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Rückenschmerzen (II) by Hubert Becker

Rückenschmerzen (II)


by 

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22.09.2007 at 1:18h
, License: All pictures  by the senders.
Stereobildpaar in Parallelmontage

Wer das Ganze nur im Kreuzblick sehen kann, sollte Michael K0ch s Tool benutzen
Alle Bildpaare können so mit einem Klick umgewandelt werden. Spitzenwerkzeug!!! Danke Michael


Es war am Donnerstag, dem 23. August 2007, morgens ca. 10:00. 5 Tage zuvor hatte ich meinen wohlverdienten Urlaub angetreten. Nach einer ungeschickten Bewegung (kommt nach 40 schon mal vor) traten starke Schmerzen in der Lendenregion auf. HEXENSCHUSS! Ein fachkundiger Kollege fand sogleich den Ort des Geschehens - Segment L3-4. Nach einem wohltuenden Moorbad (ja, sowas hab ich in meiner Hausapotheke) und ein paar Analgetica ging es mir auch schon bald besser.
Gegen Abend dann traten zunehmende Schmerzen in der linken Leiste auf, die sich an Oberschenkelaußen- und -innenseite bis zum Knie zogen. Die Schmerzen nahmen bis MItternacht extrem zu, zusätzlich war die Oberlächensensibilität im linken Oberschenkel deutlich herabgesetzt und ein Kraftverlust war zu vermerken. Per Rettungswagen ging es dann in die neurologische Fachklinik. Am 24. 8. wurde ein Kernspintomogramm angefertigt. Diagnose: Sequestrierter Bandscheibenvorfall auf Höhe L3/4 mit Kompression des Rückenmarks und der Nervenwurzeln. Procedere: Abwarten bis sich am Montag (3 Tage später) die Neurochirurgen zu einer etwaigen Operationsindikation äußern. Zwischenzeitlich Opiate. Ich entließ mich aus der Klinik und verbrachte ein fürchterliches Wochenende zu Hause. Frau und Kind hatten gerade eine Kur auf Langeoog angetreten. Was nützt einem Manne die Krankheit, wenn er nicht mal ein Auditorium für sein Jammern hat! Auf Anraten eines befreundeten Schmerztherapeuten nahm ich dann Opiate in hoher Dosierung (mit ein wenig Alkohol hinunterzuspülen). Nachdem die Flasche Dimple halbleer war, fiel ich dann auch in einen tiefen, erholsamen und schmerzfreien Schlaf. Am nächsten Morgen gesellten sich dann zu den ohnehin unerträglichen Schmerzen im linken Bein, hämmernde Schmerzen in meinem Kopf.
Kurz und gut. Unter hochdosierter Kortisongabe wurde ich dann schmerzfrei und war guter Dinge, dass dies Problemchen doch wohl konservativ zu therapieren sei. Nach Absetzen des Kortisons kamen die Schmerzen wieder - noch heftiger als zuvor. Zwischenzeitlich hatte ich die MRT-Bilder zu anerkannten Experten nach München geschickt. Dr. H. Fritsch rief mich wenige Tage danach an und teilte mir mit, dass eine Operation unumgänglich sei.
Zwei Tage später saß ich im Flieger nach München. Am Folgetag wurde ich operiert (minimalinvasiv, 2cm-große Wunde) Eine Stunde nach OP konnte ich bereits aufstehen. Zwei Tage später saß ich bereits im Münchner Ratskeller bei Weißwürsten, Brezn und einer schönen Franziskanerweiße. Am Tag darauf flog ich wieder nach Hause. Seit dem bin ich ohne Medikamente schmerzfrei. Ich muss mich noch ein wenig schonen, kann aber die Dinge des täglichen Lebens problemlos erledigen. Ab dem 1. 10. werde ich wieder arbeiten gehen.

Tiefe Dankbarkeit und größten Respekt Herrn Dr. Fritsch und seinem Team für die hervorragende Arbeit.

Vielen Dank auch an Silke Haaf , Angla Mahler und Carsten Dieterich für ihre Sorge um mein Wohlergehen und ihre guten Wünsche.

Der Besuch bei Carsten und Susanne in Bishopswood stand schon fest und musste leider meinem Besuch in München weichen. Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr.

Hier gibt's jetzt nochmal eine Version ohne verspielten Schnickschnak:


Das Gewebsstück hat eine Größe von 25 x 16 x 4 mm (und ist kein Kabeljaufilet!!!)

Herzliche Grüße
Hubert

Comments:

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Silke Haaf, 22.09.2007 at 1:34h

Na, das freut mich ja zu hören, dass es Dir anhaltend besser geht!
William fragt, ob es geschmeckt hat...mit Pommes oder ohne...;-)

Sieht ja wirklich nett aus, das Gewebestück, war ja doch noch frisch.
Auch ganz ordentlich groß, kein Wunder, dass es Schmerzen verursacht hat.

Danke für die gut illustrierte Doku, jetzt kann ich es mir genauer vorstellen!

DE: Der Scheinfenster-Award - Teil 2 by Ro Land
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29.10.05, 13:39
221 Comments

Gruß von Silke
P.s.: Die Räumlichkeit beim Kreuzblick ist noch völlig in Ordnung!



