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17.12.2008) Stellungnahme des GDT-Vorstandes zu den Teilnahmebedingungen des Wettbewerbs „GDT Naturfotograf des Jahres 2009“
Ab dem Jahr 2009 ist es für die Teilnahme am Wettbewerb „GDT Naturfotograf des Jahres“ erforderlich, dass die eingereichten digitalen Bilder im RAW-Format aufgenommen wurden. Die Teilnahmebedingungen sind insoweit deckungsgleich mit dem Wettbewerb „Europäischer Naturfotograf des Jahres“.
Diese Änderungen der Teilnahmebedingungen waren erforderlich, da in den letzten Jahren in international renommierten Naturfotowettbewerben nachweislich digital manipulierte Bilder prämiert wurden. Es handelte sich hierbei nicht um Einzelfälle, auch bei den GDT-Wettbewerben wurden digital manipulierte Bilder eingereicht, welche im Rahmen unserer intensiven Kontrollen vom Wettbewerb ausgeschlossen wurden. Die entdeckten Manipulationen waren hierbei von einem auch für uns erschreckenden Ausmaß und reichten vom Löschen des gesamten Hintergrundes bis hin zum Entfernen und Hinzufügen ganzer Objekte. Letztlich ist eine sichere Kontrolle hinsichtlich digitaler Manipulation nach dem heutigen Stand der Technik nur möglich, wenn die RAW-Datei vorgelegt wird.
Wir haben großes Verständnis für den Unmut ehrlicher Fotografen, die ausschließlich im JPG-Format fotografiert haben und nun faktisch von der Teilnahme an unserem Wettbewerb ausgeschlossen sind. Jedoch weisen wir darauf hin, dass dies nicht nur für die Wettbewerbe der GDT gilt, sondern dass sämtliche renommierten Naturfotowettbewerbe in der Zwischenzeit Aufnahmen im RAW-Format verlangen.
Die GDT steht für authentische Naturfotografie und wir sehen es als unsere Verpflichtung an, zu gewährleisten, dass in unseren Wettbewerben weiterhin keine massiv digital manipulierten Aufnahmen prämiert werden, dies würde dem Ansehen der Naturfotografie erheblichen Schaden zufügen.
Ist echt interessant und schon lange fällig, die Manipulationen auch im Naturbereich nehmen immer mehr zu. Nehme an, dass der "Verwackler" hier bewußt eingesetzt wurde.
LG Matthias
Verwackelt ist es so meine ich, Nicht . Es ist ein natürliches Foto mit einer Tv (Verschlusszeit)1/15 sek. bei Iso200. auf circa 60% geschnitten und zu sehr scharfgezeichnet grrrr.
Finde die Bewegungsunschärfe auch ohne Schärfepunkt reizvoll, da das Wühlen Imho gut zum tragen kommmt.
Die Vorgehensweise des GDT finde ich auch richtig und man könnte sich hier auch eine Scheibe davon abschneiden da zum Großteil nicht darauf hingewiesen wird wie ein Bild verändert wurde.
Die Seite auf die Erich verweist könnte dem ein oder anderem hier auch gut zu Gesicht stehen.
So ist es nun einmal, in allen Bereichen des täglichen Lebens gibt es Regeln, die beachtet
werden sollten, um ein gutes ausgewogenes Miteinander zu gewährleisten.
Verhaltensregeln für Naturfotografen
nach BVNF, Belgische Naturfotografenvereinigung
www.bvnf.be
Der Naturfotograf darf unter keinen Umständen das Leben von Pflanzen oder Tieren
gefährden oder sie in ihrer Lebensweise stören. Die Existenz und das Wohlbefinden
eines Geschöpfes und seines Lebensraumes sind weit wichtiger als jedes Bild.
(Das sehen leider nicht alle Naturfotografen so!)
1. Beachten Sie in jedem Fall die gesetzlichen Naturschutzbestimmungen.
2. Machen Sie Bilder von Motiven nur in deren natürlichen Umgebung. Das Pflücken von
Blumen oder das Jagen von Tieren nur um des Fotografierens willen ist völlig
unakzeptabel.
3. Macht man Aufnahmen, so sollten das Objekt und seine Umgebung nicht verändert
werden und man sollte mit größter Sorgfalt darauf achten, den natürlichen Schutz des
Objekts nicht z zerstören bzw. Fluchtdistanzen nicht zu unterschreiten. Besondere
Vorsicht und Zurückhaltung ist beim Gebrauch von Blitzlicht anzuwenden.
4. Es wird davon abgeraten, Vögel in der Nähe ihres Nestes zu fotografieren.
5. Die Störung futtersuchender Tiere oder von Tieren, die ihre Jungen füttern, ist auf
jeden Fall zu vermeiden.
6. Sammel-, Schlaf- oder Ruheplätze sollen keinesfalls gestört werden.
7. Generell sollte jede Beeinflussung der natürlichen Lebensbedingungen vermieden
werden. Verzichten Sie deshalb möglichst auf Lockmittel wie das Abspielen von
Vogelstimmen oder das Anfüttern* von Tieren. Im Zweifel halten Sie Rücksprache mit
örtlichen Naturschutzbehörden.
8. Die Manipulation von Tieren (z.B. halten oder bewegen) oder Pflanzen (z.B. drücken)
ist meistens unpassend, oft geht es auch anders und mitunter ist es völlig inakzeptabel.
Wenn Bilder nur unter solchen manipulierten Bedingungen aufgenommen werden
können, können Sie getrost auf eine bessere Möglichkeit warten.
* Hierbei verstehe ich persönlich nicht so recht, weshalb einige langjährige Naturfoto-
profis in einschlägiger Naturfoto Lektüre, groß und breit ihre “anfütterungsstrategien”
kundtun? Um zum Beispiel Fisch- und Seeadler vor die Linse zu locken!
Nun, nicht jeder nimmt Verhaltensregeln wahr und setzt das Bild vor dem Wohl der Tiere.
Die Regelung für Naturidentische Aufnahmen in dem Fall finde ich richtig!
Ich habe selbst nichts gegen Fotomontagen oder bearbeiteten Bildern. Dienen sie doch dazu, die Aufmerksamkeit auf etwas zu setzen und somit eine Aussage im Bild zu schaffen.
Aber wenn es um solche ausdrücklichen Projekte geht, dann ist Authentizität gefragt.
Lieben Gruß......Elke