterschiedliche Techniken verwendet, was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann?
@Christoph:
Du hast in der Tat Recht: DRI ist die Methode, den Dynamikumfang eines Bildes digital zu erweitern und darzustellen.
In Photoshop gibt es die Funktion 'HDR', mit der man aus verschiedenen Belichtungsreihen (wie beim DRI) ein Bild im 32 Bit Format erstellt, das sich allerdings auf einem Monitor nicht darstellen lässt, da der Kontrastumfang zu reichhaltig ist. Mittels der Reduktion auf 8 Bit (hier mit der Methode 'lokale Adaptation' gezeigt) wird der Umfang auf einen vom Monitor darstellbaren Bereich heruntergerechnet und ergibt deshalb einen dem DRI vergleichbaren Resultat.
Die Methode ist unterschiedlich und das Resultat sehr ähnlich.
Mit diesem Vergleich wollte ich die Unterschiede zwischen der manuellen Möglichkeit und der mehr oder weniger automatisierten PS Methode aufzeigen.
Weder das DRI noch das HDR Bild sind als absolut zu betrachten, da beide von der Art der Bearbeitung abhängen.
Du hast jedoch recht in der Äusserung, dass DRI eher den Vorgang des Erhöhens des Dynamikumfanges in einem (darstellbaren) Bild beschreibt und HDR die Bezeichnung für das maximale Kontrastverhältnis in einem Bild darstellt. Hier schneiden sich jedoch die Geister und ich denke, dass PS für die HDR-Funktion die Ausgabe eines DRIs vorsieht.
(versteht nun jemand wirklich den Unterschied der Definitionen zw. DRI und HDR? .....)
Ein schönes Beispiel hast Du uns hier kreiert. Danke schön.
Ich möchte nur noch hinzufügen, dass die "Lokale Adaption" von Photoshop nur eine der Möglichkeiten ist aus einem HDR ein interessantes LDR zu machen. Wer mal was ausgefeilteres probieren will, kann dies sowohl als Plugin für PS oder aber als Stand-Alone Programm "Photomatix" haben (http://www.hdrsoft.com/de) .
Herr Bethke hat vollkommen recht. Neben dem von ihm erwähnten Programm gibt es noch eine weitere Software namens FDRTools (http://www.fdrtools.com) , mit der ein HDRI erzeugt werden kann und nachfolgend eine Dynamikkomprimierung bzw. ein tone mapping durchgeführt werden kann (Windows und MacOS).
Noch eine - etwas längere - Anmerkung zum vermeintlichen Unterschied zwischen DRI und HDR. DRI wurde in der Vergangenheit überwiegend 'manuell' mit Softwarewerkzeugen wie Photoshop und beispielsweise auch FixFoto durchgeführt. Die Art und Qualität der Dynamikanreicherung hängt dabei sehr vom Geschick und auch vom Auge des Fotografen ab. Bei der Erzeugung eines HDRI und der nachträglichen Dynamikkomprimierung werden jedoch vorwiegend mathematische Verfahren herangezogen, die eine optimale Wiedergabe der tatsächlichen Beleuchtungsintensitäten zum Ziel haben. Beide Verfahren erlauben einen Zuwachs an Dynamik in der betrachteten Szene.
Im Endeffekt mögen sich bei kundigen Nutzern beider Verfahren die Endergebnisse auch nicht allzu sehr unterscheiden.
@Stefen Simons:
Einen kleinen Unterschied gibt es da dann doch:
Das I in DRI steht eher für Increase, während das I in HDRI für Image steht. Das eine beschreibt also eher den Vorgang an sich und das andere das mögliche Resultat.