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Noch sind es Einzelne die betteln gehen ... die Zukunft wird zeigen dass es immer mehr werden ...Außenseiter unserer Gesellschaft ... von uns "nicht" mitgenommen ... die nichts mehr kaufen können....die neben den Kaufenden betteln müssen.
RL AUS OB
zunächst ist es fragwürdig menschen in der lage, das entnehme ich den texten, die darunter stehen, zu fotografieren und zu veröffentlichen (streng genommen wäre "street tot", falls man alle vorgaben beachten wollte). das meine ich aber nicht. für mich zählt die "soziale komponente" in dem fall. war er damit einverstanden mit dem procedere, ist das natürlich o.k.
selbst eine "kleine bezahlung" hat einen faden beigeschmack.
die idee so platt, und damit meine ich gekonnt umgesetzt. armut : konsum, in form eines kürzels, das schon zum denken anregt.
ohne die info könnte das auch ein grummeliger mensch sein, dem es stinkt , von dir fotografiert zu werden. oder der zoff mit sonst wem hatte kurz zuvor.
ich habe recht "engen kontakt" zu dem personenkreis, und weiß, wie zumindest ein großteil der durchwanderer oder odachlosen über solche dinge denken.
lg günter
@Günter: ... klar, dass dich das Foto auf irgendeine Weise anspricht ...
... also ... ich habe ihn NICHT als Bettler fotografiert ... lediglich mit der Bildbearbeitung versuche ich dem Betrachter eine Denkrichtung vorzugeben ... jedem ist selbst überlassen, ob er sie annimmt ...
ohne die info erkennt man hier gar nix. was hat "sale" mit "bärtiger dickleibiger mann" zu tun. es provoziert nicht und hat auch sonst keine aussage. wenn das bild das ausdrücken soll, was beabsichtigt war, muss es besser gemacht werden. es muss ohne erklärung auskommen. cheers!
@herb66: ... da gibts nichts auszusprechen ... aber ich muss doch den Kommentierer klein wenig kennen, um seine Kritik zu verstehen ... schließlich hatten wir ja noch nie das Vergnügen ...
...wirklich ein thema was jeden von uns betrifft und man kann sicherlich seitenweise darüber schreiben bzw. diskutieren.
ich hätte aber auch nix davon erkannt wenn ich den thread nicht gelesen hätte.
trotzdem, ein festgehaltenner augenblick, der in seiner form ja nun mal einmalig ist:-)))
für mich ich auch nicht zu erkennen, das der mann bettelt oder arm ist, das ist sowieso gewagt so etwas anhand der kleider oder aussehen abzuleiten, ich habe genug menschen kennengelernt die auf ihr äußeres keinen wert legen, aber die "taschen" voll haben und das finde ich auch gut so
vielleicht ist sein blick so griesgrämmig weil seine frau so lange beim shoppen ist, der laden gerade geschlossen hat oder er das geld vergessen hat usw.
Ich find den schnitt klasse, gerade wegen den freiraum der interpretation, s/w passt hier erstklassig, street vom feinsten, wie ich finde
Die Stimmung des Mannes kommt sehr gut rüber: Er schaut trübsinnig, gedankenverloren oder desillusioniert. Durch sein gepflegtes Äußeres (im Sinne von - da gibt's auch ganz andere) erweckt er auf den ersten Blick aber nicht den Anschein, er würde betteln. War auch gar nicht deine Absicht, oder? Hätte ja auch sein können, dass ihn seine Frau vor einer Stunde am Eingang abgestellt hat mit den Wort: Bin gleich wieder da ... wer weiß ...
LG
Eisnase
@ ... nur mal so am Rande der Diskussion ... die Fotografin hat von betteln nichts geschrieben ... sondern ich.
Ihr Augenmerk kann genau so gut ... wie der Titel es auch sagt, auf "sale" liegen :-)))
Jeder darf das Foto so interpretieren wie er es sieht.
Ich jedenfalls sehe einen Außenseiter unserer Gesellschaft.
RL AUS OB
Der Mann hat ein gutes Feeling, und zeigt das er wahrscheinlich auf der schlechtern Seite des Lebens steht, ob es so ist das weiß man nicht und das ist gut so.
LG Dieter
@robert, kam aber schon ziemlich eindeutig und bestimmt:
zitat:
".Noch sind es Einzelne die betteln gehen ... die Zukunft wird zeigen dass es immer mehr werden ...Außenseiter unserer Gesellschaft ... von uns "nicht" mitgenommen ... die nichts mehr kaufen können....die neben den Kaufenden betteln müssen.
RL AUS OB
woran kann man entdecken, dass er bettelt ?
