This website uses cookies to access various functions, personalize its advertising, and analyze traffic.
Use of this website implies agreement with our use of cookies.   More information   OK

What's new?

De Wolli


Free Member, Plettenberg

2000 Watt

Es hat hier schon heiße Diskussionen gegeben, ob man Hunde und Katzen blitzen darf, und wenn ja, ob es schädlich ist oder nicht.
Da ich neugierig bin und einen Augenarzt zum Freund habe, habe ich mich mal erkundigt. Er sagt ganz klar: "Nein". Zu kurze Exposition, keine Schädigung möglich.
Nun gut, er ist kein Veterinär, also auf zum Tierarzt, gleiche Frage, gleiche Antwort. Kein Problem. Der Hund vom Tierarzt müsste vor lauter Fotos schon einen Blindenhund haben, wäre es schädlich, so oft wurde er schon geblitzt. Katzen wären empfindlicher, aber schädlich? Auch nicht.
Etwas unangenehm könnte es dem Tier wohl sein, so der Tenor, ein Nachleuchten, als wenn unsereins lange in eine Lampe schaut, aber ansonsten kein wirklich gesundheitliches Problem. Wenn der Goldhamster zur Panik neigt, Blitz gegen die Decke richten. Basta.
Bolle hat da eine ganz eigene Meinung: Die besten Geruchspuren finden sich auf den Mammutscheinwerfern, die unsere Kirche nachts anleuchten. Da kann man sich so richtig lange aufhalten. Ich kriege ihn da kaum weg. Und er zwinkert nicht einmal.
Was sagt man dazu??????
Sind Katzen anders???? Sind Blitzer nun Tierquäler? Und ist Tante Gerda nun auch zu schonen? Was ist mit dem Baby von Gabriele?
Halte ich den Hühnern nun die Augen zu, wenn ein Auto in den Stall leuchtet?

Comments 37

  • Sir Tobys diario 2007 11/05/2007 12:18

    Sorry, Pfotenabdruck wurde verschluckt, also nochmal:
    Bin gegen das Blitzen bei NAHaufnahmen, auch bei
    Fischen U/W .... Kommt fuer mich nicht in Frage ...,
    egal, was andere sagen ... *lg, i.A. Miriam (Vet.-Klin.)
  • Reiner Be Punkt 01/12/2006 11:04

    Zu Insekten fällt mir auch noch was ein: ein Gutteil der Insekten nimmt UV als sichtbares Licht wahr (z.B. Bienen), weshalb recht viele Blüten "UV-Male" auf ihren Einflugschneisen haben. Das mag einer der Gründe sein, weshalb die Biester auf Blitze so gelassen reagieren (wenn da überhaupt ein nennenswerter UV-Anteil drin ist).
  • Willy Brüchle 01/12/2006 8:50

    Zu Insekten: Fliegen habe ich schon bei Makro geblitzt, und sie sind danach fortgeflogen, ohne orientierungslos zu scheinen. MfG, w.b.
  • Martin Grimm 01/12/2006 6:52

    Hallo,

    wer ist eigentlich jemals auf die Idee gekommen, ein Photoblitz könnte Tieraugen - egal welcher Art, Netzhautablösung bei Katzen, Erblindung bei Fischen usw. - schädigen? Dann wären die meisten Tiere schon vor dem ersten Photo blind. Die Lichtexposition während eines hellen Sommertages ist deutlich höher als die eines LZ-58-Blitzes. Und die wenigsten benutzen Blitze in diesem Stärkebereich, um ihre Tiere, die direkt vor der Kamera sitzen, abzulichten.
    Schweißlampen schädigen auch nur deshalb, weil die Lichtexposition länger anhält. Wenn man auf der Straße, selbst aus näherer Entfernung, einmal für 1/100 Sekunden in eine Schweißlampe schaut passiert überhaupt nichts. Paracelsus hat einmal etwas über die Dosis gesagt. Das passt auch bei Licht:).

    Grüße, Martin.
  • De Wolli 01/11/2006 21:07

    @Gabi: ich hab nicht die geringste Ahnung, ob Insekten da ebenso empfindlich sind wie Säugetiere. Da es bei UV-Schäden aber meist Langzeitschäden sind, zumindest bei Menschen (siehe eingebrannte Sonnenbilder bei Sonnenfinsternisbetrachtung mit ungenügendem Sonnenschutz oder Glasbläserstar), denke ich, dass sich das UV-Problem bei Insekten nicht stellt, weil sie einfach nicht lange genug leben.
    Was die Blendung angeht kann ich mir auch keine größeren Empfindlichkeiten vorstellen, weiß es aber nicht wirklich genau. Wir haben ja den Lidschlagreflex bei Blendung, Insekten ja nun nicht.
    Wenn ein Tier erschrickt, weil es angeblitzt wird, ist das wohl so zu sehen, wie es einige Vorredner schon angeschnitten haben. Ist es dem Tier sichtlich unangenehm, sollte man es besser ganz lassen.

