
Energisch und doch nicht ohne Fürsorge und Anteilnahme greifen die Hände wie unnachgiebige Schraubstöcke nach dem Kopf des Jungen, halten, drehen und bringen ihn schließlich in die beste Position, um den Göttern ein gefälliges Opfer erbringen zu können.
Der Junge erträgt es ohne erkennbare Regung - er ist darauf vorbereitet worden und mag die Notwendigkeit dieses Aktes erahnen, denn erwachsene Mitglieder seiner Pilgergruppe sind mit gutem und im Ergebnis blank glänzenden Beispiel vorangegangen.
Rituelle Ganzrasur des Kopfes ist oftmals ein unerläßlicher Bestandteil einer Pilgerschaft zum Ganges und ein durchaus vertrauter Anblick an den Ghats. Aber bis heute hat sich mir die Antwort auf die Frage nicht erschließen können, was die Götter eigentlich mit Kinderhaaren anzustellen gedenken....???
Varanasi, Febr. 2007 - FujiProvia 100F, Scan vom Dia
andere Gelegenheit, andere Örtlichkeit, anderer Anlaß mit identischem Ausgang.....
Ich glaube, es wäre wesentlich beeindruckender, wenn der Rahmen nicht die Szene sprengen würde, denn das Bild ist dokumentarisch erstklassig!
U.
riten werden überall geduldet. manchmal leider.
Interesting and rough somewhere with so many hands around the head.. lg Véronique
Du hast ein tolles Auge für interessante Motive. Du hast eine günstige Position zum Fotografieren gewählt. Super Dokumentaton.
LG wiebke
ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich dies kleine Gesicht in der großen Hand sehe....
zu Deiner Frage: bei dem Alter der Götter werden sie wohl nicht mehr viel Eigenhaar haben...
lg Petra