Photo from the nude channelParticipation in the forumSell photosCreate more photo folders?Upload more photos?Gallery-votingShow usernameUpload more photos?Access to all language versions?If you are already a paying member you can use all the features of the fotocommunity from 4€ per month.
Die Lebenszeit von Mama war kurz und sie starb einen elenden, einen langsamen, auszehrenden Krebstod.
Und doch - war ihr Sterben von Würde begleitet, von klaglosem, wortlosen Annehmen, von der Zuversicht auch, dass es seine Ordnung hat mit diesem Sterben. Ich habe es nicht verstanden - damals - war nur zornig auf diesen nicht mehr funktionierenden Körper, der zu schwach war sich zu wehren und mich zwang, wieder und wieder zwang, mich mit der Endlichkeit auseinander zusetzen.
Lange nachdem Mama nicht mehr sprechen konnte, zeigte sie mir mit Gesten, dass sie ihre Beine aufstellen wollte, denn die Kraft dies alleine zu tun, war lange schon gewichen. Und wie oft habe ich diese schlaffen, müden Beine aufgestellt und festgehalten, ihre bleierne Schwere verflucht, wenn sie mir wieder und wieder aus den Händen glitten.
Und dann starb Mama, erschöpft, ausgelaugt, klein gemacht wie ein Kind hauchte sie ihren letzten Atem aus und ich war einfach nur froh. So froh, dass es vorbei war, dass ich dieses quälende Weniger Werden nicht mehr länger ansehen, nicht mehr aushalten musste und auch froh, dass der Tod so behutsam mit ihr umgegangen war, dass er sie durch "ihren Tunnel" führte. Jenen Tunnel von dem sie manchmal sprach, als Sprache noch möglich war und auf den ich niemals richtig eingegangen bin aus Furcht, aus Hilflosigkeit.
Auch ihren zaghaften Fragen nach einem Weiterleben bin ich immer ausgewichen, habe mich ihnen nie wirklich gestellt aus Angst etwas Falsches zu sagen oder das Unaussprechliche damit heraufzubeschwören.
Jetzt ist es zu spät dafür. Unwiederbringlich zu spät.
Diese Worte berühren mich sehr, meine Schwester ist an einem Hirntumor gestorben, diese Gedanken kenne ich....
Ich weiß nicht wer Anna war, doch ich wünsche Kraft und Mut für diese Zeit.
*liebdrück* Dagmar
Er wußte nur vom Tod was alle wissen:
daß er uns nimmt und in das Stumme stößt,
als aber sie, nicht von ihm fortgerissen,
nein, leis aus seinen Augen ausgelöst,
hinüberglitt zu unbekannten Schatten,
und als er fühlte, daß sie drüben nun,
wie einen Mond ihr Mädchenlächeln hatten
und ihre Weise wohlzutun:
da wurden ihm die Toten so bekannt,
als wäre er durch sie mit einem jeden
ganz nah verwandt; er ließ die andern reden
und glaubte nicht und nannte jenes Land
das gutgelegene, das immersüße -
und tastete es ab für ihre Füße.
@ Diese Geschichte geschah vor langer Zeit - mehr als 30 Jahre ist das her - aber die Unwiederbringlichkeit schmerzt bis heute, weil man manche Dinge nicht auf später verschieben kann - man muss sie tun so lange sie möglich sind...
Schneevogel
Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,
Nur vor dem Tod derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind ?
Allein im Nebel tast ich todentlang
Und laß mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
Der weiß es wohl, dem gleiches widerfuhr;
- Und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,
Doch mit dem Tod der andern muß man leben.
Mascha Kaléko
Fragen bleiben
ja viele tauchen erst im Nachherein auf
rühren uns auf...
Möge sie das Licht am Ende ihres Tunnels
schön frühzeitig erkannt haben...
und Du sie dort im Lichte spüren.
... da die Zeit nicht existiert im Universum, ist immer Jetzt...
sind unsere Gedanken und Gefühle, immer Jetzt...
alles hat seine Berechtigung, ist es ein Lernen, damit und mit uns, umzugehen...
Dein Text berührt mich ganz stark. Egal, wann es passiert ist, die Erinnerung daran, auch die Gefühle, die da waren, begleiten einem ein Leben lang. Auch wenn dabei Schmerz entsteht weiss ich aus eigener Erfahrung mit meiner Mutter, dass es auch schöne und glückliche Zeiten gab. Sich an die glücklichen, sorglosen Momente erinnern macht stark.
Du hast für deine Zeilen ein wunderschönes Bild gemacht.
Liebe Grüsse, Dorothea
Deine Worte bewegen mich sehr und rühren auch bei mir an das Unausgesprochene, was ich meinen Eltern noch hätte sagen wollen....
Sehr schön mit dem Foto!
LG Barbara
Lieber Schneevogel,
mein tiefstes Beileid. Eine Mutter zu verlieren, ist ganz, ganz schlimm. Ich fühle mit Dir. Es macht mich jetzt im Moment traurig.
Irgendwann, wenn Deine Wunden etwas verheilt sind und es sich anbietet, würde ich Dir gerne mehr dazu schreiben. Jetzt ist es genug der Worte. Ich wünsche Dir alle Kraft, alles auszuhalten.
