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What's new?

Stefan Rohloff


Free Member, Wangen im Allgäu

Unsere neue alte Welt des Schärfens mit Photoshop CS2

Das neue Photoshop CS2 bringt zwei Neuerungen bezüglich des Schärfens. Ich habe sie mir einmal
angesehen und sie mit alten Schärfungstechniken verglichen. Der Graukeil als Beispiel soll die Techniken
verdeutlichen. Diese Zusammenstellung ist natürlich unvollständig und darf gerne ergänzt werden :-)

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USM
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Unscharf Maskieren, wie wir es kennen, hier allerdings deutlich übertrieben. Man erkennt, wie USM
funktioniert: Die helle Seite jeder Kante wird heller gemacht, die dunkle Seite wird dunkler gemacht. Das
steigert den subjektiven Schärfeeindruck. Ein Schwachpunkt von USM wird dabei auch gleich deutlich:
Helle Pixel werden weiter aufgehellt und es besteht die Gefahr, dass helle Pixel beim Schärfen ausfressen.
Entsprechendes gilt auch für dunkle Pixel aber dort gibt noch ein weiteres Problem: Dunkle Bereiche sind
in der Regel stärker vom Rauschen betroffen und sollten deshalb weniger geschärft werden, um das
Rauschen nicht unnötig zu verstärken. USM schärft aber überall gleich, unabhängig von der Helligkeit.

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Getrenntes Schärfen
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Dies ist eine Technik, mit der man die hellen und dunklen Schärfungseffekte getrennt regeln kann. Im
Beispiel habe ich den hellen Schärfungseffekt auf 30 % reduziert. So kann man das Ausfressen heller
Pixel oder Halos vermeiden. Wie man an dem Graukeil sieht, nimmt man dafür aber in Kauf, dass auch
überall sonst die hellen Schärfungseffekte reduziert werden und so Schärfeleistung verloren geht.

Thomas Stölting hat diese Technik sehr schön auf http://thomas-stoelting.de/ unter

Photoshop Tipps | Foto | Schärfe und Unschärfe | Getrenntes Schärfen beschrieben.

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Fülloptionen
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Die Fülloptionen bieten die Möglichkeit, Pixel die einen bestimmten Helligkeitswert über- oder
unterschreiten vom Schärfen auszunehmen. Die Übergänge lassen sich fließend gestalten. Im Beispiel
habe ich Pixel von einer Helligkeit über 180-230 und unter 40-20 vom Schärfen ausgenommen. An den
Graukeilen kann man dies gut an den beiden obersten und der untersten Kante beobachten, während die
mittleren Kanten „normal“ geschärft sind. Die Fülloptionen bieten also die Möglichkeit, helle und dunkle
Pixel vor dem Schärfen auszunehmen, ohne in den Mitteltönen auf Schärfeleistung verzichten zu müssen.
Mit den Fülloptionen bekommt man die oben erwähnten Probleme von USM wirkungsvoll in den Griff.

Um die Fülloptionen nutzen zu können muss man das Schärfen in einer neuen Ebene durchführen.
Doppelklickt man anschließend auf das kleine Vorschaubildchen dieser Ebene, öffnen sich die
Fülloptionen. Mit den Schiebern an den Balken kann man wählen, welche Pixel der geschärften Ebene
ausgeblendet werden sollen. Alt-Klick auf einen Schieber teilt diesen für einen fließenden Übergang.

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Smart Sharpen (CS2)
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Mit dieser Neuerung in Photoshop CS2 lässt sich ein ähnlicher Effekt wie über die Fülloptinen erreichen.
Grundlage bildet USM. Mit den Schiebern für die Lichter und Schatten lässt sich regeln, Pixel welcher
Helligkeitsbereiche ganz oder teilweise vom Schärfen ausgenommen werden. In den Graukeilen sieht
man einen Unterschied zu den Fülloptionen: In den Übergangsbereichen zwischen keiner und voller
Schärfung wirkt Smart Sharpen symmetrischer (was die helle und dunkle Seite einer Kante angeht) als die
Fülloptionen. Vielleicht ist dies ein Vorteil? In der Praxis funktionieren beide Techniken gut.

