Die Katakomben von Paris

Unter den Straßen von Paris liegen in kilometerlangen Tunneln Millionen von Toten zur letzten Ruhe.

Ein ungemein intensiver Ort - auch nach Jahrhunderten sieht man jedem Schädel seine individuelle Form an, bekommt ein Gefühl für längst vergangene Leben und Schicksale.

Fotografisch sind die Katakomben ein schwieriger Ort. Das Licht ist fahl und spärlich, die Gänge oft eng. Ohne Stativ und mit einer Hosentaschenkamera war es kaum möglich, die beeindruckende Stimmung des Ortes in Pixel zu bannen.

Das Foto ist für meine Verhältnisse nur wenig bearbeitet.

Comments 14

  • Un-ART-ig 05/06/2019 15:15

    Ich hab gehört von diesen Katakomben. Man griff zu dieser Möglichkeit, weil die Pariser Friedhöfe aus jener Zeit überfüllt waren, gerade in Zeiten der Revolution, während des Grande Terreurs, füllten sich sich in einem Tempo, daß beängstigent gewesen sein muss.
    Schließlich stank es in den Strassen nach Verwesung.

    Da unter diesen vielen Schädeln und Knochen werden aller Wahrscheinlichkeit nach auch die Gebeine der Revolutionäre sein, will heißen Robbespiere, Danton, Desmoulins und andere.

    lg Martin
  • xDreamer 14/04/2019 0:58

    Klasse dokumentiert!
    VG Detlef
  • Bildsurfer 10/04/2019 21:21

    Das Motiv ruft inhaltlich ja keine Begeisterung hervor, wie auch, aber du hast es dokumentarisch sehr gut aufs Bild gebracht, Ein Mehr als deine Bearbeitung wäre auch nicht angebracht.
    Deine eigenen Anmerkungen sind völlig passend zu dem Motiv.
    LG Helmut.
  • Pixelknypser 28/03/2019 17:36

    Diese Aufnahme hätte ich für ein Composing gebraucht:-)VLG Ingo
  • Davina02 25/03/2019 16:21

    Dein Schärfeverlauf und Tonung gefällt mir!
    LG Angela
  • Monsieur M 24/03/2019 18:16

    Du hast ein sehr würdevolles Bild dieser besonderen Stätte aufgenommen.
    LG Norbert
  • Die Lichtweberin 23/03/2019 14:48

    Torsten, Pixelknypser: Erstmal danke für die lieben Worte.

    Die Katakomben waren seltsamerweise eher tröstlich als unheimlich. 
    Die Schädel und Knochen sind dort mit sichlicher Würde und Achtung aufgebahrt, an vielen Stellen sind Kreuze, Herzen, Säulen in mühevoller Arbeit aus den Gebeinen der Toten geformt. Statt Leichengeruch ist dort Schönheit, ein Gefühl von  Ewigkeit.
  • Pixelknypser 23/03/2019 14:12

    Das wirkt richtig unheimlich.VG Ingo
  • Torsten TBüttner 23/03/2019 13:04

    Klasse Aufnahme mit tollen Details und schönen Schärfeverlauf
  • Linda S. aus E. 22/03/2019 11:41

    Bekomme da Gänsehaut, und nicht weil ich Totenköpfe gruselig finde. Die Vorstellung das jeder einmal ein lebender, atmender Mensch war ... so wie du es schon beschreiben hast.
    Hätte nicht gedacht das man da unten fotografieren darf, aber für die Lichtverhältnisse und ohne Stativ ist die Qualität erstaunlich gut!
    LG Linda
    • Die Lichtweberin 22/03/2019 14:07

      Das Schöne an der digitalen Fotografie ist ja, daß man dutzende Male eine Belichtungszeit von teils einer Sekunde freihand versuchen kann - und die vielen, vielen misslungenen Versionen einfach unter den Tisch fallen lässt.
    • GünterG1 23/03/2019 15:00

      @Linda: Habe vor ein paar Jahren mal einen Artikel über die Pariser Katakomben im National Geographic gelesen. Das ist wohl ein ziemliches Labyrinth unter Tage mit offiziellen und erlaubten und (aus Sicherheitsgründen) nicht erlaubten Zugängen.
      @Lichtweberin: bei mir klappt das mit dem mehrere Fotos schießen bislang meistens nicht. Mit der Schärfe auf den Vordergrund und dem unscharfen Hintergrund hast Du die Aufnahme sauber hinbekommen und den Eindruck des Einzelnen und der großen Masse m.E. gut eingefangen bzw. wiedergegeben und interpretiert. Die Vorstellung von bewussten Menschen, die - genau wie wir jetzt - das Leben genossen haben, ist imposant.   Die Kälte der Stimmung steht im Kontrast mit den warmen Farbtönen. Vermutlich hätte ich - zumindest als Variante - eine S/W Aufnahme mit einer in die kalten Farbtöne gehenden Einfärbung probiert.

      LGGünter
    • Die Lichtweberin 23/03/2019 15:11

      Hallo Günter,
      ja, die Katakomben sind riesig.
      In den nicht legalen Teilen ist allerdings wohl besonders die Raubgefahr ein Problem, dort werden Touristen recht gern überfallen, da man nach illegaem Eindringen vermutlich nicht zur Polizei gehen mag.

       Mit Schwarzweiß hast du recht: Eigentlich hatte ich für meine pivate Verwendung eine ganze Serie aus Schwarzweißaufnahmen aus Paris gefertigt. 
      Auch für die Schädel  wollte ich ursprünglich die weit zeitloserer S/W-variante wählen.

      In den Katakomben fehlten mir dazu aber ein wenig die klaren Kontraste, die Fotos wirkten zu verwaschen.
      Stattdessen hatte ich mich entschieden, die warme Farbe der Altersvergilbung herauszustellen.
    • GünterG1 23/03/2019 17:14

      Hallo Lichtweberin,
      manche Idee stellt sich erst bei dem Versuch einer Umsetzung als nicht so zielführend heraus. Geht mir häufig so und die Sicherheit im vorhinein sagen zu können, was gehen wird und was nicht, habe ich in der Tat (noch) nicht. Der warmen Farbe kann man ja neben der Altersvergilbung auch das Attribut des Lebens (hier des vergangenen) geben.
      LG Günter