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Eckhard Meineke


Pro Member, Münster

Hafenkneipe

Münster, Stadthafen, 5. April 2009. Nikon F 100 mit Nikkor f/3,5-5,6 28-200 mm G auf Kodak Ektar 100. Scan: Nikon Coolscan V ED mit 3000 ppi (12 Megapixel). Bearbeitung: Ulead PhotoImpact X3. Tonwertkorrektur: Gamma 0,9. Kontrasterhöhung mit S-Kurve Eingabe 180 / Ausgabe 190. Nachschärfen des auflösungsreduzierten Bildes 20/100.

Donner's Hotel, Cuxhaven, den 31. Januar [1990]

Ich reise durch einen frostig-blassen Norden unter fahler Wintersonne; eben noch schwäbischer Barock, badisches Fachwerk – nun Hering mit Bratkartoffeln, Bier und Korn, Türgriffe in Form von Ankern und in den Schaufenstern Buddelschiffe statt Madonnen. Ein lustiger „Deutschland-Verschnitt“, diese ganze Reise, wenn mir lustig zumute wäre …

Typische Bizarrerie meines Lebens: an Nordmeerdeichen und windschiefen Krüppelkiefern fahre ich im Zug vorbei – aber redigiere ein Paul-Bowles-Manuskript („bin“ also in Marokko) bzw. lese als Vorbereitung der März-Reise ein Buch über Peru und die Lamas, Vecuñas und Indios!

Fritz J. Raddatz: Tagebücher. Jahre 1982-2001, 2. Auflage Reinbek bei Hamburg 2010, S. 334

http://www.youtube.com/watch?v=LFc3UhTTXxA&feature=related

Greifer
Greifer
Eckhard Meineke

Nordland V
Nordland V
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Flamme
Flamme
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Red & White
Red & White
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Abstürzen
Abstürzen
Eckhard Meineke

Das Wunder der Sprache (reloaded)
Das Wunder der Sprache (reloaded)
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Sailors
Sailors
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Von Tuten und Blasen
Von Tuten und Blasen
Eckhard Meineke

Reisende
Reisende
Eckhard Meineke

Comments 54

  • Eckhard Meineke 07/20/2014 13:17

    Ach, dem Fritz J. R. geht's doch gut ... Jaguar, eine Wohnung auf Sylt, genug Geld für geschmackvolle Kleidung und vorzügliches Essen .... aber er ist unglücklich, fühlt sich von der Literaturszene, zu der er gerne gehören möchte, nicht beachtet. Ein Paradigma, wie man's auch falsch machen kann im Leben. HG, E.
  • Eckhard Meineke 01/23/2011 20:28

    @ Gert: Lieber Gert, die Kommentare kannst Du problemlos unter dem Hauptbild schreiben. - Es ist doch immerhin schön, dass aus der Hafenkneipe so etwas Schönes wie der Tango kommt und nicht nur betrunkene Seebären dort hinaus wanken. ;-). Eckhard
  • Gert Rehn 01/23/2011 10:06

    Dass der Tango in einer Hafenkneipe entstand, ist für mich neu, aber begreiflich, lieber Eckhard. Jedoch eben in anderen Breiten als in St.Pauli. Dort mag es zugegangen sein wie in der "Großen Freiheit Nr.7". Die Mentalität der Seeleute Richtung Argentinien unterscheidet sich sicher von deutschen (früheren) Seeleuten. Dass er dann hoffähig wurde für bürgerliche Lokale dort, hängt sicher mit der ähnlichen Grundstimmung der Menschen zusammen.
    Der Tango wird ja durchaus auch ambivalent beurteilt.
    Ein weites Feld...
    Aber zum Foto:
    Hier hat ein Profi gewirkt und zwar hervorragend, das wirkt natürlich für Kinder sehr anziehend und lustig.
    Auch mich heitert es auf, nach dem Blick aus dem Fenster in eine graue Winterlandschaft. vG Gert
    Nur schade, dass deine Serie keine Kommentare zulässt, da wäre ich auch etwas fleißiger ;-)
  • Eckhard Meineke 01/10/2011 19:28

