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Zu dieser Folge von acht Fotos muß ich etwas ausführlichere Erläuterungen schreiben, denn nur so wird sie zu verstehen sein.
Vor einigen Jahren suchte ich Kontakt zu Komponisten Neuer Musik, um mit dem einen oder anderen ein gemeinsames Projekt zu erarbeiten.
U.a. traf ich den Komponisten Klaus-Hinrich Stahmer (damals auch Professor an der Musikhochschule in Würzburg). Er war von einer bereits mit einem anderen Komponisten erarbeiteten Sache so angetan, dass er mir auf Tonband eine Klangcollage mit dem Titel
"Klanglandschaften, Landschaftsklänge" übergab und einen Miniblock mit eigenen Kleinstaquarellen von mediterranem Charakter.
Seine Worte: "Mach was draus!"
Ich fotografierte kleinste Details aus den ohnenhin kleinen Aquarellen heraus, suchte aus meinen Diabeständen Originale mediterraner Landschaften heraus und mischte diese durch Mehrfachbelichtungen über den Diaduplikator zu neuen Dias.
Dabei entstand eine "blaue" und eine "rote" Serie, indem ich die an eine Leinwand projizierten Dias mit Kunst- bzw. Tageslichtfilm erneut fotografierte. Die zahlreichen Dias wurden dann in eine Bilderfolge gebracht, um sie im Überblendverfahren projizieren zu können. Diese Bilderfolge wurde anhand eines Timetables auf die Klangcollage abgestimmt.
Das dritte Medium war eine Bewegungsfolge im Sinne des Ausdruckstanzes, die gemeinsam mit zwei Darstellerinnen und Prof. Rudolf Conrad (Rhythmik) an der Musikhochschule in Hannover erarbeitet wurde. Die einzigen Requisiten waren zwei zusammengenähte Bettlaken und ein Stuhl.
Im Auflicht der Projektion lief die Bewegungsfolge vor einer großen Leindwand zur mediterranen Klangcollage ab.
Der Musik- und Bildprozeß lief, auf der Impulsspur eines Tonbandgerätes festgehalten, automatisch ab.
Es gab mehrere Aufführungen; bei der letzten versuchte ich einige Szenen mit einem hochempfindlichen Farbfilm festzuhalten.
Acht dieser Szenenfotos möchte ich hier zeigen. Z.T. sind sie noch weiter verfremdet worden.
Bei genauerem Hinsehen kann man Elemente der Aquarelldetails (u.a. auch die Oberfläche des Papiers) und der Originallandschaften erkennen.
Die eine oder andere Szene hat auch einen Namen, den ich jeweils hinzufügen werde. Motto für diese Namen: "Gesten und Haltungen".
Die Bildfolge muß natürlich mit anderen "Augen" als denen der klassichen Fotografie angesehen werden.
Wow...das hier sieht schon klasse aus...bin auch gespannt auf das Folgende....jetzt fehlt nur noch der Ton !
Ich bewundere Deine Vielseitigkeit !
Gruß Klaus
@ alle
Mit dieser Resonanz hatte ich wirklich nicht gerechnet.
Ich danke Euch allen. Das ermuntert mich, die Serie ein bißchen über die angekündigten 8 Szenen hinaus zu erweitern.
Ergänzen möchte ich, dass mir persönlich die Sache sehr am Herzen lag/ liegt, aber hätte man mein Zögern, die Sachen hochzuladen, messen können, dann wäre es auf einer Skala von 100 sicher sehr weit oben gewesen.
Nochmal: Danke!!
äusserst interessante arbeit, die man sich länger anschauen sollte!
die transparenz auf leinwand zur klangcollage kann ich mir sehr wirkungsvoll vorstellen