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Grüne Flussjungfer (Ophigomphus cecilia)

Grüne Flussjungfer (Ophigomphus cecilia)

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World Member, Franken

Grüne Flussjungfer (Ophigomphus cecilia)

Ich bin ganz stolz in diesem Sommer erstmals eine erwischt zu haben.
Hier ein Weibchen, besonderes Kennzeichen sind die deutlich gezähnten Höcker am Kopfhinterrand.
Diese bei uns stark gefährdete Libelle kommt nur noch an wenigen, sehr sauberen Fließgewässern vor.
Die kräftig gebaute Art besitzt eine Flügelspanne von 6,5 bis 7,5 cm und eine Körperlänge von etwa 5 cm. Ihre Brust ist lindgrün gefärbt, wodurch sie sich leicht von anderen Flussjungfern unterscheiden lässt. Der Hinterleib trägt, wie bei den anderen Arten der Gattung auch, eine typische gelb-schwarze Zeichnung.

In erster Linie besiedeln die Libellen Fließgewässer des Tieflandes und der Ebene. Der ideale Habitattyp ist meist ein kleinerer, beschatteter Waldbach mit sandigem Grund und sauberem Wasser. Die Larven leben in unterschiedlichen, auch gröberen Sedimenten, jedoch meiden sie schlammige Bereiche.

Die Grüne Flussjungfer ist stark auf naturnahe und nur wenig mit Schadstoffen belastete Fließgewässer angewiesen. Aus diesem Grund sind die Tiere nach 1950 aus weiten Teilen Mitteleuropas verschwunden. Neben Schad- und Nährstoffeinleitungen sind wasserbauliche Maßnahmen wie Begradigung, Uferbefestigung sowie Ausbaggerungen von Sediment zur verbesserten Schiffbarkeit die Hauptgefährdungsfaktoren.
Die Grüne Flussjungfer steht auf der Roten Liste und gilt in Deutschland und in Bayern als "stark gefährdet" (Kategorie 2), zudem ist sie eine Art der FFH-Richtlinie (Anhang II). D.h. für sie sind europäische Schutzgebiete eingerichtet worden (Natura 2000).
Sie gilt in Europa mit zu den gefährdetsten Libellenarten und ist durch diese FFH-Richtlinie besonders geschützt.

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