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Focus Magic (Plugin)
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Es ist für 45 Dollar bei http://www.focusmagic.com/ zu haben. Die damit bearbeiteten Graukeile sehen
eher seltsam aus. Das hat aber nichts zu sagen, da Focus Magic seine Schärfungstechnik je nach Radius
offenbar stark variiert. Tatsächlich habe ich mit Focus Magic wirklich gute Erfahrungen gemacht! Die
Tendenzen von USM zur Bildung von Halos und zur Aufhellung feiner Linien auf dunklem Grund sind
bei Focus Magic entscheidend weniger ausgeprägt! Dieses Bild beispielsweise ...

... wurde mit Focus Magic geschärft. Mit USM hätte ich einen Halo entlang des
Kraterrandes erhalten und die Stern- und Lavaspuren wären übertrieben aufgehellt worden. Insgesamt
bietet Focus Magic meiner Erfahrung nach ein etwas feineres, saubereres Schärfungsverhalten als USM.

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„More Accurate“ (CS2)
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Die Schärfungsart „More Accurate“ lässt sich in Photoshop CS2 in einer Checkbox im Smart Sharpen
Dialog aktivieren. Wie man in den Graukeilen sieht, unterscheidet es sich erheblich von USM. Auffällig
in den Graukeilen ist eine Gemeinsamkeit von More Accurate und Focus Magic: In einem gewissen
Abstand von jeder Kante erfolgt auf der hellen Seite eine Abdunklung (!) und auf der dunklen Seite ein
Aufhellung. So etwas gibt es bei USM nicht und vielleicht liegt darin das Besondere dieser beiden
Schärfungstechniken!? Tatsächlich erreiche ich mit More Accurate ein Ergebnis erreicht, das dem von
Focus Magic recht ähnlich ist: Ein feineres Schärfungsbild als USM mit weniger Halos und schwächerer
Tendenz zum Aufhellen heller Linien. Dies ist ein echter Gewinn für Photoshop!

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Hochpass
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Dies ist eine einfache Technik. Man stellt nur den Radius ein. Die Stärke kann man über die Deckkraft
regeln. Echte Vorteile gegenüber USM konnte ich nicht finden.

Man dupliziert die Ebene, wendet darauf den Hochpass Filter (unter Sonstige Filter) an und wählt als
Füllmethode Hartes Licht, Überlagern oder Weiches Licht.

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Und sonst noch?
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Es ist schon klar, dass zum optimalen Schärfen mehr gehört, als eine Schärfungsmethode oder eine
Kombination daraus zu wählen! ;-) Wenigstens sollte man die homogenen und unscharfen Bildbereiche
mit einer Maske vor dem Schärfen schützen, um das Rauschen dort nicht unnötig zu verstärken. Auch
muss man das Schärfen nicht unbedingt auf das Ende der Bildoptimierung beschränken. Es kann durchaus
Sinn machen, einzelne vorsichtige Schärfungsschritte schon früher anzubringen.

Wer eine weiterführende Lektüre sucht, dem kann ich den Artikel „Put a Fine Edge on Your Sharpening
Skills“ empfehlen. (http://www.thelightsright.com/tutorials-pdf.htm)

Ein herzliches Dankeschön an alle, die bis hier durchgehalten haben! ;-)

Liebe Grüße, Stefan










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Fazit
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USM hat (mindestens) zwei Probleme:

1. In den Lichtern können helle Pixel ausfressen und in den Schatten kann das dort
typische Rauschen verstärkt werden.
2. Entlang von Kanten können Halos entstehen und bei feinen Linien auf dunklem
Grund besteht die Gefahr, dass sie zu stark aufgehellt werden.

Beide Probleme bekommt man in Photoshop CS2 komfortabel in einem Bearbeitungsdialog
(Smart Sharpen) in den Griff. Problem 1 mit den Schiebern für Lichter und Schatten, Problem 2 mit
der Checkbox „More Accurate“. Gegen Problem 1 gab es in den Fülloptionen auch früher schon ein
gutes Mittel. Die Schärfungstechnik „More Accurate“ dagegen ist eine echte Neuerung.