    Deinen letzten Satz werde ich mir aber, wie auch den von Elisabeth (die Jugendlichen in der Disco) zu Herzen nehmen. Ein Hund kennt unsere Gefahren nicht, also muss ich für ihn denken.
  • De Kludi 01/11/2006 19:46

    schön daß du das thema aufgenommen hast
  • Werner y Schneider 01/11/2006 17:15

    Hochinteressant --- jaja, diese betulichen Pseudotierfreunde.
    Sicher werden durch direktes Blitzlicht Mensch und Tier irritiert, das allein schon macht das Foto kaputt.
    Darüber hinaus erschlägt direkter Blitz die Konturen, macht harte Schlagschatten, ist eigentlich fast immer die miesest mögliche Beleuchtung. Außer man hellt im Freien auf.
    Sonst blitze ich IMMER über die Decke oder die vorgehaltene Hand oder einen weißen Karton, schon allein aus rein lichttechnischen Gründen.
  • Thomas Ramackers 01/11/2006 16:36

    Kann euch mal was aus eigener Erfahrung sagen ....
    also Reptilien reagieren sehr stark auf Blitz .....
    Sie zucken regelrecht zusammen wenn sie geblitzt werden..... Ob es schädlich für sie ist weiß ich nicht ..... habe mir deshalb angewöhnt Reptilien und generell alle Tiere nur noch indirekt zu blitzen ..... habe bemerkt das dann z. B Reptilien es gar nicht so Richtig bemerken :)....

    LG Thomas
  • Jacqueline Wunderlich 01/11/2006 15:24

    Schöne Aufnahme + toller Text!
    LG JW
  • Gabi GT 01/11/2006 14:07

    hab mich hier erst mal durchgeackert und schmeiß mal ein paar fragen dazu...
    wenn wir in einen schweißblitz schauen,schädigen wir unsere netzhaut,beim blitzlicht einer kamera passiert nix.das gleiche gilt offensichtlich auch für andere säugetiere.was aber bei insektenaugen ? sind die schon genügend untersucht um eine schädigung auszuschließen ?
    nehmen wir mal an,es schädigt sie nicht,es blendet sie nur und erschrickt sie...bringen wir sie damit nicht auch in gefahr ? beispiel:ein "geblendeter" vogel fliegt voller panik gegen eine scheibe oder einen pfahl...nachbars katze rennt vor schreck vor ein auto...
    klar sind das extrembeispiele,sie sollen ja auch nur ein denkanstoß sein.wenn man nämlich einer katze klappernde dosen an den schwanz bindet,schädigt man damit den schwanz auch nicht....oder?ok,der vergleich hinkt,aber ich denke ihr wißt wie ich das meine...
    meine meinung dazu ist :ich halte "blitzer" nicht für tierquäler,blitze selber aber nur im notfall,weil mir mit blitz gemachte bilder nicht gefallen.ich mag die farben und die harten schatten darauf nicht.
    zu bolle:auch tiere wissen nicht unbedingt immer was schädlich für sie ist...
    LG
    gabi
  • De Wolli 01/11/2006 11:41

    Leider nein, das ist aber eine Frage wert.
    Allerdings denke ich, dass die extrem kurzen Blitzzeiten hier das Problem im Einzelfall gegen null reduzieren dürften. Ganz auszuschließen ist es aber bei Massenblitzen sicher auch nicht.
    Denk mal an Austellungen, in denen kostbare Ausstellungsstücke nicht geblitzt werden dürfen, weil sie ansonsten langfristig ausbleichen.
    Aber auch hier wird die Masse den Ausschlag geben.
    Denn da fände sicher, wäre es erlaubt, ein Dauerfeuer statt.
  • Reiner Be Punkt 01/11/2006 11:34

    Weißt Du was über den UV-Anteil von Blitzleuchten? Darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht und auch noch nichts gefunden.
  • De Wolli 01/11/2006 11:22

