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Die Brutalität der Natur... by Uwe F

Die Brutalität der Natur...


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12.01.2007 at 17:18h
, License: All pictures  by the senders.
Ein Habichtmännchen oder vielleicht Sperberweibchen hatte diese Taube verflogt und auch erwischt. Sie stürzten zu boden und ich konnte mich unbemerkt durchs Gebüsch anschleichen. Er bemerkte mich nicht und "verspeiste" die Taube in aller Ruhe. Ich musste leider mit ansehen wie brutal doch die Natur ist. Denn der Habicht tötete nicht etwa die Taube. Nein er rupfte sie und pickte auf sie ein, aber sie lebte noch und es war schon eine großes Loch im Rücken der Taube zu sehen. Nach ca. 15min konnte sich die Taube befreien und flog fort und der Habicht hinterher. Ich denke weit ist sie nicht gekommen.
Ich habe einige Bilder machen können, nur leider war es am späten Nachmittag und es war schon ziemlich dunkel.

Panasonic FZ50 @ 420mm
1/60 Sek. F3,7 ISO 400
Freihand , Bildausschnitt

Comments:

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Bernd Boelcke, 12.01.2007 at 17:29h

Brutalität ist ein Luxus, den nur wir Menschen uns leisten. Für den Raubvogel geht es rein ums Überleben. Im Übrigen ist Dein Foto ein grandioses Naturdokument.
LG Bernd



Eric-Achim Fischer, 12.01.2007 at 17:31h

Super Bild, da so etwas in freier Natur nur äußerst selten zu sehen oder gar zu fotografieren ist. Dein Text gefällt mir weniger.Die Natur ist niemals grausam! Dieses Sperberweibchen ist auf die weiße Taube aufmerksam geworden, weil diese Zuchtform (!) eben sehr auffällig ist und hat sich dabei etwas übernommen. Als Grifftöter ist der Sperber normalerweise in der Lage, seine Beute sofort mit den Fängen zu töten, ehe er frisst. Hier ist also höchstens der Züchter grausam, der eine so auffällige "Beute" züchtet und im Revier des Sperbers herumfliegen lässt.

Gruß Eric



Manni Canonion, 12.01.2007 at 17:39h

Ich dachte eben bis jetzt das Greifvögel ihre Beute töten und dann fressen.
Mit brutal (von grausam war keine Rede) meinte ich eben das der Sperber die Taube nicht tötete sondern sie bei lebendigem Leibe auffraß .



Dani Studler, 12.01.2007 at 19:05h

Hmm, interessante, wenn auch brutale Geschichte zum Foto! Mich erstaunt aber auch sehr, dass der Greifvogel die Beute nicht gleich tötete um genau dieses Entwischen zu verhindern!!

lg dani



Kai Rösler, 12.01.2007 at 23:54h

.. interessante Doku mittels Bild und Story dazu
Gruss Kai



Michael Rosch, 13.01.2007 at 0:08h

Den Augenblick hast du sehr gut festgehalten.
LG Michael



Peter Aurand, 13.01.2007 at 10:28h

Eine Doku vom feinsten. Muss ein aufregendes Erlebnis gewesen sein.
Gruss Peter



Eckhard von Holdt, 13.01.2007 at 18:54h

Tiere töten ihre Beute nur so schnell wie nötig und sehr viele fressen sie lebendig. Vielleicht war dieser Sperber auch nicht besonders hungrig und deswegen so nachlässig.
Den Taubenzüchter in dieser Hinsicht auch nur mit Einschränkungen als "grausam" zu bezeichnen finde ich völlig an den Haaren herbeigezogen. Sind demnach auch Naturschützer grausam, weil sie Vogelarten fördern, die dann regelmäßig im Straßenverkehr und an Überlandleitungen ums Leben kommen?
Außerdem gab es hier schon eine Anzahl von Fotos, auf denen Sperber Türken- und auch naturfarbende Haustauben fressen. Es gibt heute wohl auch nur noch sehr wenige Flächen in Mitteleuropa, die nicht in einem Sperberrevier liegen.

Schöne Grüße, Eckhard



Wulf von Graefe, 15.01.2007 at 5:05h

Dein Bild ist schon vorzüglich, Uwe, wie die anderen auf Deiner erzgebirgigen Seite auch. Und der Text erklärt ja das Geschehen auch sehr gut.
Dazu hätte ich in diesem Falle aber noch eine andere Bemerkung, als was da Eric-Achim und Eckhard schon überwiegend richtig feststellten:
Da diese Beutegröße für einen Sperber mit seinen dünnen Beinchen eher etwas über seinen eigentlichen Fähigkeiten liegt, hätte ich ihn hier anfangs einfach weggejagt, um der Taube dies zu ersparen.
Läßt man ihn aber machen, dann muß man ihn auch wirklich so ungestört lassen, dass wenigstens "irgendwann beim Essen der Tod eintritt", wie es an anderen Aufnahmen solcher Szene schon passiert war.
Wenn diese erst geschockte, dann ziemlich bös schon angegessene schließlich (weil sich der Jäger eben doch zu gestört fühlte) so lädiert davonfliegt, wird er sie kaum nochmal erwischt haben können, da sie viel schneller ist.

Dass sich die interessanten Fälle dieser Art hier mehren, hat sicher kaum, wie Eckhard richtig schreibt, mit ihrer Färbung zu tun, sondern damit dass diese Haustiere einen höheren Anteil von Tieren haben, die solcher Bedrohung gegenüber ein "bisschen zu blöd" sind.
Das ist schon ein wenig der Effekt, wie er von Mardern im Hühnerstall und Reihern an Karpfenteichen bekannt ist.
Die außerhalb von Siedlungsbereichen jagenden Sperber kommen sicher nicht so leicht auf eine solche Idee, da ihnen dort viel sicherer so große Beute von anderen weggenommen würde.
Und was sie üblicherweise jagen, das machen sie schon auch beizeiten ordentlich tot (und nicht nur mit den Füßen, sondern auch mit Kopfbiss).
lg Wulf



Eric-Achim Fischer, 31.01.2007 at 17:38h

Ich will nicht übertrieben Klugscheißen, aber die Farbe der Beute ist erwiesenermaßen ein Hauptindikator beim Auffinden/Entdecken der Beute, auch wenn Sperber gleichermaßen akustisch und optisch reagierende Greife sind. Grifftöter sind sie in jedem Fall, für den tötlichen Nackenbiss fehlt ihnen der Falkenzahn! Die Bemerkung mit dem "grausamen Züchter" war als ironische Kommentierung der "grausamen Natur" zu verstehen. Das eine stimmt natürlich so wenig wie das andere! Und um das Thema für mich abzuschließen: Natürlich greifen Sperber und andere Greife als Nahrungsopportunisten das was da ist und zu überwältigen ist, auch Wildtauben, allerdings viel seltener als Zuchtformen. Übrigens: Ein Berliner wanderfalkenpaar ernährte sich nachweislich zu 80% von entflogenen Wellensittichen und Kanarienvögeln, 90% vonn denen waren weiß....(!)

Gruß Eric



Axel Bensemer, 11.02.2007 at 16:50h

Klasse Aufnahme und die Farbe ist auch
Super guter Ausdruck
so ist die
Natur
vg Axel



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