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Die Anaglyphentechnik verwendet Farbe, um das rechte und das linke Bild getrennt für das Gehirn zu verschlüsseln.
Für diese Methode benötigt der Betachter eine spezielle Brille mit Farbfilter auf jedem Auge.
Diese Brillen haben eine roten Filter auf dem einem Auge und einen blau- oder cyanfarbigen Filter auf dem anderen Auge.
Die meisten Anaglyphbrillen haben den roten Filter auf dem linken Auge.
Prinzipiell brauchst man für die 3D Fotografie immer 2 Bilder vom gleichen Motiv, etwas seitlich
versetzt (z.B. ca 7cm) aufgenommen. Zu berücksichtigen ist aber, das dieser Abstand (Basis) kleiner werden muss, je näher man an das zu fotografierende Objekt heran kommt (Makrofotografie). Bei Landschaftsaufnahmen ist evtl. eine breitere Basis notwendig.
Es gilt die Faustregel:
Basis (cm) = Nahpunktweite (cm) / Brennweite (mm)
Erste Gehversuche in der Stereofotografie sind eigentlich ganz einfach.
Man braucht eine Kamera und macht nach der sogenannten Cha Cha-Methode
zwei Aufnahmen nacheinander. Cha cha heisst, man belastet zunächst das
linke Bein und macht eine Aufnahmen, dann das rechte mit einer Aufnahme.
Durch die Körperschwankung kommen zwei Aufnahmen von dem gleichen Objekt
zustande, mit gering unterschiedlicher Perspektive. Montiert man beide
Bilder in einem speziellem Programm z.B. Stereophotomaker als Anaglyphe
übereinander, so hat man in der Regel
ziemlich schnell passable Stereobilder. Weitere Möglichkeiten ergeben
sich durch den Einsatz einer Schiene, was natürlich präziser ist als die
Cha Cha-Methode oder die Benutzung einer Doppelcam. Sinnvollerweise zwei
identische Kameras auf einer Schiene montiert. Ich denke für den Anfang
reichen da zwei einfache Digicams, möglichst mit grossem Monitor.
Olympus C 2000 x2
Von Engelbert Mecke
5.10.02, 19:20h
Die Anaglyphe wird in der Regel mit einer speziellen Software erstellt, diese kann man sich als Freeware aus dem Netz laden.