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Die Lübecker Marienkirche gilt als Mutterkirche der norddeutschen Backsteingotik und war Vorbild für rund 70 Kirchen dieses Stils im Ostseeraum. Daher wird dem Bauwerk eine herausragende architektonische Bedeutung beigemessen. Mit der Marienkirche wurde in Lübeck der hochaufstrebende Gotik-Stil aus Frankreich mit norddeutschem Backstein umgesetzt. Sie beherbergt das höchste Backsteingewölbe der Welt (38,5 Meter im Mittelschiff).
Der Bau der Marienkirche ist eine dreischiffige Basilika mit Einsatzkapellen, Chorumgang und Kapellenkranz, sowie querschiff-artigen Vorhallen. Das Westwerk besteht aus einer monumentalen Doppelturmfassade. Die Türme sind, die Wetterhähne mitgerechnet, 124,95 und 124,75 Meter hoch.
Die Marienkirche steht im Viertel der Kaufleute, das sich von den Speichern am Traveufer bis hoch zu St. Marien erstreckt. Sie ist die Haupt-Pfarrkirche des Rates und der Bürger der Hansestadt Lübeck und wurde daher in der Nähe des Rathauses und des Marktes errichtet.
1516–1518 entstand mit einem finanziellen Aufwand von 10.500 Mark lübisch unter dem Werkmeister Martin Flor die von dem Orgelbaumeister Barthold Hering erbaute erste Große Orgel an der Westwand als Ersatz für die Große Orgel aus dem Jahr 1396. Sie hatte zwei Manuale, Pedal und 32 Register. Diese Orgel, mit größter Wahrscheinlichkeit die erste und einzige gotische Orgelfassade mit einem Zweiunddreißigfuß-Prinzipal (tiefste Pfeife rund 11 Meter lang) in der damaligen abendländischen Welt wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erweitert und umgebaut; unter anderem führte 1637–1641 Friedrich Stellwagen umfangreiche Arbeiten durch, daher diente sie ihm maßgeblich als Vorbild der Orgel der St.-Marien-Kirche in Stralsund.
Anfang des 19. Jahrhunderts war die die Orgel auf 3 Manuale und Pedal, 57 Register und 4.684 klingende Pfeifen angewachsen. 1851 entstand jedoch eine komplett neue Orgel, erbaut von Johann Friedrich Schulze im Geist der Zeit, mit 4 Manualen, Pedal und 80 Stimmen innerhalb des historischen Prospektes von Benedikt Dreyer, der dafür von Carl Julius Milde restauriert und erweitert wurde.
Anstelle dieser, 1942 beim Bombenangriff verbrannten Großen Orgel, wurde 1968 von der Orgelbaufirma Kemper & Sohn die damals größte Orgel der Welt mit mechanischer Spieltraktur geschaffen. Sie besitzt auf fünf Manualen und Pedal 101 Register mit 8.512 Pfeifen; die längsten messen elf Meter, die kleinste hat die Größe einer Zigarette. Die Registertraktur arbeitet elektrisch und verfügt lediglich über Freikombinationen, dafür ist das Registertableau doppelt angelegt.
Wieder einmal ein perfekt gezeigtes Bild eines Sakralbaus.
Jedesmal bewundere ich, wie perfekt Du das Problem der stürzenden Linien bei der verwendeten Brennweite im Griff hast, Kalle.
Kompliment auch für die BEA !
HG vom Kaiserstuhl
Rainer
Die neue Orgel passt eigentlich gut in diese gotische Kirche die selbst sehr schön restauriert wurde.
Ein sehr schönes Bild ist entstanden.
LG, Rosetta
es passt
perspektive und Licht sind wunderprächtig !!
gut über die Qualität muss man nicht viel schreiben die ist man von dir gewohnt !
wieder ein starkes Foto
gruss
andreas
Ein wie immer phantastisches Foto, erstklassige Arbeit!! Ein Genuß für die Augen, diese Arbeit zu sehen.
Ein Genuß für die Ohren ist es, ein Konzert auf dieser Orgel miterleben zu dürfen!
Die Marienkirche als Kirche der selbstbewußten Kaufleute im gewählten Gegensatz zum Dom an der Südspitze der von Trave und Wakenitz umflossenen Altstadt ist immer ein Besuch wert, wie Du hier eindrucksvoll mit deinem tollen Foto unter Beweis stellst.
LG
Uli
Ich bewundere deinen Blick hoch hinauf zur Orgel. Unglaublich klar wirken die schönen Pfeiler und die Decke,
die kunstvoll gestalteten Einlegearbeiten im Stein sind eindrucksvoll. Wie immer ist auch deine Info dazu sehr gut.
LG marianne th
Diese gotischen Kircehn mit ihren Deckenmalereien sind einfach fantastisch, im Urlaub schauen wir uns immer die Sanierungsfortschritte in Wismar an.
VG
Torsten
WOW, was für einen schönen Blick nach oben, Du hast es wirklich gut drau, so steil nach oben zu fotografieren,
toll die ausführliche Info
lg von der Elbe Ingrid
Ich weiß schon, warum ich Backsteingotik mag. Hier wieder mal fein von Dir umgesetzt Kalle. An der Kirche gefällt mir hier die (mittlerweile?) pastellfarbene Musterung. LG Matthias