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Nach langer Zeit endlich einmal wieder eine (lebende) Blindschleiche – was für ein Glück. Während in einigen Metern Entfernung großräumig weitere Naturzerstörung im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet zugunsten der umstrittenen Flughafenerweiterung voran schreitet, wurde die kleine Eidechse ohne Beinchen von einem voraus laufenden Fotografen auf dem von Spaziergängern gut frequentierten Weg entdeckt. Da es dort für mein Objektiv und aus der Hand eigentlich zu dunkel war, habe ich lange überlegt, auszulösen. Aber wer weiß, wann sich mir eine solche Gelegenheit noch einmal bietet – und der Blindschleichenschwanz hätte auch mit Stativ sowieso nicht mehr aufs Bild gepasst ; + )
Wie immer bildete sich um eine am Boden liegende Fotografin bald eine kleine Menschentraube – es ist immer wieder erschütternd, wie naturfern so mancher Zeitgenosse denkt. Wenn solche Aktionen auch nur ein wenig der Natur-Aufklärung dienen, so verrenke ich mir auch weiterhin gerne Sonntags im Naturschutzgebiet Mönchbruch am Rande des Frankfurter Flughafens die Knochen ; + )
Weitere Informationen zu den völlig harmlosen Blindschleichen unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Blindschleiche
Nikon D300, Nikkor Micro AF 4/200, Blende 4.2, bei 1/100stel Sekunden, ISO 800, Belichtungskorrektur minus 0.3, aus der Hand, 60 %-Ausschnitt.
Ich musste letztens leider beobachten, wie Halbstarke eine Blindschleiche einfingen und in Ihren Rucksack packten. Die wollten die zu Hause ins ein Terrarium packen. Leider ist man bei sowas machtlos.