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* by I admine I

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8.05.2008 at 20:50h
, License: All pictures © by the senders.
BITTE HÖRE WAS ICH NICHT SAGE.....

Laß Dich nicht von mir narren.
Laß Dich nicht durch das Gesicht täuschen, das ich mache.
Denn ich trage Masken ? Masken, die ich fürchte, abzulegen.
Und keine davon bin ich.
So tun, als ob, ist eine Kunst, die mir zur zweiten Natur wurde.
Aber laß Dich dadurch nicht täuschen!
Ich mache den Eindruck, als sei ich umgänglich, als sei alles heiter in mir, und so, als brauchte ich niemanden.
Aber glaub mir nicht!
Mein Äußeres mag sicher erscheinen, aber es ist meine Maske.
Darunter bin ich, wie ich wirklich bin: verwirrt, in Furcht und - allein.
Aber ich verberge das.
Ich möchte nicht, daß es irgend jemand merkt.
Beim bloßen Gedanken an meine Schwächen bekomme ich Panik und fürchte mich davor, mich anderen überhaupt auszusetzen.
Gerade deshalb erfinde ich verzweifelte Masken, hinter denen ich mich verbergen kann:
eine lässige Fassade, die mir hilft, etwas vorzutäuschen, die mich vor dem wissenden Blick sichert, der mich erkennen würde.
Dabei wäre dieser Blick gerade meine Rettung, wenn es jemand wäre, der mich annimmt und mich liebt.
Das ist das einzige, das mir die Sicherheit geben würde, die ich mir selbst nicht geben kann: daß ich wirklich etwas wert bin.
Aber das sage ich Dir nicht.
Ich wage es nicht.
Ich habe Angst davor.
Ich habe Angst, daß Dein Blick nicht von Annahme und Liebe begleitet wird.
Ich fürchte, Du wirst gering von mir denken und über mich lachen - und Dein Lachen würde mich umbringen.
Ich habe Angst, daß ich tief drinnen in mir selbst nichts bin, nichts wert, und daß Du das siehst und mich abweisen wirst.
So spiele ich mein Spiel, mein verzweifeltes Spiel:
eine sichere Fassade außen und ein zitterndes Kind innen.
Ich rede daher im gängigen Ton oberflächlichen Geschwätzes.
Ich erzähle Dir alles, was wirklich nichts ist, und nichts von alledem, was wirklich ist, was in mir schreit; deshalb laß Dich nicht täuschen von dem, was ich aus Gewohnheit rede.
Bitte höre sorgfältig hin und versuche zu hören, was ich nicht sage, was ich gerne sagen möchte, was ich aber nicht sagen kann.
Ich verabscheue dieses Versteckspiel, das ich da aufführe.
Es ist ein oberflächliches, unechtes Spiel.
Ich möchte wirklich echt und spontan sein können.
Einfach ich selbst.
Aber Du mußt mir helfen.
Du mußt Deine Hand ausstrecken, selbst wenn es gerade das Letzte zu sein scheint, was ich mir wünsche.
Nur Du kannst mich zum Leben rufen.
Jedesmal, wenn Du freundlich und gut bist und mir Mut machst, jedesmal, wenn Du zu verstehen suchst, weil Du Dich wirklich um mich sorgst, bekommt mein Herz Flügel, sehr kleine Flügel, sehr brüchige Schwingen, aber Flügel!
Dein Gespür und die Kraft Deines Verstehens geben mir Leben.
Ich möchte, daß Du das weißt.
Ich möchte, daß Du weißt, wie wichtig Du für mich bist, wie sehr Du aus mir den Menschen machen kannst, der ich wirklich bin? wenn Du willst.
Bitte, ich wünschte, Du wolltest es.
Du allein kannst die Wand niederreißen, hinter der ich zittere.
Du allein kannst mir die Maske abnehmen.
Du allein kannst mich aus meiner Schattenwelt, aus Angst und Unsicherheit befreien - aus meiner Einsamkeit.
Übersieh mich nicht. Bitte, übergehe mich nicht!
Es wird nicht leicht für Dich sein.
Die lang andauernde Überzeugung, wertlos zu sein, schafft dicke Mauern.
Je näher Du mir kommst, desto blinder schlage ich zurück.
Ich wehre mich gegen das, wonach ich schreie.
Aber man hat mir gesagt, daß Liebe stärker sei als jeder Schutzwall, und darauf hoffe ich.
Wer ich bin, willst Du wissen?
Ich bin jemand, den Du sehr gut kennst und der Dir oft begegnet.
Ich bin Du selbst.
Schau in den Spiegel: nur Du kennst Dich wirklich.
Niemand kann so ehrlich zu Dir sein wie Du selbst.

