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What's new?

Agora Bilddiskussion intensiv


Community Manager , Berlin

Ole

Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv

Wichtig:

1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Schreibe 2-3 Sätze zur Entstehung des Fotos


Wer gerne selbst einmal ein Foto diskutieren lassen möchte, sende es bitte an: Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net


In erster Linie ist es ein Erinnerungsfoto an meinen Sohn (damals noch unser einziges Kind). Ich wünschte mir ein besonderes Bild, um es als Print an die Wand zu hängen. Daher erstellte ich ein sehr reduziertes Portrait ohne ablenkenden Hintergrund und mit Konzentration auf Gesicht und Ausdruck.

Comments 64

    The discussion for this photo is disabled.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 03/25/2012 17:40

    Hier geht es weiter:

    ki7
    Vielen Dank für die rege Beteiligung an der Diskussion. Zwei Fragen, die gestellt wurden, möchte ich beantworten:

    1. Material: Rolleiflex 3,5 E Xenotar, Rolleinar 1 Nahlinse, Metz Stabblitz 45 CT-5 (indirekt nach rechts-hinten-oben), Ilford HP-5 Plus, X-Tol

    2. Grund der Einreichung:

    a) wollte für mich klären, ob die Unschärfe in Ordnung ist. Sie war nicht geplant, es gab jedoch kein schärferes Bild mit annehmbarer Komposition (Ole war schwer ruhig zu bekommen, er wurde gebeten, in die Kamera zu schauen, was nur für wenige Sekunden anhielt, das Interesse verebbte bald ganz. Es wurden auch keine "Bestechungsversuche" mit Süssigkeiten oder ähnlichem gemacht).
    Zunächst war ich mit der Unschärfe unzufrieden, fand sie dann aber ganz passend.

    b) Auch ich stellte mir unbewusst die Frage, ob ich das Bild als ernsthaftes Foto zur Diskussion einreichen soll, handelte es sich doch "nur" um ein Kinderportrait. Spannend in der Diskussion fand ich, dass das Bild der Schönen im Leipziger Straßencafé deutlich weniger polarisieren konnte, obwohl es viele Ähnlichkeiten aufwies: Portrait, nicht gestellt aber geplant (kein Schnappschuss), analog, kleinere technische/gestalterische Mängel, keine Person des öffentlichen Interesses, plakative/klischeehaft …
    Erkenntnis: Die Diskussion festigte aber meinen Standpunkt, dass auch Kinder das Recht auf gute Portraits haben. Und es überraschte mich, dass solch ein Bild derart provozierend wirkte.

    Abschließend nochmals vielen Dank für die rege Beteiligung, ich habe mich auch besonders über die vielen positiven Anmerkungen gefreut (die teilweise auch mit kritischen Kommentaren kombiniert wurden).
    Aber auch ein ausdrückliches Danke an die kritischen Anmerkungen, denn ohne sie wäre mein Erkenntnisgewinn (s. o.) nicht möglich gewesen.

    Ach ja, noch was zu dem Kommentar von Christoph, von wegen ungefragte Veröffentlichung von Bildern der eigenen Kinder: Im Prinzip hast Du Recht, daher veröffentliche ich ja auch anonym.


  • Christograph 03/25/2012 12:29

    Abgesehen davon, ob das Foto unscharf ist und eine extreme Körnung aufweist, ist der oder die Kleine klasse getroffen. Mich wundert es nur immer wieder, warum Eltern so sorglos mit der Veröffentlichung Ihrer Kinder umgehen, ohne dass diese eine Entscheidungsmöglichkeit haben, ob Sie der breiten Masse als Anschauungsobjekt dienen möchten oder nicht! Kann mir nicht vorstellen, dass der Zwerg in vielen Jahren davon begeistert sein wird, wenn Mama und Papa ihm davon berichten.

    Na, vielleicht sehe ich das im Zeitalter von Facebook, Twitter, und allen anderen persönlichkeits verstümmelnden Plattformen auch zu eng?

