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Zum Abschied: Gruppenbild mit Dame. Matthias (34), der am Samstag den letzten Kiosk im Viertel dicht machen musste, sitzt auf ner Mülltonne; drumrum Freunde und Kunden. - 25 Jahre lang gab's an der Bude frische Brötchen, heißen Kaffee, kühles Bier, Eis, Zeitungen und Zeitschriften...
manche abschiede tun weh...
und manche schneiden auf immer ins leben ein...
solche zum beispiel..
deshalb lebe ich nach dem grundsatz "support your local community"
> Hach ja... sowas finde ich ja wirklich superschade! Oft ist es ja so, dass so ein kleiner Kiosk einfach mehr ist, als eben nur eine Anlaufstelle zum Einkaufen. Man trifft sich und man kennt sich, man kann ein wenig plauschen und man kriegt obendrein noch das was man braucht zu fast jeder Tageszeit.
Und es gibt ja wirklich nichts sonst in der Nähe. Das find ich echt schlimm... <
Geschichten aus dem Alltag die unter die Haut gehen...
Die Gemeinschaftlichkeit der Menschen in dem Viertel ist hier schön dargestellt. Traurig nur der Anlass...
...die Gemeinschaft hatte aber nicht die Kraft, dies am Leben zu erhalten!
Ein jeder ist daran schuld!! Es muß billig sein, schnell gehen und vorallem einem Massengeschmack entsprechen. Ich kenn dies bereits aus der Zeit nach dem Mauerfall - die meisten Menschen ziehen sich selbst den Boden unter den Füssen weg - da sehe ich es schon eher wie Ivy!!
Denkt daran, wenn ihr wieder zum nächsten Supermarkt fahrt!!!
...die Gemeinschaft mag den Abrisss des Kiosks nicht verhindern können. Aber sie hat die Kraft einem tröstende Worte zu schenken und Mut zuzureden...das ist doch auch viel wert und auch eine Form von "support your local community"....
@ Phil Good. Grundsätzlich hast Du natürlich Recht. - Aber ich hab's schon unter einigen Fotos angemerkt: In diesem Fall soll der Kiosk abgerissen werden, weil der Eigentümer dort ein Mehrfamilienhaus errichten will...
trostende Worte?? ist es ok wenn man danach nur sagt, tut mir leid und Bedauern bekundet?? Ich denke, man sollte im Vorfeld sein Handeln bedenken!
@ Detlef
dies ist was anderes, Schicksalsschlag dem man ausgesetzt ist - wobei, auch hier hätte eine "starke" Gemeinschaft helfen können. Aber dies wird meist nicht bedacht ,o(
Wünsche dennoch Mathias alles Gute und vielleicht findet er die Kraft etwas Neues zu errichten
Erfreulich bei dem traurigen Anlass ist, dass sich die Betrachter der Fotos sehr viele Gedanken machen: was man hätte anders, besser oder sogar zukunftsorientierter gestalten könnte.
Es wird sich beim nächsten Kiosk auch noch nicht verändern, aber wie sagt man so schön:
Hunderttausende sagen: einer allein kann ja doch nichts machen...
In diesem Sinne
LG
@gar
Der einzige Trost ist wirklich, dass ihm nicht die Kunden ausgeblieben sind, sondern das es andere Gründe hat. Auch wenn es nur ein schwacher Trost ist, der nichts an der Tatsache ändert...
Anscheinend sind doch nicht alle der "Geiz ist geil Mentalität" verfallen...
Das Bild hat grosse Sagenskraft. Ich wollte unbedingt der Kommentar lesen um zu wissen was sich hier Abspielt. Und wenn man es weiss wird es noch eindringlicher.
Gr.
Harry
ich finde es in jedem fall wichtig, solche traurigen schließungen von "kulturstädten" zu zeigen.
ich kann es sehr gut nachvollziehen, wenn alteingesessene läden einfach von einem auf den anderen tag schließen und eine lücke bleibt.
das ist tod, nichts anderes.
was bleibt sind die erinnerungen an gute zeiten und schöne stunden ......
dem unüberlegten handeln oberflächlicher kunden sei dank.
und da hat deutschland scheinbar ein menge von.
vg
deine Doku macht mich traurig...
hab nichts gelesen, nur deine Bilder angeschaut.
Vielleicht wiederhole ich jetzt auch, was andre schon gesagt haben, sorry dann.
Mit solchen Versorgungs-Punkten stirbt so viel mit!
ein Arbeitsplatz
ein Treffpunkt
ein Ort der Kommunikation
und ganz banal, die letzte Möglichkeit noch was zum Abendessen zu kaufen, und wenn's nur ein Omelette, n' Bier und ne Semmel gibt.
Jetzt müssen alle woanders hin.
Wahrscheinlich in den nächsten anonymen Discounter...
Sich versorgen können, wo man lebt,
ist ein Stück Lebensqualität,
aber es wird zunehmend Luxus.
Ist ein andrer Platz für den Kiosk schon gefunden?
Wird danach überhaupt gesucht?
Irgendwie denke ich: Das ist der Preis, den wir alle zahlen für die sogannte florierende Wirtschaft und die modernen Zeiten.
Zeit zum .... was auch immer - haben viele nicht mehr. Beziehungsweise glauben viele nicht mehr zu haben. Alles muss schnell schnell gehen.
Merkwürdig eigentlich - je mehr "Zeitsparendes" erfunden wurde - desto weniger Zeit haben viele Menschen. Haben einige vielleicht "verlernt" - wie es ist sich Zeit zu lassen? Weil man ja "faul" ist, wenn man Zeit hat? Irgendwas in dieser Richtung.
Ich habe vor Jahren angefangen wieder häufiger zum Kiosk um die Ecke oder in den Fachhandel zu gehen ... einfach weil ich mich dort wohler fühle und auch bereit bin "möglicherweise" (ist nähmlich nicht so häufig der Fall, wie viele meinen) etwas mehr Geld auszugeben.
Das ist so ein Foto, das man jetzt in ein Kästchen legt.. und wenn man nach ein paar Jahren dieses Kästchen öffnet.. schaut man mit etwas Wehmut auf diese Szene.. oder mit Freude auf eine gewesene Zeit..
Da WIE entscheidet die Zeit, die dazwischen liegt..
LG Heinke
Für mich eine vorbildliche Dokumentation.
Solche Aufnahmen macht man nicht mal so nebenbei, ich denke, da muss man sich als Fotograf auch mit sehr viel "Fingespitzengefühl" einbringen.
Kompliment !
Habe deine Doku durchgeschaut und stelle mal wieder fest: Die Großen fressen die Kleinen......so geht so manches Stück Ursprünglichkeit kaputt.....sehr schade....
lgg