    Ist das Sandra? ;-))) Eckhard
  • werner weis 01/09/2011 23:40



    doch-doch
    das Reale holt die Kunst oft ein:

  • Eckhard Meineke 11/23/2010 12:53

    Lieber Ali, den "Killroy" habe ich zum letzten Mal auf der Schule gesehen; fein, dass es ihn noch gibt ;-). Eckhard

    Ein Lächeln schenken (5)
    Ein Lächeln schenken (5)
    Eckhard Meineke

  • Ali Kusoglu 11/23/2010 7:40


    _______!!!//______
    ______( ô ô )_____
    ___ooO-(_)-Ooo___

    (`*•.¸ (`*•.¸ ¸.•*´) ¸.•*´)
    …..(*)Excellent(*)…..
    (¸.•*(¸.•*´¨¨¨¨`*•.¸)*•.¸)

    Ich wünsche dir noch ein angenehmes Tag
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    Liebe Grüße Kusoglu
  • Eckhard Meineke 11/21/2010 19:18

    Lieber Neydhart, so ist es. Komisch, dass ein bestimmter Hamburger bislang nicht den Weg dorthin fand ;-). Eckhard
  • Neydhart von Gmunden 11/21/2010 15:04

    Hier gehts zu wie einer Hafenkneipe: viele Menschen, viele Dialoge, viele Ansichten ......... Kurz: Community, im wahrsten Sinne des Wortes ....
  • Eckhard Meineke 11/18/2010 8:43

    Na ja, liebe Kerstin, eine Art Stapellauf ist das ja schon ;-). Eckhard
  • Kerstin Stolzenburg 11/18/2010 7:42

    ... weiß ich ja! War nur eine scherzhafte Bemerkung, weil ich mir das eben bildlich vorstellte. ;-))

    Kerstin
  • Eckhard Meineke 11/17/2010 22:22

    Liebe Kerstin, das ist nur ein Bild ;-). Eckhard

    Wasser des Lebens
    Wasser des Lebens
    Eckhard Meineke

  • Kerstin Stolzenburg 11/17/2010 18:49

    Lieber Eckhard, danke für die schöne Erwiderung! Ich werde sie heute abend noch in Ruhe und eingehender lesen.
    Die Fotofreundin wurde "zu Wasser gelassen"?!? Hmm, klingt ja sehr poetisch ... ;-)))))
    Kerstin
  • Eckhard Meineke 11/17/2010 9:06

    @ Carsten: Lieber Carsten, diese Erwiderung schreibe ich romantischerweise auf einem Apple Powerbook von 2001, das mich seinerzeit über 6000 Mark gekostet hat und kürzlich wieder mit einer neuen Festplatte zum Leben erweckt wurde. Nur damit Du nicht denkst, ich wäre eine schrecklich unpoetischer Typ. Dass nun aber der gute alte Joe Cocker seit Jahren die selben guten alten Songs gurgelt – zumindest aber im gleichen Tonfall – und wie andere auch ein bisschen davon lebt, dass man weiß, dass er einmal dem Alkohol verfallen war – oder gar Schlimmerem – ist das romantisch oder bereits Vermarktung? Ich weiß es nicht. Manche alt gewordenen Barden der Woodstock-Generation kann man besser ertragen als andere.