Und schon wieder habe ich nicht alles gelesen:-)
Aber egal, auch wenn es vor ca. 30 Jahren geschah,
die Erinnerungen, der Schmerz und das Unausgesprochene bleiben.
Sehe wieder eines Deiner wunderschönen
Abendstimmungsbilder .........................
aber, mit einem traurigen,sehr bewegenden Text -
es ist aber auch gut so,
wenn man so offen damit umgehen kann -
wie Du es hier tust !!
viele Bilder - die ich hier bei Dir sehe -
geben Freude - Kraft, und Mut !
wünsche Dir,daß Du das Alles wieder findest - behälst !!
LG. MO. !
Einmal feste drücken......;-(.......
Auch ich habe meine Mama durch Krebs verloren, ein Jahr lang hat sie gekämpft., als sie dann eines Morgens nicht mehr aufwachte, konnte ich es nicht glauben, habe bis zum Schluß auf ein Wunder gehofft, gebetet.
Heute weiß ich, daß es ihr gut geht, sie hat mir Zeichen geschickt und auch mir geht es langsam besser.., iregendwann, irgendwo sieht man sich wieder!
Ein wunderbares Foto!!!!!!!!!!!!!!
G.v.l.G.
Monika
Ich kann das verstehen und es trifft mich tief. Ich hab es erlebt mit meinem Vater und Lebenspartner und das erlöst sein liegt bei jedem... der der gegangen ist... und der der bleibt. Vergiss es nicht.... Das Erlebnis ist sehr schmerzhaft aber unendlich wertvoll.....Danke auch für deinen Text der mir die Tränen in die Augen trieb.... Alles Liebe
Yashala
Dein Bild und deine Geschichte von deiner Mama haben mich sehr berührt und ich habe sehr geweint.
Mein aufrichtiges Beileid.
Ich glaube auch nicht, dass es zu spät ist, es beginnt erst jetzt und es hat schon begonnen....
Die Liebe heilt alle Wunden und liegt in unseren Herzen.
Ich möchte dir auch zu dieser fantastischen einfach bezaubernden Aufnahme gratulieren.
Alles Liebe wünsche ich dir mit viel Licht im Herzen
Christa
dein wunderschönes bild und dein text bewegen mich
gerade sehr tief.
es erinnert mich daran, wie mein vater nach langem leiden
vor neun jahren verstarb.
ich hätte ihm noch so viel sagen können...
ich bin sicher es ist nicht zu spät....
wenn ich heute am grab stehe, dann spreche ich zu ihm über meine gedanken und gefühle...und hinterher fühle ich mich besser und auf irgend eine weise auch getröstet.
ich wünsche dir viel kraft .
mlg
nelly
du hast alles aus liebe getan... so wie es dir möglich war... dein foto finde ich unglaublich schön und passend zu deinen gedanken... ich finde es auch gut, sich mit dem thema intensiv auseinander zu setzen... irgendwann betrifft es jeden im leben
alles liebe für dich
loni
Das Foto, mit diesem Text, treibt mir Tränen in die Augen.... genauso war das Sterben meiner Mutter - sehr qualvoll und sehr lange... Ich war zu der Zeit gerade schwanger und einerseits erleichtert, dass sie durch ihren Tod endlich von ihren Schmerzen befreit wurde - aber auch unendlich traurig, dass sie ihre Enkelin nicht mehr sehen konnte .. Sie fehlt mir bis heute sehr
lg Ingrid
Ein wunderschönes Stimmungsbild ist dir hier gelungen.
Und beeindruckend wie offen du über diese schwere Zeit schreiben kannst. Richtig, der Tod kommt immer zu früh.
Man hat immer noch Pläne, es gibt immer noch unausgesprochene Worte.
Liebe Grüße Dieter
Zu spät - eine bittere Erfahrung, die wir wohl alle schon erlebt haben und die uns doch erst beim Tod eines Menschen in ihrer ganzen Härte trifft.
Unwiederbringlich - unser Tun und Lassen...
Erfahrungen, an denen wir wachsen und reifen...
Kein Glück prägt uns so wie eine leidvolle Erfahrung. Schmerz "läutert" und läßt uns zu einfühlsamen, sensiblen Menschen werden. DU bist der beste Beweis dafür!
Erfahrungen, die unserem Lebensweg die Richtung weisen - aus denen wir lernen, bewußter und bedachter unsere Schritte zu lenken und unser Menschsein im Alltag immer ein bißchen mehr zur Entfaltung zu bringen.
Danke, daß Du uns immer wieder mit Deinen aussagekräftigen Texten und fein abgestimmten Bildern wach rüttelst und zum Nachdenken bringst - solange es noch Zeit ist.
Ganz liebe Grüsse, Doris
Du beschreibst da etwas mit hoher Präzision.
Ich frage mich oft, wie es zu den Geschehnissen im 2. Weltkrieg hier kam - es entzieht sich meiner Vorstellung. Ich habe weder meinen Vater noch andere Zeitzeugen danach gefragt.
Vielleicht aus Angst etwas zu hören, was ich nicht hören will.