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Blick auf den Kraterrand des Rano Kau, der hier mehr als 300 Meter nahezu senkrecht zum Meer hin abfällt, und auf die drei vorgelagerten Inseln Motu Kao Kao, Motu Iti, sowie ganz links Motu Nui. Letztere spielte eine wichtige Rolle im Vogelmannkult der Osterinsel.
Einmal im Jahr mussten auserwählte Krieger den steilen Kraterrand hinabklettern und durch das haiverseuchte Meer zur knapp 2 Kilometer entfernten Insel Motu Nui schwimmen. Dort warteten sie dann tage- oft aber auch wochenlang darauf, daß die zurückkehrenden Rußseeschwalben hier nisteten. Der erste Insulaner, der ein Vogelei zu fassen bekam, und es heil zurück zum Startpunkt brachte, war für das kommende Jahr der Vogelmann, der höchste Priester der Insel. In Kostners Hollywood- Epos "Rapa Nui" wird dieser Kult - wenn auch Hollywood-typisch ausgeschmückt - relativ authentisch beschrieben.
Rechts erkennt man übrigens auch den mit Schilf bewachsenen Kratersee des Rano Kau.
Aufnahmedaten:
17.03.2005 / 12:36
Canon EOS 10D (digital) / Canon EF 17-40/4L USM @ 17mm
1/30sec @ Blende 13 / ISO 100 / Belichtungskorrektur -0,5
Polfilter / Stativ
Damit Ihr Euch einen Eindruck von der Größe des Kraters machen könnt, hier ein Panorama, bestehend aus 6 Hochkantpics:
Da wird mir fast schwindlig vom Hinsehen. Da runterzuklettern... unvorstellbar.
Rapa Nui ist noch ein Traumziel für mich.
Das Bild zeigt die Tiefe des Abgrunds sehr deutlich. Die Farben sind traumhaft tief.
Gruß Tom
Ja, ich kann mich an den Film ein wenig erinnern... Das Bild ist ja wieder so was von genial... da fehlen einem glatt die Worte!
Mich würde mal interessieren, wie Du an diese Stelle gelangt bist.
VG, Martin
@Martin
Ist nicht ganz einfach zu erklären, da dieser Aufnahmestandpunkt eben nicht der typische "Rano Kau-Mirador" ist. Die berühmte Orongo- Zeremoniestätte (Nationalpark) befindet sich genau gegenüber und ist oben rechts noch ein klein wenig zu erahnen. Ich bin vom Eingang zum Orongo-Gebiet aus entgegengesetzt am Kraterrand entlang gelaufen, um nach eineinhalb Stunden und einer dreiviertel Umrundung an diesen Aussichtspunkt zu kommen. Das schwierigste und ausgesetzteste Stück bis zum Orongo-Gebiet hatte ich da aber noch vor mir, und ist auf dem Bild schön zu erkennen.
Die komplette Kraterumrundung ist übrigens eine der schönsten Touren auf Rapa Nui und wird nur äußerst selten unternommen. Hatte sie schon bei meinem ersten Besuch 1998 gemacht, und es ist jedes Mal ein ganz besonderes Vergnügen, die verdutzten Gesichter der Touristen in Orongo zu sehen, wenn auf einmal einer aus der völlig verkehrten (und gegen den Uhrzeigersinn abgesperrten) Richtung am Krater auftaucht. ;-))
Das sind beeindruckende Farben in perfekter Schärfe. Auch den Bildausschnitt hast Du gut gewählt, die Inseln oben links reichern den linken Bildteil gut an.
Die Farben sind einfach toll und der Blickwinkel echt klasse. Ich wusste gar nicht, dass Chile so vielfältig und fotogen ist, aber nach Deinen Aufnahmen von dort muss ich meine Meinung wohl ändern.
Gruß Roy
Sieht ja wirklich sehr gefährlich aus. Die Innenseite dürfte nicht mal halb so tief sein, wie die Aussenseite des Kraters. Sehr spannende Aufnahme mit prächtigen Farben!
Absolut tolle Farben, gefaellt mir sehr gut das Bild. War leider selbst noch nicht auf der Insel, hab aber dieses Jahr die Robinson Crusoe Insel besucht und hat aehnliche Farben wie ich sehe....
Gruss Sabine
Voting Center, 31.05.2005 at 11:47h
Dieses Foto wurde in die Galerie mit 142 Pro- und 128 Contra-Stimmen gewählt. Herzlichen Glückwunsch, Karsten Rau :-)
ich frage mich, warum keiner dieses bild VORgeschlagen hat, obwohl sich alle ÜBERschlagen mit lob und anerkennung!
ich finde den bildaufbau außergewöhnlich - die anordnung der drei elemente wasser, gebirge und krater ist meines erachtens eindrucksvoll und auch ein wenig gegen die sogenannten regeln erstellt worden. zauberhaft die farben, das spiel von licht und schatten, die schaumkronen als eine art trennlinie zwischen wasser und land - ich finde das bild ausgezeichnet.
*freu* - hatte ich doch den richtigen riecher! :-)))
ich gratuliere dir, karsten, sehr herzlich; viel mehr deiner bilder hätten es verdient, "dekoriert" zu werden :-)
lg martina
@Martina
Ganz, ganz lieben Dank für den Voting-Vorschlag!!
Freut mich wirklich, daß dieses Foto Anklang findet, denn ich verbinde mit diesem Bildchen dreieinhalb herrliche Wochen auf dem entlegensten Eiland der Welt.
@all
Ebenfalls herzlichen Dank für Eure Stimme, egal ob p, s oder c. ;-)
M@rtina Bie.., 31.05.2005 at 11:47h
ich frage mich, warum keiner dieses bild VORgeschlagen hat, obwohl sich alle ÜBERschlagen mit lob und anerkennung!ich finde den bildaufbau außergewöhnlich - die anordnung der drei elemente wasser, gebirge und krater ist meines erachtens eindrucksvoll und auch ein wenig gegen die sogenannten regeln erstellt worden. zauberhaft die farben, das spiel von licht und schatten, die schaumkronen als eine art trennlinie zwischen wasser und land - ich finde das bild ausgezeichnet.