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Sieht so "friedlich" aus - und doch: dies ist eine der gefährlichsten Gewitterwolken der Welt. Eine CB-Wolke (Cumulo-Ninbus) in der ITC (Intertropical Convergence Zone) in der Nähe des Äquators (hier über dem Flughafen von Abuja / Nigeria). Die elektrische Energie in so einer Wolke würde ausreichen, um mehrere Städte der Größe Berlins mit Strom zu versorgen. Ein Flugzeug würde beim Einflug in diese Wolke ohne weiteres mehrere 1000 Meter nach oben oder unten geschleudert werden und sich dabei zerlegen können.
Die Aufnahme entstand in 37.000 ft Höhe, man kann schön sehen, dass die Wolke noch um einiges höher ist, nicht selten reichen solche CBs bis in die Stratosphäre!
Was zu diesem Zeitpunkt am Boden in Abuja "abging" konnten wir in den Wettermeldungen sehen - an eine Landung war jedenfalls vorläufig nicht zu denken (gutes Gefühl, genügend Treibstoff an Bord zu haben, um warten zu können, bis die Wolke vom Flugplatz weggezogen ist !)
Klasse, auch die Erklärung dieses Wolkentyps. Was macht Ihr wenn der Spit knapp wird? Alternativairports sind in Nigeria doch vielleicht nicht massenweise vorhanden?
@Thomas: Also der Sprit sollte möglichst NIE knapp werden (nicht nur in Afrika). In Nigeria gibt es ziemlich viele Ausweichmöglichkeiten. So ein Gewitter dauert i.d.R. nicht allzu lange, meistens kann man nach 30 Minuten schon wieder einen Anflug planen.
LG Manfred
Deine Erklärung ist sehr interessant. Wie wenig denkt man über eine Wolke nach. Und welche Energie darin vorhanden ist wohl am wenigsten. An Regen, ja da denkt man schon eher einmal.
Wie lange könnte man deiner Meinung nach die erwähnte Stadt Berlin damit versorgen?
Danke für diese Erläuterung.
@Rudolf H.P.: diese Frage ist schwer zu beantworten, da es noch niemandem gelungen ist, diese Energie wirklich nutzbar zu machen. Wenn man aber davon ausgeht, dass so eine Wolke über mehrere Stunden Energie erzeugt, dann würde ich sagen mindestens 4 oder 5 Stunden - in der Zwischenzeit sind aber in der Nähe schon wieder einige weitere solcher Wolken entstanden. Vielleicht gelingt es ja irgendwann, sich diese gewaltigen Energiemengen zunutze zu machen ?
LG Manfred