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Lass mich raten, Du bist das nicht und Fidel auch nicht, der hat sie noch alle, meine ich - Beine.
Eine echt krasse Szene die Du professionell aufgenommen hast. Journalismusfotografie nenne ich so etwas.
Super Schnitt und Szene...!
LG Rolf
"...»sozial« von lateinisch »socius« : gemeinsam, verbunden, verbündet...":
ist nicht was ich seh`. Ich sehe Gegensätze.
Ich sehe sozial Handelnde: Einen Versehrten, der seinen Lebensunterhalt mit betteln bestreitet und eine unversehrte, die – bezogen auf den Bettelnden – etwas (ihrer Überzeugung nach) sinnvolles in Bezug zum Bettler tut (gemeinsam, verbunden, verbündet?).
Auch der Blick des Bettelnden hat keinen Kontakt zur Gebenden Person.
Und ich vermute sogar unterschiedliche kulturelle Hintergründe der Handelnden (Kleidung).
Es erschreckt mich nicht, Bilder zu sehen, in denen die soziale Realität bedürftiger Menschen gezeigt wird (ist es doch eher eine Gesellschaftskritik).
Aber das sollten sie doch m:E. dann auch bleiben (Gesellschaftskritik), die eher – so empfinde ich es – durch den Untertitel „verklärt“ wird.
Ich wünschte, ich hätte den Mut, so nah an die „Missstände“ heranzugehen – ich glaube, ich würde nur noch solche Bilder machen – dann aber so verstanden, wie ich es oben benannt habe. Aber ich scheue mich. Und das ist keine Pietät (ehrfürchtige Scheu), sondern Angst vor den fantasierten Reaktionen.
Und deshalb finde ich dein Bild sehenswert – ohne Untertitel.
Gruß Dobert
Wenn der Untertitel solche Gedanken provoziert, ist er
vielleicht doch richtig, richtig in einem wirklich aufklärerischen Sinne.
Texte, die beschreiben, wiederholen nur, was man auf einem
Bild sehen sollte, sind also eigentlich überflüssig, oder?
das ist ein sehr dichtes Foto mit einer bedrückenden Aussage.. und nebenbei aus meiner sicht großartig fotografiert. Solche Fotos macht man (ich sowieso nicht) nicht oft. Das würde tatsächlich sehr gut in ein Magazin wie den Spiegel hineinpassen. Über den Titel kann man diskutieren aber letztlich interessiert mich das Foto - und das finde ich Klasse!
Das Bild ist gut, mit oder ohne Untertitel. Gesellschaftskritik kann man in solchen Bildern immer sehen, aber wir wissen doch eigentlich zu wenig von dem Mann auf diesem Bild (und auch von der Gesellschaft). Könnte ein ähnliches Bild nicht auch in New York oder Hamburg gemacht worden sein? ich sehe eine "barmherzige" Geste, von einer augenscheinlich der "westlichen" Zivilisation angehörenden Frau. Schön finde ich, daß sie sich ein wenig hinunterbeugen muß, um dem Mann das Geld in die Hand zu legen sowie dessen prüfender Blick auf die Münze.
ein provokatives foto einer nicht minder
provokativen situation....läßt sehr
viel spielraum für eigene gedanken zu.
fotografisch hervorragend !
lg, nora
Was gibt es Besseres? Ein Bild regt einen Gedankenaustausch an.
Einen Bildtitel gibt es ja nicht, nur diese Definition darunter. Sie soll das Bild nicht interpretieren, es war nur ein Einfall, ein spontaner Gedanke zu einem in sich m.E. sehr widersprüchlichen Bild. Die Widersprüche finde ich in den Anmerkungen, das gefällt mir.
Ich kenne das Photo gut, und ich könnte manches dazu schreiben. Aber ein veröffentlichtes Bild gehört den Betrachtern.
Immer wieder gut - so etwas so nah auch zu zeigen. Oft kritisiert und mit gemischten Gefühlen versehen.
Aber warum?
Die Frage des - darf man das so zeigen - beantworte ich selbst mit *Ja*
Es gehört zu uns - zu dem was wir erleben - was wir täglich sehen - auch bei uns - nicht nur in Cuba.
Wegschauen - weitergehen - hilft niemanden und wir lügen uns selbst an, wenn wir Abends dann den Sonnenuntergang auf der Terasse mit einem Glas Rotwein anschauen und die Welt schön finden - weil Bilder wie diese sich nicht eingeprägt haben - weil wir weitergegangen sind.
Das Blumenbild an der Wand liefert noch das I Tüpfelchen.
Klar habe ich kein Holzbein und brauch auch sonst nicht betteln und genieße ebenfalls romantische Sonnenuntergänge.
Aber man sollte auch keine Angst davor haben und es verwerflich finden, wenn Bilder dieser Art gezeigt werden.
Sie erinnern daran, wie gut es uns geht - in einer Welt die kontärer nicht sein könnte.
Und das es jene gibt - die auf einer Treppe sitzen und betteln.
Starkes Pic Alfons.......Elke :-))
endlich mal ein bild eines bettelnden menschen, das einen wohlüberlegten und durchdachten bildaufbau besitzt, diskret die situation darstellt ohne reißerisch zu wirken.
der aufbau und die interaktion sind hervorragend!
Vielen Dank EM-BE !
Vielen Dank allen, die sich für das Bild entschieden haben.
Das Ergebnis habe ich natürlich so ähnlich erwartet,
und ich bin auch keineswegs enttäuscht deshalb.
Das ist schon so in Ordnung.
Das Photo hat tatsächlich zwei entscheidende Mängel (die Frau mit den Kinderwagen gehört allerdings nicht dazu :-)
1. Es ist kein schönes Bild.
2. Man benötigt sicher mehr als drei Sekunden, um das Bild mit dem Auge zu erwandern, um es zu verstehen.
Viel Zeit. – So viel Zeit hat die Mehrheit von uns nicht.
Ja, dieses Bild gehört den Betrachtern. Ich schaute eine Weile hin und ging weiter. Habe ich mich abgewandt? Nicht vom Bild dahinter, es bleibt in meinem Kopf.
EM-BE , 1.03.2008 at 21:16h
die Augen - der Blick - der Bildschnitt