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Peter Alexander † by Matthias von Schramm

Peter Alexander †


by 

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13.02.2011 at 11:22h
, License: All pictures © by the senders.
„Essen!“, rief Mutter. Es gab Makkaroni mit Klößen. Man begann sich der italienischen Lebensart aus roten Blutkörperchen anzunähern. Ich suchte in Mutters Specksauce die italienischen Umrisse. Mein Bruder war ein Süßer und bekam deshalb Milchreis mit Zucker und Zimt. Er war der Extraportionsminister in der Familie, weil er immer so klug und diplomatisch daher kam.

Ich wollte seinen kleinen orange lackierten Singleplattenspieler erben. Ich hörte im Radio Jürgen Markus ganz gerne, aber das war auf Dauer nicht geschmacksführend. Er hatte Singles von den Meistern. Frank Sinatra, Louis Armstrong und Peter Alexander.

Dieser nette österreichische, stets junge Kleinkneipenonkel hatte mich tief in der Magengrube getroffen. Er war das Verständnis und Gewissen mit seidenweicher Stimme, diesem gekonnt schmähigen Augenaufschlag und diesem in die Kniekehlen fassenden „Danke Schön“ am Ende jeder seiner Fernsehshows, für die sich die Familie immer sauber und konzentriert auf dem Sofa aufreihte.

Es gab nur Salzstangen und „after eight“ dazu. Ich kaute die Salzstangen immer ganz klein und verteilte sie dann in den Backentaschen. Nachdem die erste „Hans Moser – Parodie“ von uns freundlich begrüßt wurde, führte mein Bruder mal die Erdnussflips ein.

„Vornehm geht die Welt zu Grunde!“, sagte meine Oma immer. Wir schauten stets bei meiner Großmutter und in schwarzweiß, weil mein Vater bis dato ein Empfangsgerät im eigenen Haus für überflüssig hielt.

„Fernsehstars, meine Damen und Herren, die gibt es serienweise. Aber Filmstars, ich meine so die richtigen Großen, da gibt es eigentlich nur einen. Das heitere nimmt er sehr ernst. Aber er ist der Komischste und er ist der Menschlichste.“

Peter Alexander moderierte Heinz Rühmann an, verbeugte sich ehrfürchtig und wienerisch und für uns norddeutsche immer ein wenig manieriert überzogen. Dabei trug er seine Abendfliege so selbstverständlich, wie kein anderer.

Zwei Lausbubenbewegungen, die Eleganz des Conférenciers und immer ein wenig viel Sonnenschein im Gesicht. So war das.

„Die Wiener muss man gar nicht erst in Stimmung bringen.“


13. Februar 2011

Peter Alexander 1926 - 2011

Comments:

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Murat Kurt, 13.02.2011 at 11:24h

.


Peter Mertz, 13.02.2011 at 11:26h

!!!


shakeapic, 13.02.2011 at 11:35h

!


Nati E., 13.02.2011 at 11:44h

*


Andreas.Ka., 13.02.2011 at 11:48h

*


Foto-Graefin, 13.02.2011 at 11:49h

Eine Legende schon zu Lebzeiten! Für mich einer der liebenswertesten Schauspieler!

Ruhe in Frieden!



Karloland, 13.02.2011 at 11:52h

Sehr !!!


Christian Gaier, 13.02.2011 at 11:59h

Danke, Matthias!


Anna-logisch, 13.02.2011 at 12:07h

jetzt ist er bei seiner Hilde ...

*



Der Jürgen, 13.02.2011 at 12:07h

*


roswitha v.g., 13.02.2011 at 12:27h

*


Ulrike Brütting, 13.02.2011 at 12:44h

*


Olaf Brandmeyer, 13.02.2011 at 12:57h

Besser hät man es nicht sagen können.
Farewell Peter.



Gaby Moel, 13.02.2011 at 13:14h

*


André Reinders, 13.02.2011 at 13:29h

*


sabinsen., 13.02.2011 at 13:34h

*


Gerhard Körsgen, 13.02.2011 at 13:34h

Als kleiner Junge fand ich den immer "läppsch" - für einen Erwachsenen unangemessen infantil.
Als Jugendlicher dann konnte man ihm entkommen und drüber ablästern.
Erwachsen geworden verkörperte er für mich die Welt von Oma und Opa.
Jetzt ist er tot und es tut mir leid.

Finde deinen assoziativen Text klasse !

*

LG Gerry



Baerbel N., 13.02.2011 at 13:54h

*


Lichtmalerin67, 13.02.2011 at 14:20h

mir geht´s wie Gerhard Körsgen ...

und Deine Art, Deine Bilder, Dein Text ... wie immer anders und gut !


... möge es ihm gut gehen, wo immer er jetzt auch sein mag !



Helga N., 13.02.2011 at 14:39h

*


ANSCHii.reloaded., 13.02.2011 at 15:09h

*


Benita Sittner, 13.02.2011 at 18:12h

*


Hendrik Scheibel, 13.02.2011 at 18:43h

*


Redpicture, 13.02.2011 at 19:09h

*


Silke V., 13.02.2011 at 20:26h

Da hast Du ihn auf besondere Weise geehrt.
Ja irgendwie gehörte er dazu und jetzt wird er irgendwie fehlen.
LG
Silke



Angela Hofmann, 14.02.2011 at 12:41h

*


poto, 14.02.2011 at 16:39h

*


Photomann Der, 24.02.2011 at 0:06h

meiner erster Film im Kino,mit meinem Opa, war einer mit Peter Alexander
das Kino gibts nich mehr meinen opa und jetzt auch den Peter nich mehr, so geht das eben...



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