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1) einfache Variante bestehend aus 2 Rollen, wobei eine einen etwas größeren Durchmesser hat und auf die zweite gesteckt werden kann (1a). Belichtet wird, wenn beide Löcher übereinander liegen (Markierung). Danach wird die äußere Rolle wieder verdreht.
2) Nachdem ich durch Zufall festgestellt hatte, daß mein Lens-Obscura- Set optimal auf so einen Pappzylinder passt, entstand mein 2. Modell.
a) sind die Abschlußstopfen eines Metall-Tischbeins (Baumarkt). Man könnte aber auch einen Rundholzabschnitt o.ä. nehmen. Einer der Stopfen wurde mit einem Gewinde versehen.
b) das LensObscura Set bestehend aus Gewinde und Steckblende (es hat Blenden mit 0,2 mm, 0,3 mm und 0,5 mm).
c) ein selbst gebastelter "Objektivdeckel" dient zum Belichten.
3) Die fertig montierte Kamera mit und ohne Deckel.
4) Schemazeichnung.
5) mit einem umgekehrt auf das Stativ montierten Kugelkopf erhält man einen Panorama-Adapter der sich leicht horizontal drehen lässt und dabei im "Wasser" bleibt.
6) auf die Unterseite des Kugelkopfs habe ich eine 360 Grad-Skala geklebt und auf den Feststellhebel einen Draht gesteckt, an dem ich die Skala ausrichten kann.
7) Für Panorama-Perfektionisten: mit einem Einstellschlitten kann die Kamera im "Nodalpunkt" ausgerichtet werden. Der "Knotenpunkt" (beim Pinhole das Loch) rotiert jetzt auf der Drehachse und Einzelbilder können so optimal gestitcht werden. Aber auch andere Kameras lassen sich so für Panoramafotos adaptieren.
Ein Problem bleibt dabei allerdings bestehen: die Verzerrung, die durch die Projektion auf den Zylinder entsteht. Eine Möglichkeit zur Entzerrung wäre das Pinhole so in den Zylinder zu versenken, daß der Abstand Loch zu Filmfläche gleich groß wird, wie bei Schemazeichnung 2 angedeutet. Vielleicht kann die Bildverzerrung aber auch mit den Panoramatools von Prof. Dersch softwaremäßig herausgerechnet werden. Probiert habe ich das noch nicht. Vielleicht kennt sich damit jemand aus?
8) Anamorph-Pinhole-Kamera. Eine naheliegende Variante. Belichtet wird dabei von oben. Das Filmformat beträgt hier ca. 6 cm x 12 cm. Allerdings habe ich bisher testweise nur ein unterbelichtetes Negativ damit zustande gebracht.
...Achso ja: für so ein Pano benötigt man entweder mehrere Kameras oder einen Wechselsack...
oh, da frag ich mal kurz nach einem blick auf die zewa-cam, und schon stellst du wissenschaftliche gedanken und hochinteressante phasenfotos ein.
das ist ja alles grandios, besonders, wenn man die ergebnisse daraus vor augen hat.
bei meinen pinholes passt schon nicht das kameragewinde zur stativschraube (agfa box, daci) oder es gibt kein gewinde (boxocam). da hab ich wohl noch ein wenig nachholbedarf, wenn ich nicht nur mutter erde oder geländer und schaltkästen als stative missbrauche.
Hallo Matthias, mit Deiner BOXOCAM machst Du doch Super-Pinhole-Fotos, da ist es doch völlig wurscht worauf das Teil steht. Bodennähe macht sich doch eh gut bei der Lochkamera. Für meinen Pinhole-Panoramatick brauch ich für die Software halt halbwegs präzise ausgerichtete Einzelaufnahmen, weil das sonst ein ewiges Rumgeeiere wird beim Zusammenbauen hinterher.
Die Schrittaufnahmen hatte ich sowieso gemacht für eine noch zu bauende Website (vielleicht krieg ich ja den Dreh mal).
Für Aufnahmen in Erdnähe oder Schaltkästen eignet sich ganz toll das "Bohnenbeutelstativ". Fast so gut wie bei einem Kugelkopf kann man damit fast jeden Aufnahmewinkel realisieren. Einfach getrocknete Bohnen oder Erbsen in einen Gefrierbeutel füllen und verschweißen oder sonstwie verschließen...Kamera drauf stellen und ausrichten... passt locker noch in die Fototasche.
Hallo Bernie, ich hätte da den schnell zu realisierenden Basteltipp: statt Linsensuppe zu kochen, kannst Du das getrocknete Gemüse in einen Beutel füllen und als Stativ benutzen, siehe meine Anmerkung zu Matthias.
Gruß Otto