*** Impressionen aus der Pfarrkirche St. Quirinus in Tegernsee ***

*** Impressionen aus der Pfarrkirche St. Quirinus in Tegernsee ***

KHMFotografie


Premium (World), Kaiserstadt / GosLar in NDS

*** Impressionen aus der Pfarrkirche St. Quirinus in Tegernsee ***

Nikon D 800 / Sigma 12-24@17mm / F 7,1 / ISO 800/ Aufnahmemodus M / 1/100 Sek / 0 EV / Freihand / Einzelaufnahme / ... Entwickelt mit silkypix developer studio 10 pro und BEa Photochop CC/

auf grosser Fototour in Oberbayern und Baden-Württemberg mit Andreas Liwinskas

 St. Quirinus Tegernsee
St. Quirinus Tegernsee
Andreas Liwinskas


 St. Quirinus Tegernsee
St. Quirinus Tegernsee
Andreas Liwinskas


 Münster St. Georg (Dinkelsbühl)
Münster St. Georg (Dinkelsbühl)
Andreas Liwinskas


Die Pfarrkirche St. Quirinus in Tegernsee war bis 1803 Klosterkirche der bedeutendsten Benediktinerabtei Oberbayerns. Sie zählt nicht zu jenen großen Kirchenbauten, die rein einen Kunststil repräsentieren; sie ist eine "gewachsene" Kirche, in der viele Epochen ihre Spuren hinterlassen haben. Überreste der ersten Klosterkirche des 8. Jahrhunderts sind bislang nicht gefunden worden. Doch sind in der Archäologischen Staatssammlung in München zwei karolingische Kapitelle aus der Zeit um 800 zu sehen, die 1895 bei Bauarbeiten in der Krypta zum Vorschein kamen. Man hatte sie im 11. Jahrhundert als Säulenbasen zweitverwendet. Vom zweiten großen Kirchenbau, dem des 11. Jahrhunderts, sind die Krypta-Anlage unter dem Altarraum und die beiden Türme erhalten. Die beiden Bauteile an den entgegen gesetzten Enden der Kirche zeigen die eindrucksvollen Dimensionen (mit gut 70 m Länge) der dreischiffigen romanischen Basilika von Tegernsee. Von ihrer kostbaren Ausstattung (mit Altären, Malerei, Goldgerät und bunten Glasfenstern) kündet nur noch die Klosterchronik. Bei Grabungen im Zuge der jüngsten Reno-vierung sind im Altarraum wenigstens Reste eines großen Fußbodenmosaiks aus der Zeit um 1080 entdeckt worden, die für Bayern eine große Rarität darstellen. Der bestehende Kirchenbau ist ein Werk der Gotik. Die Äbte Kaspar Aindorfer und Konrad Airinschmalz (reg. 1461-1492) ließen nacheinander einen neuen Chor mit doppelstöckiger Sakristei und das wiederum dreischiffige Langhaus errichten. 1476 war die Kirche vollendet. Sie wurde überreich ausgestattet mit 26 Altären, deren Retabel aus den Werkstätten der bedeutendsten Münchener Meister kamen: Den Hochaltar schuf Gabriel Angler, vierzehn weitere Altaraufbauten Gabriel Mäleßkircher. Wenigstens zum Teil sind diese Spitzenwerke der altbayerischen Spätgotik erhalten, allerdings verstreut auf viele Museen (in Tegernsee, München, Freising, Burghausen, Nürnberg, Berlin und Madrid). Vom einstigen Kirchenschatz blieb nur die große Monstranz des Landsberger Goldschmieds Hans Kistler aus dem Jahr 1448.
Beim barocken Neubau des Klosters blieb einzig die alte Kirche stehen, doch erfuhr sie in den 1680er und 1690er Jahren eine durchgreifende Umgestaltung im Stil des frühen Barock. Anlässlich der 1000-Jahr-Feier des Klosters 1746 wurden an die Seitenschiffe zwei Rokoko-Kapellen zu Ehren der Heiligen Quirinus und Benedikt angebaut.

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