    MfG
  • harry k. 03/25/2012 1:14

    Tja, manchmal ist nix bemeren das Witzigste, was man machen kann.
  • 151067 03/24/2012 21:01

    das Foto hat mich beim ersten mal anschauen fasziniert und in seinen bann gezogen. wegen der schärfe? sicher nicht, der bea? wohl auch nicht.
    es ist die Natürlichkeit des Gesichtsausdrucks, der wohl in einem studio, oder auch nur geplant nicht so wäre wie es ist.
    ich finde es eine klasse Aufnahme. und wünsche dem Fotografen noch viel Freude mit der Aufnahme
    vg peter
  • Silenzio 03/23/2012 22:01

    diese realsatire ist im kern voll in
    ordnung und kein bisschen chaotisch.

    auch ein unscharfer pudel ist im quadrat
    dynamischer und als wandbild besser
    geeignet als ein falscher hase ohne
    jugendliche emotionalität im mutterherz.
  • harry k. 03/23/2012 21:31

    Ja, da bin ich auch voller Überzeugung ein alter Sack.
  • Matthias von Schramm 03/23/2012 21:28

    ja harry, in dem punkt bin ich traditionalist.

    ich kann nur mit der ordnung beginnen, sie dann möglicherweise zerstören, auch vollkommen - aber sie muss erst einmal dagewesen sein.
  • harry k. 03/23/2012 21:10

    Ich finde, wir nähern uns dem Kern des Pudels ;-))
    Matthias, ich gebe dir unumwunden recht: Ein Bild braucht eine Ordnung. Immer.
    Ordnung braucht es, um eine gemeinsame Ebene zwischen Sender und Empfänger zu definieren. Um auf gemeinsamen Erfahrungen aufzubauen und Inhalte vermitteln zu können. etc. etc.
    Kunst ist zwar frei, diese Diskussion möchte ich aber hier nicht wirklich führen ;-))

    Zurück zum Formalen: Wenn ich Chaos zeigen will, muss ich es gegen die Ordnung setzen. Chaos mit Chaos funktioniert nicht und zuviel Ordnung macht sich selbst kaputt. Für mich sind es die Gegensätze, die etwas verdeutlichen.
  • Das Herminsche 03/23/2012 20:35

    Es kann nur das Bild in Agora diskutiert werden, welches zur Diskussion eingereicht wird. Also hat dieses Bild und der Fotograf ein Recht auf Diskussion.

    Ich habe keine Lust darauf, also lass ich es.
  • uschr 03/23/2012 20:23

    Nun gut, Ole sah in diesem Moment eben so aus.
    Offenbar zappelte er wie immer herum und es war auch nicht alles nach seinem Sinn.
    Schein mir geeignet für eine Collage über Stimmungen von Ole. Als Porträt da wohl eher nicht.
    Kinderaugen sollten so scharf sein wie sie die Welt sehen und sie sehen schärfer und das ist gut so.
  • Matthias von Schramm 03/23/2012 18:55

    @ clara

    du machst und denkst den dritten schritt vor dem ersten. ich bin davon überzeugt, ein gutes bild braucht ordnung.
  • KDH 03/23/2012 14:37

    Aus rein emotionaler Sicht bleibt es für mich ein nettes Kinderportrait, was man sich als Eltern durchaus in Großformat an die Wand hängen kann.

    Aus rein fotografischer Sicht, ist das Bild für mich, so wie es hier gezeigt wird, durchaus gelungen.
    Das Quadrat konzentriert nun mal auf die Mitte - das ist so gewollt und macht sich als Wandbild auch sehr gut. Eine Änderung des Bildschnittes in 2:3, 3:4 oder gar 4:5 würde es nicht anders oder gar spannender machen. Ob man den Beschnitt enger fasst, ist Ansichtssache. Ich würde das wahrscheinlich tun, aber auch wiederum beim Quadrat bleiben ... nur, an meine Wand solls ja nicht.

    Die Unschärfe empfinde ich als sehr angenehm, auch wenn es als leichter Frontfokus erscheint. Wenn der Betrachtungswinkel größer wird, konzentriert sich der Blick des Betrachters tatsächlich auf die Augen.

    Für mich hat es den Charme einer analogen Mittelformataufnahme, mit einem ganz dezenten Korn, einer warmen Tonung und der unbeschreiblichen Weichheit eines Carl-Zeiss-Jena Objektives.

