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In meiner näheren Heimat gibt es eine ganze Reihe von Schlössern - meist nicht sehr spektakulär, aber oft romantisch anzusehn und mit interessanter Geschichte. In teils mehr, teils weniger gutem Zustand werden sie heute zum Teil von Ämtern, Behörden oder Institutionen genutzt, zum Teil sind sie aber auch noch im Besitz der alten Familien. Einige Impressionen dieser Zeugen vergangener Zeiten möchte ich euch in loser Folge vorstellen, im Stil alter Albuminfotos. Heute das Schloss von Höchstadt a. d. Aisch.
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Das alte Schloss auf seiner kleinen Erhebung, die historische Sandsteinbrücke von 1391 welche das Flüsschen Aisch überspannt, umgeben von viel Grün ... vom Süden her kommend ein zu jeder Jahreszeit schönes Ensemble ...
Das Schloss wird 1157 erstmals urkundlich erwähnt, als Burg eines Graf Goswin de Hohestat die an das Bistum Bamberg ging. Erbaut wurde es wohl bereits um 1050. Unter den Bischöfen Ekbert von Meran und Fürstbischof Albert von Wertheim wurde die Anlage mehrfach um- und ausgebaut. Im 2. Markgrafenkrieg brannte Höchstadt ab, die Burg selbst überstand den Krieg ohne größere Schäden. Ab 1572 wurde die Burg von von verschiedenen Fürstbischöfen schlossartig ausgebaut und immer wieder umgebaut, zuletzt 1711 von dem für seine Baufreude bekannten Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn, nachdem es bei einem Brand 1688 stark beschädigt worden war. Der ältereTeil des Schlosses wurde danach nur noch für Lager- und Speicherzwecke verwendet.
Von der ersten Burg sind nur noch wenige Fragmente erhalten, darunter die Grundmauern des ehemaligen Bergfrieds - dieser muss mit einer Grundfläche von 10 x 10 m und 3 m Wandstärke ein mächtiges Bauwerk gewesen sein. Das Schloss besteht heute aus einem hell verputzten L-förmige neueren Teil im Südosten, an den nach Westen hin der große bogenförmige ältere Teil mit seinen mächtigen Natursteinmauern anschließt. Durch die häufigen Umbauten, bei denen nur wenig Rücksicht auf vorhandenes genommen wurde, ist die erhaltene Bausubstanz heute ein wilder Stilmix aller Bauepochen von den mittelalterlichen Anfängen über Renaissance bis Barock. Diesen Umbauten fiel z. B. auch der sog. Fürstensaal mit seinen ursprünglich großen dreigliedrigen Fenstern zum Opfer - das Schloss war zwar überwiegend Wohn- und Amtsschloss, hat aber in kleinerem Umfang auch für repräsentative Zwecke gedient.
Heute befinden sich in den neueren Teilen diverse Ämter und Behörden. Der ältere Teil wurde saniert, steht aber meines Wissens noch teilweise leer, er soll für kulturelle Zwecke wie Ausstellungen etc. genutzt werden. Der große, von den mächtigen alten Mauern umgebene Schlosshof wird regelmäßig für Feste, Rock- und Mittelalterkonzerte genutzt ... junges Leben im alten Schloss ...
Wunderschön ist dir die Bea gelungen, wie aus einem alten Fotoalbum. Ein ganz besonderer Blickpunkt ist für mich die alte Sandsteinbrücke über die Aisch.
Sehr liebevoll und informativ dazu ist deine ausführliche Info, die angehängten Bilder ( du liebst ja Serien wie ich weiß) runden eine gelungene Präsentation ab.
LG marianne th
@Meinolf: Ist dir der Unterschied wirklich nicht klar ...? ;-)
Nachtrag:
Hier ist der "Titel im Bild" (was nicht stimmt, er ist auf dem ohnehin vorhandenen Rand) Teil der Gestaltung. Die ganze Serie ist "im Stil alter Albuminfotos", damals waren Titel und Fotograf oder Atelier häufig am Rand aufgedruckt. Es ist auch nicht irgendeine beliebige Schrift, sondern der Schrifttyp ist passend zum Bild gestaltet, orientiert sich an den alten Vorbildern. Diese Art der Gestaltung ist hier Merkmal der ganzen Serie.
Natürlich hätte man nun den FC-Titel weglassen können ... aber Punkte oder O.T. finde ich ehrlich gesagt albern ... und hier zudem ein Stilbruch ...
LG Horst
Fein hast Du das Ensemble praesentiert.
und Text wirklich sehr interessant.
Super Arbeit von Dir.
Gut das alles weiter lebt und renoviert ist.
Das passiert wo anders oft ganz anders
Bei diesem Motiv (bzw. den Motiven) passt die Bearbeitung perfekt. Dazu machst Du Dir immer die Mühe, interessierten Leuten die jeweilige Information zu liefern. Ich staune immer wieder, was ich in meiner Heimat, meiner unmittelbaren Umgebung noch nicht entdeckt habe. Aber jetzt habe ich ja mehr Zeit ... ;-)
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
wünscht Gudrun
diese Art der Bearbeitung beeindruckt, hätte nicht gedacht, dass dies möglich ist. Denn der erste Eindruck ist, dass es sich hier wirklich um ein ganz altes Foto handelt. Sehr aufschlussreich auch deine Informationen hierzu.
LG elfie
Interessante Heimatgeschichte in Wort und Bild, vielleicht kannst Du solche "alten" Postkarten ja auf den entsprechenden Antikmärkten an den Mann bringen?
Grüße, Ernst
...erst letztens stand ich an einem Stand mit lauter KrimsKrams aus dem letzten Jahrhundert...es gab da auch jede Menge Postkarten....wer weiß vielleicht war auch dieses Schloss dabei :-))...die Bearbeitung passt auf jeden Fall dazu...Aufnahme und Info gefallen mir
LG Maren
Eine schöne Aufnahme aus guter Perspektive.Die Sepiatonung gibt Deinem Foto einen nostalgischen Touch.
Auch der sepiaweiße Rand und die Schriftart finde ich hier sehr angemessen.
Liebe Grüße
Anna
...ich sie mag sie unglaublich gerne, deine Serie über diese Schlösser in unserer Gegend in dieser Bearbeitungsform....danke dir, für die super interessante Infos und natürlich für den optischen Genuss,
Klasse Bea passt wunderbar zur Aufnahme, schaut aber bestimmt im Original genauso gut aus, Danke auch für die Infos
Wünsche Dir ein schönes WE
Gruß Uwe
@Uwe: Es soll ja auch nicht besser aussehen als das Original, kein "aufgemotztes" Bild sein ... sondern eine Ausarbeitung in einem bestimmten Stil. Gerade für solche Ausarbeitungen ist ein Ausgangsfoto das auch für sich allein bestehen kann Voraussetzung. Und gerade bei dem Thema hier ... solche Albuminfotos oder alte Fotos allgemein sind oft von bestechender Qualität ...
Hier ist nicht nur der Aufnahmestandpunkt auch die Bearbeitung perfekt für solch ein Motiv gewählt. Es wirkt wie ein Bild aus dieser Zeit. Auch Deine Beschreibung ist sehr gut verfasst. Super gemacht
LG tom
Ich gestehe ... eine moderne Laterne habe ich retuschiert ... aber Retusche gehört schließlich zum Handwerkszeug fast seit Anbeginn der Fotografie ... ;-)