    Ein bislang unberücksichtigter Aspekt ist mir gerade bezüglich des Scheinwerfers, in den der Bolle da so arglos schaut, noch in den Sinn gekommen.
    Was ist mit dem UV-Licht -Anteil? Blendung ist eine Sache, aber das schädlichere UV-Licht ist unsichtbar und kann bei entsprechender Einwirkung Schäden an Menschen- und Tieraugen und Gegenständen verursachen, ohne dass es sofort auffällt.
    Also habe ich gerade einen Lampenspezialisten angerufen, der mir erklärte, dass diese Art von Lampen vom Leuchtmittel her 90% des UV-Anteils schlucken, die Scheibe nimmt noch einmal 4-6% heraus. Natürlich macht man das nicht, um Tieraugen zu schonen, sondern um Materialverschleiß bei Textilien o.ä. zu vermeiden.
    Der optische Apparat von Tier und Menschenaugen schluckt übrigens auch eine Menge UV-Licht, logisch, denn im Sonnenlicht ist auch ein erheblicher Anteil versteckt. Künstliche Linsen von Katarakt-Patienten (grauer Star) werden inzwischen ausschließlich aus UV-absorbierendem Material gefertigt.
    Also unter dem Strich stimmt es auch hier wohl, dass es auf die Menge der Strahlung ankommt und auf die Dauer.
    Ich denke mal, dass ich den Bolle in Zukunft trotzdem von diesen Strahlern fernzuhalten versuchen werde, aber nicht in Panik geraten, wenn er meint, da hineinsehen zu müssen.
  • Reiner Be Punkt 01/11/2006 10:34

    Da ich mal wieder zu spät komme, aber jetzt jede Anmerkung durchgelesen habe, komme ich zu dem Fazit, daß
    a) das Anblitzen von Tieren keine gesundheitlichen Schäden nach sich zieht,
    b) es dennoch Streß verursachen kann und möglichst zu vermeiden ist und
    c) die Tiere idividuell darauf reagieren

    Aus eigener Erfahrung kann ich noch hinzufügen, daß
    a) meine zwei Katzen auf Blitzen (allerdings nur Winzblitz meiner Hosentaschenkamera) mit gelassener Verachtung reagieren und sich nicht stören lassen und
    b) mir persönlich ein Kamerablitz wenig ausmacht, auch wenn er in meine Augen geht,
    c) ich dagegen schnelle Blitz- oder Lichtfolgen (Stroboskop, Blaulicht) nicht ausstehen kann und mich abwenden muß. Denn auch Menschen reagieren wohl individuell.

    Interessantes Thema!
    Viele Grüße - Reiner.
  • Willy Brüchle 01/11/2006 10:29

    Im zarten Alter von 11 oder 12 hatte ich zu Silvester mal Blitzlichtpulver gemischt (damals konnte man in der Drogerie noch Magnesium- Pulver kaufen) und hatte nach dem Feuerwerk noch eine Streichholzschachtel Pulver übrig, aber keine Zündschnur mehr. Dann kam ich auf die Idee, einfach ein Streichholz reinfallen zu lassen, musste aber dabei hinsehen. Danach war ich für etwa 10 Minuten blind; danach kam langsam von aussen wieder der erste Seh- Eindruck. Es dauert halt, bis sich der Sehpurpur wieder nachbildet. Nicht umsonst werden Blendgranaten auch militärisch eingesetzt. Für mich waren es jedenfalls mehr als 10 qualvolle Minuten in denen ich nicht wusste, ob ich blind bleibe. Wie so oft: Die Menge machts. Ein Blitzlicht aus ein paar Metern eingesetzt macht keinen Schaden, aber lege mal ein Blitzlicht mit Leitzahl 50 auf eine wenig feuchte dunkle Hose und Blitze. Du wirst nicht nur die Hitze spüren, sondern kannst auch Dampf aufsteigen sehen.. MfG, w.b.
  • Theresa Rossi 01/11/2006 10:12

    Hmmmh, hab ja auch ein paar wenige Blitzfotos von unserem Hund; kann nicht sagen, dass ich dabei aussergewöhnliche Reaktionen bei ihm festgestellt habe.
    Er hält es immer so: Zücke ich die Kamera, kommt er angeflitzt, weil er weiss, dann geht es meist in den Garten, richte ich sie auf ihn, dreht er ab (neeiiiin, lass mich bloss in Ruhe!!) ;-).
    LG Theresa
  • Janine Sch. 01/11/2006 9:13

    Vielen Dank für die Recherche...sehr informativ.
    Und Bolle als "leuchtendes" Beispiel.
    lg Janine
  • Rolf Pessel 01/11/2006 9:03

    Die Lichtsituation hast Du gut hingekriegt und dazu eine riesige Diskussion gestartet.
    Meine Meinung ist, dass ich auf die Reaktion des Tieres achte. Hund oder Katze zeigen mir, ob sie es akzeptieren (von mögen, mag ich hier nicht sprechen) oder nicht.
    LG Rolf
  • Ralph Budke 01/11/2006 8:57

    Wolfgang,
    dann ist er vielleicht schon Blind….
    Aber mal Scherz bei Seite unseren Hund
    hat es bis jetzt auch nichts gemacht wenn er geblitzt wurde.
    L.G Ralph
  • Frank Melech 01/11/2006 7:06