LG gernot
Robert Lesikowski, heute um 18:00 Uhr
@ Gernot Disselhoff: ... weil ich neben der Fotografin stand :-)"
dann schreiben: zitat:
"......Jeder darf das Foto so interpretieren wie er es sieht.
Ich jedenfalls sehe einen Außenseiter unserer Gesellschaft."
@Günter: ... für mich beißt sich da nichts ... MEIN Anliegen ist eine offene Interpretation ... ROBERT hat es interpretiert, wie er es sieht ... wie alle anderen auch ...
@ Günter K. ... in der Wirklichkeit war es eindeutig.
Was ich gesehen habe, und was die Fotografin in ihrem Foto ausdrücken möchte, können dennoch zwei verschiedene Dinge sein ... warum nicht ?
Ist doch alles nur eine Frage der "Sicht der Dinge"
Habe geschrieben "dass ich" es so sehe ( und gesehen habe )
Andere sehen etwas anderes ... wo gibt es da ein Problem ?
RL AUS OB
und was ist wenn wir alles versaled haben?
zumal man ja nicht immer zwangsläufig auf betteln kommt.
bis dahin gibbeds hoffentlich dollars mit erdbeergeschmack.
:-}
lg h
...nun mal zum Foto: ein Mann.. das Angebot...beide in unterschiedlicher Ausrichtung, also, beide interessieren sich nicht füreinander, insgesamt ein Bild, in das man sich hinein sehen muß und das auch so jeder anders interpretieren wird...ich find es Gut!
@ Robert L. es hat einem Bild in den seltensten Fällen gut getan es zu einem recht frühen Zeitpunkt zu entgeheimnissen. Es sollte doch auffordern zu spekulieren, zu interpretieren. Das wurde dann doch etwas ausgebremst. Und sich dann hinstellen, jeder kann seine Meinung äußern, natürlich, was denn sonst. Über die Vorgaben stolpert man dann doch, die auf irgend eine Art und Weise beeinflussen. Ich finde aber, auch solcher Meinungsaustausch macht ein Bild lebendig, es kann ihm eigentlich nichts besseres passieren, als dass man darüber redet. Menschen, die, wie teils geschehen, bedauern, dass man sich auch mal auf der Schiene austauscht, verstehe ich nicht. Solange die Form gewahrt bleibt, ist das o.k. . Dass man sich mglw. ihm ersten Moment etwas „aufregt“, kann ich auch nachvollziehen. Ich bedanke mich für Ihrer beider Geduld und für die Sachlichkeit.
Grüße Günter
Er hat in seinen Taschen erfolglos nach einigen Cents gesucht - scheint aber mit dem Ergebnis, sowie auch mit seinem Leben nicht zu hadern... -
und was bleibt so'n Mann eigentlich erspart? - Wohlstandsüberdruss, Ärger mit dem PC... usw., usf.!
Eine hervorragende Bea, Elke, Top dieses Foto!
lGaDIno
Judihui!!!! Eine Diskussion über den kreativen Aspekte des Bildes. Da stürze ich mich doch gleich kopfüber ins Gewusel.
Also ich FINDE der Kerl sieht ein bisschen gefrustet aus, nicht gerade, jetzt spring ich aber endgültig von der Brücke gefrustet, sondern irgend etwas ist da passiert, das ihn vergrault hat (Deswegen wohl auch das Bild in Grauton;-)) ) Bleibt nur noch die Frage weshalb? Da gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Eigentlich wollte er ja nichts kaufen, aber dieser Ausverkauf ist immer dasselbe. Da gibt es dieses Objekt, dass eigentlich immer überteuert war, aber jetzt im Ausverkauf zu einem Preis angeboten wird, der ihm das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Er greift in die Taschen und – vergrault!
Vielleicht ist er ja auch einer von denen, die im Generellen der Konsumgesellschaft den Rücken zugekehrt haben. Jetzt grault er über zwei Sachen:
Erstens, dass man den Menschen noch mit den allerletzten Tricks ihr Geld aus den Taschen zu ziehen versucht.
Zweitens kann er nicht verstehen wie die Geschäfte noch Geld verdienen können, wenn sie alles 50% Prozent billiger verkaufen, worauf er dann überhaubt nichts mehr begreift, weil er sich diese verhänglnisvolle Frage stellt: Warum verkauft das Geschäft die Sachen nicht gleich zum Tarif von 50% Damit aber noch nicht Schluss. Jetzt fängt das graulen erst an, weil er begreift wie sehr die Konsumenten veräppelt wurden.