(Tobias Brocher, Von der Schwierigkeit zu lieben)

Comments:





marta w. , 8.05.2008 at 20:56h

das trifft mich direkt ins Herz...das Bild und der Text dazu...
es berührt mich so stark, dass ich kaum Worte finde...
ganz liebe Grüße an Dich**
Marta



RAMONA G., 8.05.2008 at 21:10h

.!!!


Atis , 8.05.2008 at 21:11h

ja...genau so...


Britta T, 8.05.2008 at 21:12h

uff


beindruckend und sehr bewegend!



Der Biege, 8.05.2008 at 21:35h

Ein Hammer ... !!!


Gruss Biege



La Imagen, 8.05.2008 at 21:37h

enorm ..


A r e k , 8.05.2008 at 21:48h

extremst gut!


Axel Schober, 8.05.2008 at 22:00h

Das geht tief unter die Haut. Das Bild, wie auch der Text.

LG Axel



Maria João Arcanjo, 8.05.2008 at 22:15h

****


Laila Pregizer, 8.05.2008 at 22:54h

Ein anderes Bild, das gefällt mir. Der Text passt gut zum Bild, auch wenn ich ihn nicht 100%ig unterstreichen würde..
Ich hoffe es geht dir gut!
Liebe Grüße an dich!
Laila



Ralf S.fc, 8.05.2008 at 23:02h

...ist das GUT!...
lg Ralf



Andy CHanieR , 8.05.2008 at 23:30h

!




lg Andy



Gabi Anna , 9.05.2008 at 0:00h



ein text, der mich seit über 30 jahren begleitet...
viel ist über ihn meditiert und geschreiben worden...
u.a. von dorothee sölle...
nun sehe ich dein bild...
besser ist der text nicht umzusetzen....
danke für die gänsehaut....

liebe grüsse an dich
gabi anna




tekktoo , 9.05.2008 at 0:00h

Tja *g - ich empfehle Herrn Brocher auch mal anderes, nicht nur selbst geschriebenes zu lesen. Er sollte mal Heinz-Peter Röhr juugeln - da wird ihm jeholfen *g
-
Die inszenierung ist klasse.



Fernando Codoceo, 9.05.2008 at 0:32h

!!!!
**



Gisela Gnath, 9.05.2008 at 4:54h

Das geht tief....ganz tief......!!!
Ich drück Dich...fest!
lg Gisela



Art Othman - A.O., 9.05.2008 at 12:25h

hammer


Martina Brand., 9.05.2008 at 22:53h

*sehr berührt*
Worte habe ich dazu irgendwie gar keine, Silvia.
Stark.

Liebe Grüße,
Martina



Magie des Moments, 9.05.2008 at 23:07h

*links und rechts eine Träne abwisch*
Danke. Wunderschön.
LG Simone



Zoë mit Punkten auf dem E, 11.05.2008 at 18:43h

tief berührt durch diese wahren zeilen

danke ** zoe



B. Ellana, 12.05.2008 at 22:23h

mit enormem Tiefgang, wie es selten zu sehen/lesen ist
lg bella



Fernando Codoceo, 18.05.2008 at 23:59h



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