    Sehr interessantes Thema mit beispielhaften Foto :-)
    Genau wie es Gee Eff schon sagte, jedes Tier spürt eine Gefahr für Leib und Seele schon im Ansatz und würde bei solcher auf der Stelle davon laufen. Bis jetzt ist mir beim blitzen aber noch keins davon gerannt.
    LG Frank
  • R + G Team Dülmen 01/11/2006 6:35

    zum foto.....
    sehr interessant......
    auch zu den kommentaren....
    und deiner ausführung....
    lg...günter
  • Gee Eff 01/11/2006 1:02

    diese diskussion wird merkwürdigerweise nur bei den tierfotografen geführt, nicht in der portrait - oder aktsektion - mich wundert das in der tat sehr. gerade tiere reagieren doch i.d.r. mit fluchtverhalten, wenn ihnen etwas nicht passt - wissen das die tierschützer nicht ? und an der reaktion ist dann eindeutig abzulesen, was man evtl. zu unterlassen hat. wer ist denn so dump, mit blitzlichtgewitter in einen hühnerstall zu halten, wenn die tiere beginnen, sich zurück zu ziehen ? bin ich zu naiv, wenn ich das voraussetze? ich bin bisher nicht eine sekunde auf den gedanken gekommen, dass die hier gezeigten tiere allein durch das fotografiert-werden bleibende schäden erleiden könnten.
    und wenn ich sehe, dass bolle trotz cam ruhig in seinem sessel schläft, beginne ich auch nicht damit, mir überflüssige sorgen um ihn zu machen. dem ging es wohl in seinem leben nie besser als jetzt, wo er doch eine ganze familie innerhalb kürzester zeit in seinem sinn gedrillt hat *g*
  • Martina Sch. 01/11/2006 0:59

    Also - ICH würde meine feuchte Hundnase bei diesen Temperaturen auch gern mal an so eine schöne, warme Lampe halten (in gebührendem Abstand natürlich)
    Zum anderen Thema: Es gibt immer Menschen die meinen sie wüssten alles besser als die Fachleute und man MUSS ja auch nicht unbedingt anblitzen. Bei Ben, wenn ich blitze, lege ich ein Tempotuch über den Blitz, dann ist es immer noch hell, aber es wird wohl auch nicht Schaden das mal nicht zu machen.
    Er hat allerdings auch nix gegen einen Blitz, er zuckt micht, dreht sich nicht weg oder läuft gar davon. Im Gegenteil, er schnuppert dran und findet dieses seltsame Teil recht interessant und untersuchenswert.
    Bei Katzen oder anderen sehr lichtempfindlichen Tieren sollte man aber schon noch mehr aufpassen.
    Aber bitte - alles in Maßen und mit Sinn und Verstand.
    Dann ist der richtige Umgang sicher gwährleistet.
    LG M.
  • Helmut Fleischhauer 01/11/2006 0:46

    Endlich ist der Nachweis ( durch Bolle ) erbracht worden, dass Geruch wichtiger ist als Sehen.
    Ist doch ein gefügeltes Wort, dass man z.B. 'einen nicht riechen kann'. Muss ja irgendeinen Grund haben
    ;-)
    Nun der ernsthaftere Teil: Denke, die Empfindlichkeit gegen Helligkeit ist unterschiedlich stark ausgeprägt und Unwohlsein wird sofort signalisiert. Dann sollte man deutlich zurückhaltender sein ( z.B. Nachtjäger sind generell lichtempfindlicher).
    LG Helmut
  • Karin Mohr 01/11/2006 0:34

    Bestimmt ein wichtiges Thema für die fc!
    Es wird ja hier jeder der Tiequälerei verdächtigt, der bei ungünstigen Lichtverhältnissen den Blitz benutzt.
    Ich weiß nur, dass es Katzen unangenehm ist, angeblitzt zu werden und benutze dehalb den indirekten, gegen die Decke gerichteten Blitz, wenn es sein muss.
    Es hat sich noch keine beschwert, und ich konnte auch keine Abwehr- oder Unmutsreaktionen bemerken.
    Dass den Katzen das Blitzen unangenehm ist, erklärt sich sicher aus der hohen Empfindlichkeit ihrer Augen, die ja bekanntlich auch im Dunklen mit dem allergeringsten Restlicht noch sehen können.
    Ansonsten sollte man selbstverständlich bei der Tierfotografie möglichst alles vermeiden, was ihnen durch ihre besonderen Sinnesorgane oder andere Dispositionen unangenehm ist.
    Gruß Karin

Tags

Information

Category Nature
Folders 2
Clicks 2,942
Published
License

Public favourites 1