Wer es selbst testen möchte, kann sich das Photoshop CS2 Tryout hier runterladen:
http://www.fotocommunity.de/forum/read.php?f=11&i=40647&t=40647







Comments 33

  • tschloss 11/23/2007 22:36

    Sehr hilfreich!!!
  • VIOTOGRAFIE 02/04/2007 9:22

    danke !! ...jetzt werde ich beim schärfen einiges gut beobachten und alles ausprobieren !!! :o))

    lg,vio
  • Christian Brünig 12/16/2005 10:15

    Auch von mir noch ein verspätetes Dankeschön! Habe bislang mit Fredmiranda - Tool gearbeitet und will die Neuerungen von PS2 versuchen!
  • A N D I 10/11/2005 22:05

    Thanx! Jetzt bin ich um einiges schlauer!
    Wird sich hoffentlich auf meine künftigen Uploads auswirken... ;-)
    Gruß, Andi
  • Herr Baileys 10/07/2005 18:45

    genial Danke!!
  • CA RA 08/15/2005 10:46

    Wow.... was für eine Infoflut...klasse
    Gruß C@rlo
  • Florian Franke Frankfurt 07/15/2005 13:30

    Top. Vielen Dank.

    Schön ausführlich.

    Gruss Flo
  • Stefan Rohloff 06/26/2005 8:48

    Danke für den Tipp! Sieht interessant aus :-)
    Hat vermutlich eine integrierte Flächenschutzmaske, weil da steht, dass es das Rauschen nicht verstärkt ...

    Liebe Grüße, Stefan
  • Stefan Rohloff 06/25/2005 20:18

    @ Notker
    Na dann schieß mal los! ;-)

    Liebe Grüße, Stefan
  • Notker C. 06/25/2005 19:15

    Das ist ja alles ganz nett und die Methode mit 2 aneinandergrenzenden unterschiedlichen Grauflächen verwende ich schon seit Jahren um technischen Laien das Prinzip der Bildschärfung zu erklären. Aber darüber, was die einzelnen Methoden tatsächlich in der Praxis an unterschiedlichem Bildmaterial bewirken können, sagt diese Darstellung oben recht wenig aus. Meine bevorzugte Methode fehlt übrigens ;-)

    Gruß, Notker
  • Tho Hoh 06/24/2005 17:52

    Vielen Dank. Sehr Informativ.
  • Joachim Josten 06/24/2005 14:15

    eine tolle und informative Zusammenstellung. Sie ist dir wirklich gut gelungen.
    Gruß Jo
  • Stefan Rohloff 06/22/2005 21:28

    Danke Qingwei, ich hab mir das mal angesehen ... hier mal für alle, worum es da geht:

    Es wird vor allem darauf eingegangen, wie man mit den Optinen "remove motion blur" und "remove lens blur" (Smart Sharpen, CS2) defokusierte oder verwackelte Bilder "retten" kann. Es wird erklärt, dass die Technik, die hier zur Anwendung kommt DECONVOLUTION heißt und etwas komplett anderes als USM ist. Deconvolution versucht, die Fehler, welche zur Unschräfe geführt haben, rückgängig zu machen ... welch geniale Idee! ;-) Der Hinweis, dass der Weg dabei über eine Point Spread Function (was ja noch einleuchtend klingt) führt, die allerdings schwer zu finden sei, und letztendlich irgendetwas mit Fourier Transformationen zu tun hat, nützt den meisten Anwendern für die Praxis vermutlich wenig ;-) Wenn der Fourier das damals gewusst hätte ...

    WAS ICH IMMER NOCH VERGEBLICH SUCHE, ist eine Erklärung dafür, was die Checkbox "MORE ACCURATE" eigentlich genau bewirkt. Dazu hab ich bisher auch per Google nix finden können :-(

    Vielleicht ist da jemand von euch schon schlauer?

    Liebe Grüße, Stefan
  • D O C 06/15/2005 20:52

    ABsolut gute, verständl. und extrem hilfreiche Zusammenfassung auf bestem Niveau mit weiterführenden hinweisen....ein dickes Dankeschön!!! PIT
  • Qingwei Chen 06/15/2005 18:08

    lies mal alle die "c´t" magazin, ausgabe 13 seite 208 "astronomisch scharf", um das thema "deconvolution"

    gruß qingwei
  • Giesbert Kühnle 05/18/2005 0:56

    Ich hatte mit Focus Magic vor einiger Zeit auch schon etwas umherprobiert und es hat mich überzeugt. Ganz besonders bei Silhouettenaufnahmen ist es klar im Vorteil.
    Von den anderen Möglichkeiten außer das PS-übliche USM und der Version CS2 höre ich hier zum ersten mal.
    Bin halt ohne Euch nicht auf dem Laufenden :-).