Hubert Becker, 22.09.2007 at 1:46h

Oh, vielen Dank, Silke!
Es war dann doch zu klein zum panieren. Sonst gerne mit Chips (Salt & Vinegar) ;-)

Gruß
auch an William
Hubert



Micha Luhn, 22.09.2007 at 19:57h

Mann, da bin ich aber froh, dass mir soetwas noch nicht zustieß. (DreimalgegendenKopfschlag)
Schön zu hören, dass die nicht ganz ungefährliche OP so gut über die Bühne ging.
Für die höchst kreative künstlerische Umsetzung Deiner Schmerzen hast Du Dir ganz sicher den Steff verdient.
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29.10.05, 13:39
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LG Micha



Albrecht Klöckner, 22.09.2007 at 22:13h

Herzlichen Glückwunsch, Hubert, zum guten Ausgang dieser Kalamität! Den Kreuz(-Darmbein?)-Blick lass bitte unbedingt stehen: Die Räumlichkeit ist astrein, und linguistisch-medizinisch ist das zwingend KREUZBLICK! Weiterhin wieder gute Gesundheit, und den hier dazu
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29.10.05, 13:39
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Gruß
Albrecht
Das entnommene Stück kannst Du für einen "Prolapskaus" verwenden...neue Gourmet-Variante "Auto-Kanibalismus"



Serge Côté, 23.09.2007 at 0:32h

schrieb von Dr. Gunther von Hagens ab. :-)

Serge



Hubert Becker, 23.09.2007 at 1:00h

Vielen Dank für die Würdigungen!
@ Micha
Wir alle wereden ja nicht jünger. Jedenfalls kannst du dich vertrauensvoll an mich wenden, falls dir sowas mal zustoßen sollte. Ich kenn da eine gute Adresse ;-)
@ Albrecht
Du spitzfindiger Meister des Wortwitzes! *Prolapskaus* werde ich sofort in meinen Rezeptplan aufnehmen
@ Serge
I'm a physician myself. So, obviously I'm quite familiar with the anatomy. Personally I detest v. Hagen's philosophy though I admire his skill. Therefore I take it as a compliment - thank you.

Gruß
Hubert



Serge Côté, 23.09.2007 at 7:43h

@Hubert: Yes it's a compliment. It mean that it is a great 3D piece of anatomical art.

Serge



Albrecht Klöckner, 23.09.2007 at 9:40h

Danke, Hubert! Wie wär´s, mit so einem Gericht eine Gourmand-Schnellfraß-Kette "MacAber" zu eröffnen?
Gruß
Albrecht



Eberhard Pocha, 25.09.2007 at 12:37h

ich wußte es, das würdest Du Dir nicht entgehen lassen. Super !
Bis bald.
Lg Eberhard



Hubert Becker, 25.09.2007 at 19:48h

;-)
Danke, Eberhard! Wenn ich schon die Cam nicht mit in München hatte, dann doch wenigstens die postop Doku.
Bin am Montag wieder am Start mit einem Arbeitsversuch.
Bis denn

Gruß
Hubert



Sabine Steinwender, 30.09.2007 at 10:41h

Aha, interessant. Mein erster Gedanke war: Ah, so verarbeitet Hubert seine negativen Wahrnehmungen. Das war bestimmt eine seeehr negative Wahrnehmung. War gerade auf einem Bournout Seminar. Da lernt man sowas. Also, wenne da mal ne Frage hass......
Ist jedenfalls klasse daß Du wieder auffe Beine biss.
viele Grüße
Sabine



Roland Gerhardt, 1.10.2007 at 11:05h

Ach Du liebe Zeit! Ich habe das hier gerade erst entdeckt (Bin ja momentan ein recht seltener Gast hier ...).
Es freut mich sehr, zu lesen, dass anscheinend alles gut verlaufen ist. Trotzdem amüsiert mich natürlich die Geschichte der halben Flasche Dimple sehr ... ;-)).
Wir sollten mal wieder telefonieren und uns gegenseitig bemitleiden!
Mit den besten Wünschen - überhaupt und zur Genesung,
Roli



Hubert Becker, 1.10.2007 at 20:07h

@ Sabine
Wahrscheinlich brauchte mein geschundener Körper ein Time Out vor dem Burnout ;-)
@ Roli
Jau, müssen wir unbedingt machen. Wer, außer uns morbiden alten Männern kennt schon die hohe Kunst des richtigen Bemitleidens (Ars conpassionis).


Danke an alle für die Genesungswünsche!


Gruß
Hubert



Angela .M., 3.10.2007 at 22:42h

*knuddel* :-))

dir gehts hoffentlich inzwischen noch gaaaaaanz viel besser ?

Feines Bild mit ekligem Dingsbumsda *grins*

bis demnächst oder so, meld mich bald wieder!
ganz liebe Grüße
Angela



Hubert Becker, 4.10.2007 at 17:08h

Danke fürs Knuddeln :) Bin schon wieder seit Montag am arbeiten. Ob das wirklich so gut ist wird sich rausstellen. Bin an den Abenden ziemlich kaputt und so allmählich fängt auch der Rücken wieder an etwas zu schmerzen. In meinem Vertrag steht ja auch nicht drin, dass die Arbeit Spaß machen muss :-/

Gruß
Hubert



Schmidt Wolfgang FW, 13.05.2010 at 19:34h

Hallo Hubert, wir haben scheinbar dasselbe Hobby- Stereo-Fotografie - und auch ein ähnliches Leiden mit der Bandscheibe. Und das Foto macht die Sache recht anschaulich.
Mal sehen, ob sich die echten 3D-Betrachtungsverfahren in Medizin und Technik etablieren....
FG Wolfgang



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