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Vom Fotografieren eines Feld- Sandlaufkäfers by Hans-Wilhelm Grömping

Vom Fotografieren eines Feld- Sandlaufkäfers 


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5.04.2002 at 19:48h
, License: All pictures © by the senders.
Will man Laufkäfer fotografieren, sollte man zwei Voraussetzungen erfüllen: a) Hemmungen sollten einem fremd sein und b) die Kondition muss gut sein.
Eingedenk der erfreulichen Fotoerlebnisse im Herbst suchte ich gestern wieder mein Lieblingsnaturschutzgebiet ganz in der Nähe auf. Trotz der frühen Jahreszeit hoffte ich aufgrund der warmen Witterung in den letzten Tagen auf Begegnungen mit dem Feld-Sandlaufkäfer. Zu gut wusste ich noch aus dem vergangenen Jahr, worauf ich mich einließ: Die kleinen Käfer sind nicht nur exzellente Flieger, die sich bei jeder Annäherung katapultartig gen Himmel erheben, sondern hervorragende Läufer. Aber ich war gerüstet, hatte meine älteste Hose angezogen und den ganzen Winter über trainiert: Vor dem PC gesessen, aufgesprungen, was geholt, wieder hingesetzt, aufgesprungen,... kurz: meine Kondition ist zur Zeit bestens.
Schnell entdeckte ich die kleinen Flieger auch - leider nur als Flieger- so war erst mal nichts zu machen. Jetzt war meine gute Kondition von Nöten... Laufkäfer fliegt auf, aber nie weit weg. Ich also hinterher. Laufkäfer landet. Rennt durchs Gras. Ich auf die Knie, hinterher gerobbt! Laufkäfer katapultiert sich wieder hoch. Ich auch. Laufkäfer fliegt- ich renne. Laufkäfer landet. Laufkäfer läuft eilends durch die Vegetation. Ich auf die Knie - hinterhergerobbt....Eine Weile wiederholen sich die Ereignisse immer wieder.
Ratet mal, wer die bessere Kondition hatte? Jedenfalls brauchte der Laufkäfer irgendwann eine Pause; er konnte einfach nicht mehr. Er musste Kraft tanken, Wärme aufnehmen, auf einem trockenen Blatt sitzen bleiben. Nun war meine Chance gekommen. Bei der Winterolympiade hatte ich den Biathleten zugesehen und wusste, wie ich meinen Puls auf Normalmaß bringen konnte, um verwacklungsfrei mit der Kamera die Schüsse abgeben zu können. So also kam ich noch zu meinen Aufnahmen - hier ein wenig verkürzt dargestellt! Wer etwas über Laufkäfer wissen möchte, schaue ins Naturlexikon von Matthias Zimmermann.
Ach ja: Wen es stört, von anderen Menschen, die die Ursache des Gerennes, des Hinkniens, des Robbens nicht kennen, beobachtet und für verrückt gehalten zu werden, sollte solche Aktionen unterlassen oder Insektenhäuser aufsuchen;für den Spaßfaktor kann aber dann nicht garantiert werden.

Fotografiert mit Sony DSC F 505 V im Makromodus, ohne weitere Filter
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