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Auf der gewellten Grundfläche wurden 2711 zwischen 0,5° und 2° geneigte Betonquader (Stelen) in parallelen Reihen aufgestellt . Die Stelen sind hohl mit einer Wandstärke von ca. 15 cm. Bei identischem Grundriss (2,38 x 0,95 m) sind die Stelen unterschiedlich hoch, zwischen ebenerdig und 4,7 Meter. Die 2711 Stelen erinnern an Grabsteine. Es bestehen Ähnlichkeiten mit den Sarkophag-Gräbern jüdischer Friedhöfe (insbesondere dem Alten jüdischen Friedhof in Prag oder dem Ölberg in Jerusalem).
Der Förderkreis um Lea Rosh erklärt das Denkmal zum Kenotaph ( Scheingrab ) und vergleicht es mit Kriegerdenkmälern und Soldatenfriedhöfen: Es sei nötig, weil die meisten ermordeten Juden kein eigenes Grab hätten.
Die graue Farbe der Stelen soll an die Asche der verbrannten Juden erinnern, die meistens in Gewässer oder auf Felder gestreut wurde.
Zum Bild : Erstmals sehe ich hier eine andere, eine Übersichtsperspektive.
Zum Motiv : Ich habe nichts gegen ein Mahnmal. Dieses ist aber zuviel des "Guten" und für mich in künstlerischer wie auch in den Kosten, auch Folgekosten, absolut unverständlich ! Meine Meinung !!
VG Roland
Mir fällt hier zum ersten mal auf, wie dieses Stelenfeld mitten zwischen der normalen Bebauung liegt, so wie die armen Menschen damals als ganz normale Mitbürger zwischen den anderen gelebt haben... bis sie da gewaltsam herausgerisssen, oft von den eigenen Nachbarn verraten wurden...
LG Horst
Aus dieser Perspektive habe ich das Stelenfeld noch nie gesehen. Allein deshalb lohnt sich das Anschauen deines Fotos. Abgesehen von der guten Aufnahmequalität natürlich.
LG Erika
So eine "Über"sicht des Stelenfeldes habe ich noch nicht gesehen. Danke dafür! Gut hast Du es aufgenommen!
Auf mich wirkt es bedrückend innerhalb der Häuser. Ich selbst würde mir ein anderes Denkmal wünschen. Aber das ist halt eine Frage des Geschmacks.
Lieben Gruß!
Helga
Ob dies im Sinne der "Opfer" ist?
Friedhöfe liegen meist außerhalb von Wohngebieten und sind ein Ort der Besinnung, Ruhe und Einkehr!
Was ich hier sehe - ein Künstler, der mit aller Macht und jeglich fehlendem Feingefühl auf sich aufmerksam machen will!
Schlimm für jene Leute, die ihren "Sanktus" zu diesem Machwerk gaben.
Eine informative und sehr interessante Doku, Anja!
Grüßchen Ino
Die Meinungen sind ja doch recht widersprüchlich. Erst einmal zur Aufnahme. Eine gut gewählte Perspektive, die die Enge dieses Mahnmals zwischen den Häuserfronten zeigt. Über das Ausmaß der Fläche dieses Mahnmals läßt sich sicher streiten, da möchte ich mich gerne Ino Koy anschließen. Wie weit die Ruhe und die Erinnerung an die Opfer gewahrt bleiben, sieht man ja, wenn Touris trotz Verbot der Meinung sind, man müßte dort rumklettern.
LG Frank
So als Übersicht habe ich diesen Platz noch nie gesehen, Anja! Schön gemacht; ich hätte dieses Foto allerdings vielleicht noch ein klein wenig nach links gedreht.
Gruß Wolfgang
Also,mit dem Fotografenauge betrachtet muß ich sagen: tolle und interessante Perspektive.Auch die Bildaufteilung ist gut gewählt.Aber auch mit diesem Bild bleibt mein Meinung betreffs dieses 'Denkmals' bestehen,und wird hier deutlich: es sieht aus,als wollte die Stadt Berlin auf Teufel komm raus diese Baulücke schließen.Ich habe mir das vor ca.1Monat selbst ansehen können,und es hat keine Emotionen hervorgerufen.Ich habe mich lange mit dem Holocaust beschäftigt,und dieses 'Denkmal' wird all dem nicht gerecht.
Diesen Blickwinkel habe ich hier zum ersten mal gesehen und finde ihn sehr gelungen.
Zum Mahnmal selbst gibt es viele Meinungen. Bei mir selbst hat es sehr wohl Emotionen hervorgerufen. Ich finde es extrem passend. Man sollte sich auf jeden Fall die Zeit(!) nehmen, die Ausstellung zu besuchen.
Wen dass nicht bewegt, dem ist nicht mehr zu helfen.