    Ansonsten: Tagebücher sollte man für sich schreiben ;-) und vor seinem mutmaßlichen Ableben vernichten ;-)). Dass das aber notorisch NICHT geschieht und dass die Betreffenden entweder selbst oder deren Erben oder später Wissenschaftler diese Dinge herausgegeben ... beschert der Menschheit oft Einblicke in die Wirklichkeit bestimmter Berufszweige, von der wir sonst nur den Schein kennen würden, nicht das Sein. Das ist ja gerade in Bezug auf den Literaturbetrieb so demaskierend, was Raddatz schreibt. Eben Hafenkneipe. Eckhard
  • Eckhard Meineke 11/17/2010 9:06

    Liebe Kerstin, die Hafenkneipe als literarischen Topos hast Du so beschrieben, wie ich ihn mir vorstellte, und auch die Literatur genannt, die mir dazu eingefallen wäre, vor allem die „Schatzinsel“, ein typisches Jugendbuch, das ich erstens in meiner Jugend gelesen und zweitens dann auch in einer durchaus kongenialen Verfilmung gesehen habe. Gegenüber diesem Buch mit seinem fiktiven Realitätsbezug ist natürlich Moers’ Roman mit einer Phantasiewelt als Schauplatz weniger für die Imagination einer Hafenkneipe geeignet, und vielleicht begegneten mir die Dreizehneinhalb Leben des Käpt’n Blaubär zu einer falschen Zeit in meinem Leben, was sie einstweilen damit bezahlen mussten, nur eingangs gelesen worden zu sein. ;-)

    Wie immer es sich mit realen Hafenkneipen verhalten hat, so waren sie gewiss weniger geheimnisvoll und verkommen als die imaginierten, wie der Roman ja auch stets weniger das wirkliche Leben wiedergibt als eine konzentrierte Geschichte eines besonderen Lebens sein will. Aber leider sind die meisten Leben nun einmal nichts Besonderes, ebenso wenig wie es ein Matrose auf einem Fischfangschiff oder einem Frachter ist, der auch sein Lebtag nichts Besonderes erleben dürfte als eben seine Arbeit. Ein Schatz wird nur einmal gesucht und gefunden oder nicht, der weiße Wal nur einmal gejagt. Und in einem ist der phantastische Roman „Moby Dick“ von Herman Melville ganz real, nämlich in der Schilderung der Szene, wie sich die Bürger von New Bedford, vor allem diejenigen, die einen Anteil an der „Pequod“ besitzen, vor dem Auslaufen des Schiffes im gemeinsamen Gottesdienst versammeln. Nach alldem wirst Du bereits ahnen, dass ich auch die „Fluch der Karibik“-Filme mit Johnny Depp nicht gerade für die besten mit diesem Schauspieler halte; da ist mir der Film „Die neun Pforten“ durchaus lieber. Natürlich habe ich als Kind auch die Geschichte von Klaus Störtebecker verschlungen und fand sie seinerzeit ganz romantisch. Letztens entdeckte ich dann im Maritimen Museum Hamburg seinen mutmaßlichen Schädel und erkannte wieder einmal, dass die Zeit der naiven Jugend doch „verdammt lang her“ ist.

    Natürlich hatte ich, als im vorigen Jahr das Bildensemble aufnahm, noch gar keine Idee davon, in welchen Zusammenhang ich es dereinst einmal bringen könnte. Es ist ja auch „Carfreitag“

    Carfreitag
    Carfreitag
    Eckhard Meineke


    dabei und „Gedanken fliegen lassen“,


    Gedanken fliegen lassen
    Gedanken fliegen lassen
    Eckhard Meineke


    das eher zur Thematik „Deutsche Einheit“ gestellt werden kann. Dann sollte „Nordland V“ das Hauptbild werden, und wie Du hatte ich die Assoziation, dass man gerade dieses Bild mit etwas Nordisch-Schwermütigem hätte verbinden können. Dass nun aber dieses von der harten Arbeit gezeichnete Schiff am selben Tag zu Wasser gelassen wurde wie eine bestimmte Fotofreundin, ist denn doch einer dieser verrückten Zufälle, die den Alltag gegen alle Erwartung stärker poetisieren, als man das vielleicht als rational denkender Mensch erwarten möchte, und einen daran gemahnen, jenseits des Erwartbaren sich auch einen Sinn für das Unerwartete zu bewahren.

