
Kallmünz ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Regensburg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Kallmünz.
Auf einem Felsvorsprung befinden sich die Ruinen einer alten Burg. Über die Naab führt die spätmittelalterliche Steinerne Brücke (1500 bis 1508 erbaut), die im 18. Jahrhundert durch einen Eisgang beschädigt wurde. Das malerische, mittelalterliche Ortsbild wird durch alte Häuser geprägt, die unter einem Felsvorsprung an den Burgfels gebaut sind. Aufgrund seiner Lage zwischen zwei Flüssen und dem steil aufragenden Burgberg wird der Ortskern regelmäßig von Überflutungen heimgesucht. Die Maler Wassily Kandinsky und Gabriele Münter wurden hier während der Sommerfrische 1903 zu einem Paar. Der Ort ist seither ein Anziehungspunkt für eine kleine Künstlerkolonie.
Eine aus keltischer Zeit stammende, ausgedehnte vorgeschichtliche Anlage (ca. 50 ha) belegt mit Siedlungszeugnissen aller Perioden die Attraktivität dieses Felssporns zwischen Naab- und Vilstal.
Vor der Burgruine ragt der aus dem frühen Mittelalter (um 900) stammende Abschnittswall („Ungarnwall“) auf, der eine große Fluchtburg schützte und der Bevölkerung der Umgebung bei den Ungarneinfällen als Rückzugspunkt diente.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde Kallmünz in einer Urkunde des Bischofs Wolfgang im Jahre 983. 1271 ist ein bayerischer Ministerialer namens Hugo von Kallmünz urkundlich feststellbar. Im Hausvertrag von Pavia 1329 wird die mittelalterliche Burg aber erstmalig als Besitz der Wittelsbacher genannt, sie ist aber möglicherweise erheblich älter.
Diese Burg wurde von Ludwig dem Bayern 1344 zunächst an Regensburg, später an Thüringen, sodann an Hessen verpfändet. Wenige Jahre danach gelangen wechselnde Zweige der Familie der Wittelsbacher (Pfalz, Oberbayern, Pfalz-Neuburg) wieder in den Besitz der Burg. Während des Landshuter Erbfolgekriegs setzten pfälzische Truppen die Burg 1504 in Brand.
Herzog Wolfgang Wilhelm (1578-1653) machte Kallmünz zur pfalz-neuburgischen Hauptmünzstätte.
Nach ihrem Wiederaufbau wurde die Burg im Dreißigjährigen Krieg erst von den kaiserlichen Truppen geplündert. Schwedische Truppen setzten sie 1641 in Brand und zerstörten sie endgültig.
Jeder, der in Kallmünz das Bürgerrecht hatte, durfte auch sein eigenes Bier brauen (Zeugl-Recht). Der bekannteste touristische Anziehungspunkt ist das „Haus ohne Dach“ in der Vilsgasse. Dies ist eine kleine Höhlenwohnung, deren Eingang mit einer Mauer mit Tür- und Fensteröffnungen verschlossen ist.
Ich liebe Kallmünz!
Da lohnt sich jederzeit ein Besuch außer Sonntags, da ist zu viel los! ,-)
Schönes Bild und umfangreiche Bildbeschreibung.
Lg Tino
ich kenn es leider net ;((
sehr schöner bildausschnitt und klasse schärfe.
lg majonn
Hii, nice shot.