    Klaus
  • Wolf Schroedax 03/23/2012 11:25

    Zu nah, zu wenig drumrum ::: Das kann ich nachzuvollziehen, hat aber nicht zwingend was mit dem Format zu tun ...
  • Clara Hase 03/23/2012 10:42

    ordnung bringt meines erachtens dynamik???
    (als chaotisch hätte ich auch noch eine schräglage angesehen)

    ich weiss nicht so recht - wenn ich ordnung schaffe wirkt es meistens steril und aufgeräumt, also keines wegs dynamisch
    es sei denn ich betrachte eine fluchtlinie - mit geordneten elementen

    dynamik ist für mcih bewegung - lebhaftes

    jetzt hab ich doch gegoogelt - und hier http://www.definition-of.net/definition-der-dynamik
    eine definition gefunden (aber vorsicht - da geht gleich auch eine werbeseite auf - schliessen)

    laute und leise töne - die dann den kontrast bilden
    ich meine das ist im gesicht dem portrait dieses jungen schon vorhanden
    die sanften augen, die wirren haare die schnute

    mir gefällt das quadrat - jedenfalls hab ich nichts dagegen
  • Matthias von Schramm 03/23/2012 10:09

    falsch clara, ein quer oder hochformat bringt kein chaos, sondern ordnung und diese ordnung bringt meines erachtens dynamik. der weg geht nicht übers chaos zur spannung. es kommt dann nämlich ein faktor hinzu, der so fotografiert wie es ist, sehr eingeschränkt ist, nämlich der faktor gestaltung. die mimik ist ja gar nicht so schlecht, aber mmn. hat der fotograf daraus zu wenig gemacht.

    geh mal in die deichtorhallen zur ausstellung von saul leiter - die läuft noch. sehr viele portraits dabei mit kleinbildformat eben auch aufgenommen (also keine quadrate) die durch format und gestaltung faszinierende ordnung besitzen ... freilich befinden sich diese bilder in einer ganz anderen liga als dieses.
  • Clara Hase 03/23/2012 9:59

    also matthias
    da möchte ich dir aber widersprechen - das bild ist sowas von lebendig und unverstellt - trotz der unschärfen, das muss man nicht noch übesteigern
    indem man das format ins chaotische zieht.
  • Matthias von Schramm 03/23/2012 9:50

    es ist oft das problem in diesen diskussionen, dass die argumente der anderen nicht genau aufgenommen werden, sondern eigentümlich lustig interpretiert. ich habe nun einmal nicht geschrieben, dass ich andere gesichtsausdrücke möchte, sondern das ausdruck und gesicht nicht genügend gut erfasst wurde. das kinde hat ein recht zu jedem ausdruck, nur fotografieren muss man ihn können, was nicht immer leicht ist und man sollte eine ausschüttung mit dem bade vermeiden.

    deswegen halte ich auch eine quadratische in die ruhe gehende abbildung nicht für kindgerecht, zumindest bei diesem interessanten kindergesicht, welches schon in diesem augenblick dynamik, bewegung und unruhe zum ausdruck bringt. und diesen hätte ich durch format, draufblick, meinetwegen schrägheit, meinetwegen aufhebung von symmetrie verstärken wollen.

    jetzt kommt aber bitte nicht auf die idee mir zu unterstellen ich will einen anderen gesichtsausdruck schräg und das hauptmotiv marginal abgebildet sehen.
  • Wolf Schroedax 03/23/2012 9:34

    @Jens Lotz ::
    -"Motivwirkung/Bildaussage" werden optisch übermittelt. -Wenn du Aufgewecktes und Schelmisches siehst, ich aber Konzentration (gestern 14:16) in dem Gesicht sehe, dann können wir uns über das angemessene Format nicht einigen. Denn wir sind uns ja einig, dass das Quadrat zur Konzentration passt.
    -Aber nun sag doch endlich mal, welches Format du gewählt hättest. Oder möchtest du wie MvS (heute 8:10) lieber noch andere Gesichtsausdrücke ?
    - Du akzeptierst die Konzentration des Autors auf das Kind, der aber hat die Konzentration des Kindes gesehen und festgehalten - in einem durchaus glücklichen einvernehmlichen Moment.