    Die Landratte kann natürlich nicht wissen, was Seemannsgarn ist oder nicht. Und so gibt es die auf der rechten Seite angedeutete Riesenwelle oder Kaventsmann ebenso wie auch den Riesenkalmar; gelegentlich werden ja tote Exemplare dieser Tiefseewesen aus dem Wasser gezogen. Und über die Existenz von Tsunamis besteht auch kein Zweifel mehr nach diesen schrecklich naiven Urlaubsfilmen („Was ist DAS denn???“), über deren Urhebern Sekunden später das Wasser zusammenschlug.

    Auch das Einfangen, Zubereiten und Verspeisen von noch nicht flüggen Möwen ist keine abseitige oder historische Sache, sondern ganz real und aktuell; vor wenigen Tagen sah ich einen Bericht über eine Inselgruppe im hohen Norden, die Faröer, wo genau das getan wird! Die Küche soll danach zwei Tage lang nicht betretbar sein ... die Leute verputzen die Möwen gekocht und der Tran ist für sie eine Delikatesse!

    Nun, warum sollte es in der Umgebung von Häfen nicht auch Hafenkneipen geben ... wenn ich nicht irre, ist doch etwa das heutige Vergnügungsviertel St. Pauli in Hamburg aus solchen Verhältnissen erwachsen. Empirische Grundlagen fehlen mir da natürlich ;-).

    Die „Belegschaft“ einer „Hafenkneipe“ als Modell für jedwede Agglomeration von Menschen zu nehmen, wie ja ohnehin die Tiere für uns Menschen stehen wie in der „Animal Farm“, liegt natürlich nahe. Soziologische Strukturen, wie sie sich da zeigen, werden in ähnlicher oder sublimierter Form auch anderswo beobachtet, ob das nun im feinen Hotel & Restaurant ‚Mövenpick’ ist oder in einem Gremium einer Partei, eines Wirtschaftsunternehmens oder einer wissenschaftlichen Institution ;-)). Oder in der Tat auch in den supraregionalen und sogar supranationalen Kommunikationsgemeinschaften auf Internetbasis; vielleicht findet man da eher eine Flamme als der alte Seebär in der Hafenkneipe, eine, die auch länger brennt als eine Zigarettenlänge.

    Dass der Tango ausgerechnet in einer Hafenkneipe entstanden ist, wusste ich noch gar nicht ... aber richtig, wo sollte er SONST entstanden sein?

    Nun, gottlob ist das Reisen, zu dem einige von uns aus beruflichen Gründen gezwungen werden, weniger aufregend; das ist ja auch nicht schlecht. Eigentlich will ich in der Bahn auch keine Abenteuer erleben. Und man übersteht das Ganze um so besser, wenn man während zuweilen langer Zugfahrten sich aus der realen Umwelt in die fiktive des Romans flüchten kann. Natürlich taugt auch wissenschaftliche Arbeit dazu. Insofern ist man dann geistig gar nicht dort unterwegs, wo man es materialiter ist, wie es Fritz J. Raddatz trefflich beschreibt. So geht es mir auf meinen Reisen auch, zumal es ja immer der gleiche Weg ist.

    Wie aber haben die Seeleute früherer Zeiten die monatelangen Fahrten auf hoher See überstanden, ohne die Segnungen unserer modernen Kommunikationsgesellschaft? Es liegt doch nahe, dass die Poetisierung des Denkens dort am größten sein könnte, wo der Alltag am entbehrungsreichsten ist. Oder die religiöse Überzeugung am tiefsten. Wie etwa die famosen Bergleute in Chile die 17 Tage bis zum ersten Kontakt mit der Außenwelt 600 Meter über ihnen überstanden haben, ohne verrückt zu werden.

    Die Bahnhofsgaststätte kann leider nicht als Modell für die Hafenkneipe dienen ;-)), denn dort hatte die Poesie niemals einen Ort. Aber das Reisen selbst hat mitunter Poesie, und ohne die Trennung gäbe es ja auch keine wunderbare Ballade wie „Wish you were here“.

    Abfahrt auf Gleis 10
    Abfahrt auf Gleis 10
    Eckhard Meineke


    Eckhard