    Liebe Grüße,

    Giesbert
  • Stefan Rohloff 05/11/2005 17:21

    @ Thomas
    Das analoge USM-Verfahren ist mir schon vertraut ... den Bezug zur Remove-Option habe ich nur nicht geschlagen ... ;-)
    Im Moment bin ich mir etwas unsicher, was die Bedeutung der Remove-Option angeht, denke aber, dass es doch so ist, wie ich anfangs dachte:

    Dass man also wählen kann, welche Art der Unschärfe entfernt werden soll:
    Gaussian blur für Unschärfe, die immer beim digitalisieren entsteht,
    Lens blur für Unschärfe, die entsteht, weil sich ein Objekt außerhalb der Tiefenschärfe befindet,
    Motion blur für Unschärfe die durch Bewegung des Objekts oder der Kamera entsteht.

    In der CS2-Hilfe heißt es dazu:
    „Remove Sets the sharpening algorithm used to sharpen the image. Gaussian Blur is the method used by the Unsharp Mask filter. Lens Blur detects the edges and detail in an image, and provides finer sharpening of detail and reduced sharpening halos. Motion Blur attempts to reduce the effects of blur due to camera or subject movement. Set the Angle control if you choose Motion Blur.” (Das ist ja zumindest beim motion blur eindeutig.)

    Per Google habe ich noch gefunden:
    „ ... and you can choose from three different types of blur to remove — gaussian blur, motion blur, and lens blur.” (Das ist ja auch dieselbe Aussage.)

    Liebe Grüße, Stefan
  • Frank D.B. Brüning 05/11/2005 10:40

    Hallo Stefan und Thomas,
    danke für die Lehrstunde (auch wenn es nur einige Minuten waren) - war mir sehr hilfreich, da ich auch noch einer von der alten USM-Garde bin und gerne was Neues lerne.
    Liebe Grüße
    Frank
  • Thomas Stölting 05/11/2005 9:21

    @ Stefan
    > Ohne "More Accurate" im Remove-Gaussian-Blur-Modus liefert Smart Sharpen in den Graukeilen identische Ergebnisse wie USM ... das hieße ja, dass auch USM diese Weichzeichnung zur Reduzierung der Überschärfung verwendet!??... <

    Genau!!! Deshalb heißt das ja auch UNSCHARF Maskieren. Die Technik stammt noch aus alten Dunkelkammerzeiten. Damals hat man auch eine leicht versetzte und unscharfe Negativ-Kopie auf das Original gelegt und so die Konturen herausgearbeitet und verstärkt. Nachträgliches Schärfen bedeutet immer nur eine Konturenkontrastverstärkung.
    Es macht sich manchmal bezahlt, wenn man früher selber in der Dunkelkammer gestanden hat und solche Techniken von der Pike auf lernen konnte. ;-)

    LG Thomas

    PS
    über Google kann man tausend Quellen finden, in denen die Analogtechnik "USM" genauer beschrieben wird.
  • Stefan Rohloff 05/11/2005 8:59

    @ Simon, Klemens :-)

    @ Thomas
    Dann habe ich das in der Tat falsch verstanden ... danke für den Hinweis! :-)
    ... nur, was mich wundert: Ohne "More Accurate" im Remove-Gaussian-Blur-Modus liefert Smart Sharpen in den Graukeilen identische Ergebnisse wie USM ... das hieße ja, dass auch USM diese Weichzeichnung zur Reduzierung der Überschärfung verwendet!??... nach dem Motto: "Ein bischen smart sharpen hatten wir ja schon immer." ;-) ... aber das kann ja eigentlich nicht sein ... ?
    Und ich habe da glaube ich ein Verständnisproblem: Warum sollte man Weichzeichnen, um Überschärfung zu verhindern? Man müsst doch dort nur das Schärfen sein lassen!?