  • ruepix 03/23/2012 9:04

    @Matthias:
    Zugegeben, ich kenne diese spezielle Wand auch nicht. ;-) Aber abgesehen davon: Die frontale Ausrichtung eines Gesichtes Richtung Kamera ist m.E. eine durchaus symmetrische Angelegenheit, der das quadratische Format entspricht. Gestaltungselemente sind hierbei die vertikale Halbierung des Bildes durch die Nasenrücken-Mund-Linie, sowie die horizontale Drittelung durch die Augenbrauen-Linie und die Linie Schultern-Mund.
    So weit mein Senf dazu.
  • Matthias von Schramm 03/23/2012 8:49

    @ Detlef Rüping

    das glaube ich nicht. wände schreiben einem äußerst selten quadrate vor.
  • ruepix 03/23/2012 8:43

    Die extensive Diskussion über das Format wird zu keinem allseitigen Konsens führen. Beachtet man allerdings den Hinweis des Bildautoren, dass dieses Bild von vorneherein als Wandschmuck konzipiert wurde, wird man berücksichtigen müssen, dass er allein über die Wirkung eines quadratischen Formats an Ort und Stelle zu entscheiden hatte.
  • Matthias von Schramm 03/23/2012 8:10

    zum thema format:

    da ich finde, dass für das portrait kein günstiger moment abgepasst wurde, dass ausdruck und gesicht nicht gut erfasst wirken, setzt sich dieser eindruck bei mir in allen elementen fort. ich finds ungünstig geschnitten. zu nah, zu groß, zuviel quadrate. format, gesicht, schärfe - unschärfeflächen. mehrere bilder dieser art nebeneinander würden diesen eindruck auflockern, deswegen meinte ich oben, alleine für sich vermisse ich eine interessante portraitwirkung.

    jens lotz schreibt: "Und das Aufgeweckte und Schelmische, was ich in dem Gesicht wahrnehme, wird durch das ausgeglichene Quadrat-Format, das durch die Gleichberechtigung der Bildränder symbolisiert wird, was sich neutral dem Motiv gegenüber gibt, eben nicht unterstützt."

    danke - dies beschreibt es sehr gut. so mancher portraitfotograf arbeitet fast ausschließlich mit mf 6x6 und wenn man sein werk mit der zeit studiert, sieht man das manche gesichter und momente ein spontaneres gut gestaltetes kb aus dem handgelenk verdient hätten. das alles nennt man auch die quadratur des rechteckes.

    nicht nazan
    recht.


    "wedick, gestern um 15:30 Uhr
    habt ihr euch mal euere Komentare durchgelesen?
    Bildbesprechung ist anders."

    eine frage an dich - hast du dir deinen kommentar mal durchgelesen?
  • Jens Lotz 03/22/2012 23:38

    @ Wolf und Harry
    Die Bemerkung mit dem " Ruhen", von dem man ja bei einem aufgeweckten Kind in diesem Alter nicht ausgeht, bezog sich nicht auf das Format, sondern auf die mittige Position des Gesichtes.
    @ Wolf:
    Und die Frage, ob die Formatwahl nur nach optischen Gesichtpunkten erfolgen soll um den Bildschnitt zu optimieren, beantworte ich für mich mit einem klaren Nein. Das Format selbst ist ein Gestaltungsmittel mit direktem Einfluss auf Motivwirkung und Bildaussage. Und das Aufgeweckte und Schelmische, was ich in dem Gesicht wahrnehme, wird durch das ausgeglichene Quadrat-Format, das durch die Gleichberechtigung der Bildränder symbolisiert wird, was sich neutral dem Motiv gegenüber gibt, eben nicht unterstützt. Ein grosser Vorteil des Quadrates, dass es durch seine Neutralität fast jedes Motiv darin umsetzbar macht, ist für mich ein Nachteil hier. Der jugendlichen Emotionalität und Spontanität täte hier viel besser ein Hochkant gut, da Hochkant einen aktiven Eindruck vermittelt, der zu diesem aufgeweckten Jungen passt und dieses dann auch unterstützt, mit viel stärker empfundener Nähe des Betrachters zum Portraitierten.
    Und was die Komposition angeht ,sehe ich es ja als klassisches Portrait , warum sollte ich da dem Fotografen eine andere Hintergrundgestaltung vorschlagen? Er wollte die totale Freistellung genau so und die reine Konzentration auf Ole, das akzeptiere ich einfach.
    LG jens
  • Clara Hase 03/22/2012 23:20

    ich hatte grad mit wolf drüber gesprochen -
    würde es nicht neben sich selbst hängen, sonder im gespann mit anderen kinderbildern in einer galerie
    ob das wirkung hätte oder eher nicht?

    im anzug mit rüsche täte mir jedenfalls kein kinderbild mehr gefallen
  • Thomas Bregulla 03/22/2012 22:53

    Um Missverständnissen vorzubeugen - mir gefällt das Bild, gerade wegen der knappen Schärfe - die Augen sind scharf genug abgebildet.