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Landschaftspark Nord, Duisburg* by Stefanie Gründel

Landschaftspark Nord, Duisburg*


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8.12.2010 at 7:34h
, License: All pictures © by the senders.
Hier haben wir mal ein Bild bei Tag und in Schwar-Weiß vom Landschaftspark Duisburg. Hiermit möchte ich euch nach Nachtaufnahmen und strahlenden Frühling noch eine andere Facette dieses tollen Industriepark zeigen.


Industriegeschichte

Der Duisburger Norden zählt zu den Gebieten im Revier, die erst in der Phase der Hochindustrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts durch die Montanindustrie aus dem Dornröschenschlaf einer ländlichen Idylle gerissen wurden. Mit der Nordwanderung der Industrie aus dem Ruhrtal heraus begann die Veränderung einer Landschaft, die von ihrer ursprünglichen Gestalt heute nichts mehr erkennen lässt.

In Meiderich lässt August Thyssen ab 1901 die Aktiengesellschaft für Hüttenbetrieb ein Hochofenwerk bauen, das in unmittelbarer Nähe seiner bereits früher erworbenen Kohlefelder liegt. Damit ist die Voraussetzung für den notwendigen Verbund von Kohle und Eisen geschaffen, sinnfällig demonstriert durch eine Hängeseilbahn, die den Koks von der benachbarten Kokerei Friedrich Thyssen 4/8 direkt zu den fünf Meidericher Hochöfen transportiert. Bis zur Stilllegung des Werkes im Jahr 1985, als Überkapazitäten auf dem europäischen Stahlmarkt abgebaut werden müssen, produziert das Werk Roheisen, in der Regel als Vorprodukt für die Weiterverarbeitung in den Thyssen`schen Stahlwerken.

Nach dem Rückzug der Eisenproduktion bleibt eine Industriebrache von über 200 Hektar zurück, die einer neuen Nutzung harrt. Nur noch stumme stählerne Zeugen erinnern an Stätten schwerer menschlicher Arbeit, aber auch an bedeutsame Epochen der Architekturgeschichte. Mit großem Engagement interessierter Bürger und Bürgerinnen kann der drohende Abriss der Industrieanlage gestoppt werden. Als Projekt der Internationalen Bauausstellung IBA Emscherpark entstand 1990 – 1999 zwischen den Stadtteilen Meiderich und Hamborn ein Park neuen Typs, der wildgewachsene Vegetation und die Industriebauten des Hüttenwerks inzwischen miteinander verbindet. Taucher nutzen den mit 20.000 Kubikmeter Wasser gefüllten Gasometer als Trainingszentrum, und der Deutsche Alpenverein baut einen Teil der Erzbunkeranlage zu einem Klettergarten aus. Eine von der Stadt Duisburg eingesetzte Betriebsgesellschaft, steuert bis heute die weitere Entwicklung des Projektes.

Comments:

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Jimi Fuendrix, 8.12.2010 at 8:04h

Ich mag solche Motive, aber der Rahmen passt nicht. Ist die Frage, ob ein Rahmen überhaupt zu so einem Motiv passt.


i-mag-ination, 8.12.2010 at 11:01h

In sw kommt das supergut und wirkt interessanter als in einer Farb-Variante! Ich teile die Rahmen-Ablehnung nicht so ganz, denn er gibt dem ganzen ein etwas nostalgisches Flair, was in diesem Falle zu der alten Anlage passt.
LG
mag



g.j., 8.12.2010 at 13:09h

interessantes motiv, kommt sehr gut rüber in s/w.....tja, rahmen sind geschmacksache - wenn überhaupt, hätte ich nur einen dünnen, weissen rahmen gemacht.
lg, gerti



picture-e, 8.12.2010 at 17:49h

industriekulissen sind in sw die beste wahl. sie zeigen die meist marode Arbeitswelt längst vergangener Tage. die rahmenwahl wirst du sicherlich bei längerem hinsehen überdenken lg e


Putty, 8.12.2010 at 19:10h

eine interessante und ansprechende Doku mit guten Infos. Wird interessant sein, wie es sich weiterentwickelt.
Gruß Putty



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