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Die Libellen zeichnen sich durch einen außergewöhnlichen Flugapparat aus. Die Fähigkeit, ihre beiden Flügelpaare auch unabhängig voneinander bewegen zu können, ermöglicht es ihnen, abrupte Richtungswechsel zu vollziehen, in der Luft stehen zu bleiben oder bei einigen Arten sogar rückwärts zu fliegen. Beim Flug werden Maximalgeschwindigkeiten von 50 km/h erreicht. Die Frequenz des Flügelschlages ist dabei mit etwa 30 Schlägen pro Sekunde relativ langsam.
Die großen Vorder- und Hinterflügel sind (vor allem bei den Kleinlibellen) annähernd gleich groß und weisen eine komplexe Flügeladerung auf. Dabei reicht die Spannweite der Tiere von 18 Millimetern bei Agriocnemis pygmaea bis zu 19 Zentimetern bei Megaloprepus caerulatus, Pseudostigmatidae. Da ihnen das für die Neuflügler typische Flügelgelenk fehlt, können sie die Flügel nicht nach hinten über den Hinterleib legen. Anders als bei fast allen anderen Fluginsekten setzen bei den Libellen die Flugmuskeln direkt an den Flügeln an. Stabilisiert werden die Flügel durch eine Reihe von Längsadern, zwischen denen die Flugfläche nicht plan-, sondern zickzackförmig aufgespannt ist. Im Zentrum des Flügels treffen sich diese Adern in einem Knotenpunkt (Nodus), damit sie auch bei einer Längsbeanspruchung nicht abknicken können. Am vorderen Bereich der Flügelspitze besitzen die meisten Arten ein vergrößertes und dunkel gefärbtes Flügelfeld, das als Flügelmal (Pterostigma) bezeichnet wird und das im Flug als Trimmtank durch Füllung mit Hämolymphe benutzt werden kann. Insgesamt unterscheidet sich die Flügeladerung bei den unterschiedlichen Libellenarten sehr stark, sodass sie als Bestimmungsmerkmal und zur systematischen Einordnung der Tiere genutzt werden kann.
Flügel einer Asiatischen Keiljungfer
Die Larven dieser Flussjungfer sind meist nachtaktiv und vergraben sich tagsüber im Schlamm, hierdurch sind sie vor ihren stärksten Fressfeinden, den Fischen, geschützt.
Die Larven benötigen ca. 2-4 Jahre zu ihrer vollständigen Entwicklung, dabei halten sie sich meist im flachen Bereich der Gewässer auf.
Der Schlupfvorgang läuft sehr schnell ab, nach meist weniger als 1 Stunde hat sie sich aus ihrer Exuvie befreit und startet aus dem ungeschützten Uferbereich ihren Jungfernflug in benachbarte Wiesen oder Bäume, um dort innerhalb weniger Stunden auszuhärten. Der Schlupf anderer Libellen kann mehrere Stunden dauern.
ISO 200; f/5; 1/200s; 150mm; freihand
So rar machst Du Dich doch gar nicht, jedenfalls nicht mit Deinen Bildern :-)
Das ist wirklich faszinierend. Diese Formen und Strukturen in diesem Licht sind prachtvoll. Deine "Schüsse" freihand mit dem 150er haben meinen vollen Respekt.
LG Hartmut
Da sieht man schon den filigranen Aufbau der Flügel. Herrlich, was die Natur dort geschaffen hat. Deine Beschreibung dazu ist wieder mal Klasse.
LG Klaus
Hallo Silvia, das faszinierende Flügeldetail hast du klasse fotografiert und, zusammen mit deinem interessanten Text, sehr schön präsentiert!
LG Gunther
ja....aber auch die Fotografin hat hier ein ganz dickes Lob verdient, ein kleines Meisterwerk!!!!!!!!!!!!!!
So mag ich Makros, jedes Detail scharf und bewundernswert.
LG Martina
Wenn ich jemals so eine Abbildungsqualität bei meinen Fotos erreiche wie du Sivia, dann bin ich fotografisch da, wo ich gern mal hin möchte. Einfach fantastisch!!
Auch deinen Text zum Bild finde ich sehr lehrreich. Vieles wusste ich noch nicht.
LG Heike
Eine wunderbare Studie dieses einzigartigen Fluginstruments. Die ausführlichen Informationen dazu finde ich höchst interessant und lehrreich.
L.G. Antje