    Liebe Grüße, Stefan
  • KLEMENS H. 05/11/2005 0:07

    Danke
    LG Klemens
  • Thomas Stölting 05/10/2005 22:25

    Noch ein Ergänzung:
    die Option "More Accurate" ist so etwas wie ein stark vereinfachter Schwellenwert. Bei eingeschalteter Option werden wesentlich mehr Details geschärft und so heraus gearbeitet als bei abgeschalteter Option.

    LG Thomas
  • Thomas Stölting 05/10/2005 22:05

    @Stefan
    ich glaube, da hast Du etwas missverstanden:
    Es geht bei den Einstellung "Remove" nicht um das Beseitigen von Unschärfen, sondern um das Beseitigen von Überschärfungen.
    Der Smart Sharpen Filter verwendet *_immer_* eine Weichzeichnung zur Reduzierung der Überschärfung. Dabei hast Du die Wahl zwischen Gaussian Blur (=Gaußscher Weichzeichner), Lens Blur (=Verwackeln) oder aber Motion Blur (=Bewegungsunschärfe). Abschalten kannst Du das nicht. Lens Blur arbeitet dabei wesentlich sanfter und beseitigt noch besser die Überschärfungsspuren.
    Den Einfluß kannst Du leicht selber überprüfen, in dem Du ein Bild bewußt etwas überschärfst (z.B. 5 Px nimmst) und dann von Gaussian Blur auf Lens Blur umschaltest.

    LG Thomas
  • Simon Stucki 05/10/2005 20:40

    sehr interessant. vielen dank.
  • Stefan Rohloff 05/10/2005 20:39

    @ Carsten
    Klingt interessant ... Masken gehen aber doch auch sonst!? ... was meinst du mit „Bildinformationen reduzieren“? ... was für Tricks? ... kennst du da nen guten Link zu?

    @ Norbert
    :-) Ja, das mit der Muse ist so eine Sache! ;-)

    @ Gerhard
    Das freut mich ja ... :-)

    @ Ralf
    Da wird sicher jeder eine andere Antwort haben ;-)

    @ Dirk, Mike, Frank, Woici :-)

    @ Sandra
    Bei Focus Magic nehme ich meist im Fix-Out-of-Focus-Blur-Modus den kleinsten Radius (1) bei 100 %.
    Ich denke, wenn man bei kritischen Bildern auf die Fülloptionen zurück greift und Focus Magic (vielleicht gibt es auch was Ähnliches von anderen Herstellern?) an der Hand hat braucht man wegen dem Schärfen nicht upzudaten ...

    @ Thomas
    > Bei "Smart Sharpen" ist mir aufgefallen, daß man für "Remove" unterschiedliche
    > Weichzeichnungstechniken verwenden kann. Standardeinstellung ist der
    > "Gaußsche Weichzeichner" ("Gaussian Blur"). Viel feinere und bessere
    > Ergebnisse erhält man allerdings mit "Lens Blur" (in der Deutschen CS Version
    > heißt das "Verwackeln").
    > Es wäre prima, wenn Du das noch mal untersuchen könntest.
    Das mit dem „Verwackeln“ ist aus meiner Sicht ein Übersetzungsfehler in Photoshop CS, denn wenn man sich den Filter ansieht ... da geht es ja eindeutig um den Unschärfebereich außerhalb der Tiefenschärfe ... man kann ja sogar die Anzahl der Blendenlamellen einstellen ... vielleicht richten sie das ja in CS2!
    Zu der entsprechenden Option bei Smart Sharpen:
    Ich fand es völlig abwegig, die schönen Unschärfebereiche in meinen Bildern schärfen zu wollen! ;-) Genauso wie die Bewegungsunschärfe, die man dort beseitigen (?) können soll. Deshalb hatte ich mir das nicht näher angesehen ... hab’s jetzt aber doch mal ausprobiert: Bewegungsunschärfe zu entfernen bringt nichts, wenn keine da ist ... wer hätte das gedacht! ;-) ... und die Einstellung „Lens Blur“ (wie sagt man denn da richtig auf deutsch??) zu wählen ergibt zumindest bei den Bilder, die ich ausprobiert habe, eher gröbere Ergebnisse mit stärkeren Halos und übertriebeneren Spitzlichtern als die Standardeinstellung. Insofern kann ich den beiden Optionen im Moment nicht viel abgewinnen ...

    Liebe Grüße, Stefan

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