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Premium (World), Köln

EIN AUGENBLICK NATUR: FALTER UND DISTEL

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- MAKROFOTOGRAFIE OHNE STACKING UND BRACKETING -
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- Der Kleine Kohlweißling – ein stiller Begleiter unseres Alltags

Wenn man an warmen Frühjahrs- oder Sommertagen durch den Garten geht, begegnet man ihm fast beiläufig: dem Kleinen Kohlweißling. Oft flattert er scheinbar ziellos von Pflanze zu Pflanze, leicht, weiß und unscheinbar. Und doch lohnt es sich, einen Moment stehen zu bleiben und genauer hinzusehen, denn dieser Schmetterling ist ein fester Bestandteil unserer heimischen Natur und erzählt viel über das Zusammenspiel von Mensch, Landschaft und Jahreszeiten.

Der Kleine Kohlweißling gehört zu den bekanntesten Tagfaltern Europas. Mit seinen überwiegend weißen Flügeln und den feinen schwarzen Zeichnungen wirkt er auf den ersten Blick schlicht, fast zurückhaltend. Gerade diese Schlichtheit macht ihn so vertraut. Er ist kein seltener Gast, kein exotischer Fremder, sondern ein alltäglicher Begleiter, den viele schon seit der Kindheit kennen. Seine Flüge über Gemüsebeete, Wiesen und Feldränder sind für viele Menschen untrennbar mit Sommer und Wärme verbunden.

Besonders interessant ist seine enge Beziehung zu Kohlpflanzen und anderen Kreuzblütlern. Für den Kleinen Kohlweißling sind sie Lebensgrundlage, für Gärtnerinnen und Gärtner manchmal Anlass zur Sorge. Die Raupen können an Kohlpflanzen deutliche Fraßspuren hinterlassen. Doch genau hier zeigt sich, wie eng Natur und Mensch miteinander verwoben sind. Was für den einen ein Ärgernis ist, gehört für den anderen schlicht zum natürlichen Kreislauf. Der Kleine Kohlweißling erinnert uns daran, dass unsere Gärten nicht nur Nutzflächen sind, sondern auch Lebensräume.

Was mich persönlich an diesem Schmetterling besonders berührt, ist seine Unaufdringlichkeit. Er drängt sich nicht in den Vordergrund, er beeindruckt nicht durch auffällige Farben oder spektakuläre Muster. Und doch ist er da – zuverlässig, jedes Jahr aufs Neue. In einer Zeit, in der viele Insekten seltener werden, wirkt seine Präsenz fast tröstlich. Sie gibt das Gefühl, dass zumindest ein Teil der vertrauten Natur noch Bestand hat.

Auch seine Lebensweise ist bemerkenswert. Aus einem unscheinbaren Ei entwickelt sich eine Raupe, später eine Puppe, und schließlich dieser zarte Falter. Dieser Wandel geschieht meist unbemerkt, still und selbstverständlich. Gerade darin liegt etwas sehr Beruhigendes. Der Kleine Kohlweißling zeigt, dass Veränderung nichts Lautes oder Dramatisches sein muss, sondern oft leise und behutsam geschieht.

Am Ende steht für mich der Kleine Kohlweißling sinnbildlich für das Alltägliche, das leicht übersehen wird. Er lädt dazu ein, genauer hinzuschauen, Geduld zu haben und auch den kleinen, unspektakulären Dingen Aufmerksamkeit zu schenken. Wer ihm ein paar Minuten widmet, erkennt schnell: Selbst ein scheinbar gewöhnlicher Schmetterling kann viel über Natur, Balance und Achtsamkeit lehren. -



- Ich wünsche dir einen wunderschönes, sonniges Wochenende mit vielen freudigen Momenten.
Danke fürs Reinschauen und liebe Grüße und alles Gute aus Köln, Peer. -




- Mit meiner Kamera und einem Makroobjektiv aufgenommen, komplett freihändig – ganz ohne Fokus-Stacking oder Belichtungsreihen. Ich wollte die Details so natürlich und lebendig wie möglich einfangen, direkt aus der Hand heraus. -



- Weitere Kohlweißlinge findest du in meinem Ordner "Insekten, Wanzen":

https://www.fotocommunity.de/user_photos/2395275?sort=new&folder_id=1000513 -



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