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Wir durchschreiten den eindrücklichen Eisbruch im Rosenlauigletscher auf 2650m ü.M. einige Sekunden nachdem die aufgehende Morgensonne unseren Standort erreicht hat.
Die Geschichte:
- Karfreitag, 22.04.2011
- Skitour auf das Wetterhorn, 3692m
- gestartet in Rosenlaui: 01.57 Uhr
- Zeitpunkt der Aufnahme: 06.25 Uhr
Zusammen mit meinem Bergfreund bin ich seit 4 ½ Stunden unterwegs. Im Schein unserer Stirnlampen sind wir 3½ Stunden in der Nacht aufgestiegen und haben genau wie berechnet zum Zeitpunkt der nautischen Dämmerung den Rosenlauigletscher erreicht. Während wir uns kurz verpflegten, verfärbte sich der Himmel im Osten erst violett, dann immer wie mehr zu rotgelb übergehend und wir konnten unsere Lampen im Ruckdsack versorgen. Angeseilt und zu Fuss auf unseren Skis gelangten wir bald in den imposanten Eisbruch zwischen 2500m und 2800m ü.M. Da begann plötzlich der Gipfel des Wetter-, dann auch derjenige des direkt vor uns liegenden Rosenhorns zu glühen. Ein Spektakel, wie ich es zu erleben erhofft, aber fast nicht zu träumen gewagt hatte, doch ich erlangte tatsächlich das Glück es erleben zu dürfen.
Siehe Bild
Nun ist ja bekanntlich nicht nur der Blick nach vorne interessant, nein man sollte ab und zu auch einmal zurückschauen. Das tat ich (im Aufstieg auf den Skis mit der Kamera nicht immer ganz einfach machbar) und da bot sich mir noch einmal ein Licht- und Farbenspektakel der spezielleren Art. Nur Sekunden Sekunden zuvor ist nun auch für uns direkt sichtbar die Sonne über den Zentralschweizer Alpen aufgegangen und hat den Gletscher unter uns rotgelb aufleuchten lassen. Rechts im Bild erkennt man noch die Spalten und Türme des Rosenlaui-Eisbruchs, den wir gerade passiert hatten.
Bevor die Berge wild werden, täuschen sie erst mal größte Zart- und Sanftheit vor. Prima Bild, das die Belohnung zum Aufstieg im Dunkel ahnen läßt.
Richard
Gestaltung und Stimmung sind phantastisch - gleichzeitig hat die Aufnahme dokumentarischen Charakter: sie zeigt wie dünn die Schneedecke auf dem ewigen Eis des Gletschers ist. LG Alfred