Sale ist ja im deutschen Sprachraum ein Fremdwort. Es gibt aber noch weitere Fremdörter die genauso geschrieben werden. Im Italienischen bedeutet Sale versalzen also scheint er vergrault zu sein, weil ihm jemand die Suppe versalzen hat. Er hielt sich für ausgesprochen schlau: Nö du. Den Preis, den ihr da verlangt, ist die Konsumenten veräppelt. Ich warte bis Ausverkauf ist und kaufe es dann um 50% günstiger. Jetzt ist Ausverkauf. Den ganzen Tag sass er unruhig am Arbeitsplatz, weil das Objekt der Begierde in Reichweite geraten ist. Ansonsten fährt er ja Ökologisch sinnvoll mit dem Rad zur Arbeit aber heute hat er das Auto genommen, damit er unverzüglich und möglichst schnell nach der Arbeit in die Stadt düsen kann. Ausser Atem beim Geschäft angekommen muss der arme Kerl zuschauen, wie ihm jemand das Objekt der Begierde vor den Augen wegkauft und natürlich war es das Letzte.
Hände ganz tief in die Tasche und viel, viel vergraul
Aber vielleicht haben die beiden Ereignisse auch überhaubt nichts miteinander gemeinsam. Wahrscheinlich ist einfach Madam Zufall, in der Gilde der Fotografen besser als Elke Cent bekannt, vorbeigkommen und hat die beiden Ereignisse zufälligerweise gemeinsam im Bild zusammengebracht.
Sehr gut möglich, dass er sich weiter vorne an einer Eisbude ein Eis gekauft hatte, das wie ein ....eis schmeckte, er den Verkäufer sammt Bude dorthin wünschte wo es der Legende nach das ganze Jahr über warm ist und ihn jetzt vergraulte, dass er für so ein ....eis auch noch eins fünfzig ausgegeben hat.
Natürlich gibt es da noch viele Möglichkeiten aber eine möchte ich doch noch ansprechen. Könnte es nicht möglich sein, dass er im Laden war, ihn der Ausverkauf kalt liess, weil da diese rassige Verkäufern war. Er ergriff den erst besten Artikel, staunte nicht schlecht als die rassige Verkäuferin den Preis nannte (Vielleicht beim nächsten Mal wieder genauer auf den Preis achten), nahm dies als Einladung mit der hübschen Damen auf der anderen Seite der Verkaustheke zu flirten, doch diese (nicht die Verkaufstheke, sondern die Dame) behandelte ihn wie Luft, nein nicht einmal wie Luft, es schien wie wenn sie den Atem anhalten und die Deck studieren würde, bis er aus dem Geschäft war und Frau die Luft wieder zum Atmen tauglich befand. Er graulte, dass er sich wieder einmal vom Schein hat trügen lassen. So wie die herausgeputzt war, ist das bestimmt so eine Schicki-Micki-Tussi die nicht mehr Tiefgang hat als ihre oberste Hautschicht.
So und jetzt ist es an der Zeit mich bei dem Herrn auf dem Bild in allen Formen, Länder und Sitten zu entschuldigen, denn der Herr ist bestimmt ein gemütlicher Teddybär, der keiner Fliege was zu Leide tragen kann. Oder noch besser: Ich mach das wie es in jedem Roman auf der ersten Seite steht: Übereinstimmungen mit lebenden Personen sind rein Zufällig und liegen nicht in der Absicht des Autors.
Schlaf gut und ich hoffe du hast nicht bis in alle Nacht hinein gelesen
@Martin: ... boah ... würde mit an Sicherheit grenzender 99%iger Wahrscheinlichkeit sagen, dass das der längste Kommentar ist, der je unter einem meiner Fotos stand ... *umgefallenbin* :-))
nach langer zeit finde ich auch mal wieder ruhe mir ein paar fotos anzusehen und das ist wie immer ein foto wo mir immer eine kleine geschichte zu einfällt...ähnlich wie martin schon in seiner ausführung darüber geschrieben hat...ich finde es sehr schön und es entsteht wieder eine kleine geschichte in meinem kopf dazu...das finde ich das tolle an deinen fotos und das kann ich nicht oft genug sagen... sie sind aus dem leben gegriffen und immer steckt etwas dahinter...jeder betrachter kann für sich eine verbindung zu deinen bildern aufbauen das gefällt mir sehr gut...der phantasie sind da kaum grenzen gesetzt...einfach klasse...
lg
sarah
ich habe bis etwa 3/4 der diskussion mitgelesen und begann mich irgendwann zu fragen, was du als fotografin mit diesem pic aussagen , resp. welche reaktionen der betrachter du provozieren wolltest.
grundsaetzlich muesste man eine interpretation dieses pics, wenn keine entsprechende andeutung verfasst wurde, schlichtweg bleiben lassen, weil die situation vor ort ausschlaggebend war fuer die gedanken der fotoautorin. oder man kennt die soziale einstellung der fotoautorin und vermag somit eine wage vorstellung ihrer aussage zu erdenken.
wie auch immer - wenn du ein solches pic einem unbeschraenkten personenkreis zugaenglich machst, solltest du etwas konkretere texte dazu verfassen - ausser natuerlich du moechtest genau solch kontroverse texte der betrachter hoeren.
