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Gestern am frühen Abend hat der arbeitslose Theologe im Erdgeschoß angekündigt, er werde zur Selbstverbrennung schreiten, wenn weiterhin gläubige Christen vom Finanzamt und den Mineralölgesellschaften genötigt würden, aus der Kirche auszutreten. Er habe gar kein Auto und litte dennoch unter den hohen Benzinpreisen, weil er erstens arbeitslos sei und zweitens die Selbstverbrennung bald nur noch über einen Kleinkredit finanzieren könne. Er hat gezetert und geschrieen, und ich glaube, er war auch nicht ganz nüchtern. Viele Passanten haben sich dem Spektakel hingegeben und herzlich gelacht. Ich finde das schade, dass viele so herzlos sind … Vielleicht geht es denen auch mal schlecht, und wie fänden sie es dann, nicht ernstgenommen zu werden?
Leider konnte ich meine Spiegelreflex nicht finden, deshalb hab' ich das Bildchen auf die Schnelle mit dem Handy geknipst.
Recht hat der Gute, und es ist wirklich unmöglich, sich darüber zu amüsieren. Gut, dass Du das wenigstens noch mit dem Handy erfasst hast und hier die Geschichte dazu erzählst.
LG Monika
PS: Schön, dass ich durch Deine Anmerkung zu meinem Foto auf diese/DEINE Seite gekommen bin.
Interessant!!
Ja, die Maße sind manchmal durchaus unvorteilhaft, aber ich bin froh, dass die Masse sich trotzdem freut und amüsiert ... auch bei diesen tragischen Ereignissen.... :-)
typisch für unsere Gesellschaft... diese Extreme auf der einen Seite die Verzweiflung und bei den massen diese Gleichgültigkeit....das erlebst du in Südamerka nicht so..
lg.......carlos
da ist aber auch noch was anderes los oder, rechts oben z.B.? ... irgendwie werde ich das Gefühl nicht ganz los, dass du uns ein wenig verulken willst ...auf Kosten von (dann freilich nur vorgestellten) Personen ...der Beginn eines Romans vielleicht, mit gesellschaftskritischer Note - spielt aber letztlich keine Rolle solang es nicht dazu kommt, dass du dem arbeitslosen Theologen begegnest. Selbst der Austritt aus der Kirche kann für Mittellose übrigens zur Hürde werden, kostet er in vielen Bundesländern doch mittlerweile um die 30 Euro. Das ging neulich durch die Nachrichten, Grundsatzentscheidung, ich glaube NRW, dass das rechtens und keineswegs eine Behinderung der religiösen Freiheit sei, wenn die Kirche diese Gebühr einfordere - immerhin bedeute jeder Austritt einen Arbeitsaufwand von ca. einer Viertelstunde - ein stolzer Stundenlohn in den Kirchenbüros, will ich meinen!
ich lese bewußt nicht den text unter dem bild,weil sie mich sonst in meiner eigenen sichtweise einschränkt, und meinen gedankenfluß hemmt.
der mensch,ewiglich unruhig,suchend,bis es ruht in gott? oder trägt er mittlerweile einen attraktiveren namen wie dolce &gabbana?
weg-weis-er oder doch nur ein hin-weisschild für die gefahrenzonen,man weiß es nicht,man nennt es leben...