@Sir Hoggle: ... ich danke dir für deine - wie immer - sehr intensiven Gedanken zum Foto, die auch stets mit einem gewissen Abstand und damit unabhängig von Vormeinungen kommen. Das imponiert mir. Von mir dazu folgendes: natürlich habe ich ein ganz persönliches Wirkungsziel ... eigene Vorstellungen ... und trotzdem verzichte ich fast immer über eine nähere Interpretation unter dem Foto, eben um Herauszufinden, ob mein Foto auch von anderen so angenommen wird, wie ich mir das denke. In diesem speziellen Fall ist das nur bedingt geschehen. Meine Gedanken dazu habe ich versucht, im Titel und der Bildbearbeitung umzusetzen. "Sale" ... Ausverkauf, Reste los werden, sich entledigen, Platz für neues schaffen, ersetzen durch ansprechende Ware, zeitaktuell ... daneben dieser Mann ... durch die Schräglage wird er nahezu aus dem Bild gedrängt ... er ist am Rand ... nicht fröhlich ... beklemmende Situation ... er gehört nicht zu denen, die nach dem Neuen gieren ... wahrscheinlich gar nicht könnten, wenn sie wöllten ... insofern ging es mir eben um den Ausverkauf im Allgemeinen, Ausverkauf alter Werte, Ausverkauf von Gefühlen ect. ... Neues rückt in den Mittelpunkt, was viel zerstören kann ... zu hoch gegriffen? ... oft sind Gedanken auch nicht ausgereift ... und dann bin ich auf die Ansichten anderer gespannt ... und dass manche die Sache ganz anders sehen, finde ich auch okay ... das machts für mich einfach aus ... ein Bild DISKUTIEREN ...
man braucht hier wohl nicht den feininger (vgl. den begriff des interpretationsbildes) bemühen, um zu sagen: das ist ein verdammt gutes bild und es hebt sich besonders von den üblichen klickbildern ab, weil es nicht nur eine sozialkritische sondern mehrere anmerkungen bereit hält.
@ elke: bin lange nicht bei dir gewesen, irgendwie haben mich aber erlebnisse der vergangenes woche wieder zu deinen bildern geführt. ich habe jemanden beuscht, der knapp 1000 netto jeden monat verdient und dafür hart arbeiten muss. mit seiner spartanischen lebenweise würde er mit diesem betrag sogar auskommen. nur: er hat sein gehalt seit 6 wochen nicht bekommen und der dispo wird immer größer ... in der firma ist ein mitarbeiter nach drei wochen entlassen worden, weil er dem chef eine zahlungsaufforderung für den fälligen lohn gab. entlassugsbegründung des chefs: der mitarbeiter passe nicht ins unternehmenskonzept ... das ist mir bei deinem bild in den sinn gekommen ...
Hi Elke..
Foto ist sehr gut und erzählt Geschichte...
Was ich absolut nicht gut finde dass man jeden X Beliebigen älteren Herr mit viel Haar , als Bettler Penner und sonstwie tituliert....
Man weiss dass diese Titel beleidigungen sind ..
Er ist garantiert keiner von dieser armen Sorte..
sorry
hab mir jetzt mal das ganze hier nicht durchgelesen...
denke das foto stammt aus einer alltäglichen situation heraus
motiv mit sale im hintergrund sind okay
schärfe ist auch fein.
obdachloser ?
kann muß aber nicht schon fast zu sauber dafür.
meine these
der war in einem autohaus , wollte sich vielleicht einen neuen bmw oder audi etc zulegen und wurde freundlichst mit prospekten die tür hinausbefördert
lach
ist so
.
bin bei bmw
kenne viele menschen und kenne einen der wurde bei uns im autohaus quasi entsorgt - weil er nicht die richtige kleidung anhatte und im freizeitlook a`la jogginganzug in seiner freizeit da war...
kleidung macht leute !!!
lg willi
Hab mir den Mann genau angesehen - wenn man mich früge ob ich glaube dass er ein Penner ist würde ich sagen nein, er hat bloss welche Sorgen die jeder von uns mal hat. Es ist ja eine Momentaufnahme ... unter der sich aber eine interessante Diskussion entwickelt hat!
LG Inge