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Dieser Herr hatte mir auf Anhieb gefallen, aber ich musste ihn ziemlich weit verfolgen, bis sich eine geeignete Gelegenheit ergab.
Als ich nach dem Entwickeln das Bild sah, lief es mir kalt den Rücken runter...... :-)
Regeln des "Selbstportrait mit Fremden": Ich mache ein Bild von mir selber am langen Arm, wenn ich weiss, dass mich andere beobachten und gleichwertig mit mir mit aufs Bild kommen.
wenn man auf den ersten Blick das Gefühl hat, dass DU direkt in die Kamera schaust, rückt das auf den zweiten völlig beiseite, weil man nur noch IHM in die Augen schauen kann. *uaah*
wuahhhr, die ausdrücke ... beide!
man sieht dir deine konzentration an: dieses bild willst du nicht verwackeln, der ausschnitt muss passen ... gelungen :)
oh man....hehe :))
ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass das einer der besten serien ist, die ich hier je gesehen habe...
finde jedes der bilder soo amüsant und spannend. sehr gut :)
Tja, das mit der Veröffentlichung ist wirklich eine gute Frage. Ich weiss nicht wie die Rechtslage ist, glaube aber nicht, dass es bei uns so eine Gleich-oder-nie-beschweren Regelung gibt. Ich denke, dass ich hier, da der Mann eindeutig Teil des Bildes, ein model release bräuchte. Ich stehe also schon durch das Zeigen hier mit einem Bein im Knast. Aber das ist eigentlich bei allen so, die Strassenphotographie machen und einigermassen nah dran sind.
Bruce Gilden ist tatsächlich immer sehr nah dran UND er blitzt noch dazu. Ich habe allerdings eher bei diesen Bildern an Bruce-Gilden gedacht.
Wegen der Nachfragen ob ich die Leute vorher frage:
Bei dem SPmF spreche ich die Leute nie an, weil ich genau den Moment festhalten will, in dem sie kapieren, was ich da mache. Ich halte die Kamera, so dass sie sie sehen können hin, und dann versuche ich zu spüren, wann der richtige Moment ist. Ich glaube, man sieht das auch auf den Bildern.
Zum Rechtlichen kann ich nur sagen: Wenn du jedesmal fragen willst, kannst du die Straßenfotografie vergessen! Welches "Motiv" hat schon den Humor, sich derartig zu präsentieren!? Also muß man mit nem Bußgeld rechnen.
ja was solls....ein bisschen risko muss man eben eingehen.
die wahrscheinlichkeit, dass wirklich mal jemand einspruch gegen ein foto erhebt, ist echt gering und wenns passiert...naja....dann passiert es eben.
Nach dem juristischen Link würde ich auch sagen, dass die Strassenphotographie bis auf Sonderfälle (Demos, Veranstaltungen,...) grundsätzlich nicht erlaubt ist. Würde sich jeder dran halten, hätten wir jedoch keine Dokumentation alltäglichen Lebens mehr.
Das SPmF ist danach ebenfalls verboten, denn der "Fremde" im Bild lässt sich ja schlecht als Staffage oder Beiwerk abtun.
was heißt eigentlich verboten?
man muss ja nicht immer zwangsläufig davon ausgehen, dass der abgebildete strikt gegen das foto ist....vielleicht würde er es ja sogar mögen :)
Es gibt in der Geschichte der Strassenphotographie auch einige, die das probiert haben. Ich halte aber nicht viel von solchen Heimlichkeiten. Mit der kurzen Brennweite und dem direkten Herangehen gibst Du den Photographierten die Möglichkeit Dich zu bemerken und zu reagieren. Alles andere (Spiegelsucher, lange Brennweite,...) ist wie Schiessen aus dem Hinterhalt.
das sogenannte Caroline-Urteil hat alles noch verschärft. Solange keine Einzelperson bildwirksam dargestellt wird, kann vom Einzelnen nichts abgeleitet werden.
Wenn ich Straßenmusikanten fotografiere, z.B. frage ich oder hole mir die Erlaubnis mit einer Geste, auch im Ausland, oder ich gebe ein paar Groschen und bitte dann um Erlaubnis. Manchmal klappt es aber auch im Nachhinein mit einem Releas. Es bleibt aber immer eine Gradwandereung wenn man nichts dergleichen hat. Knast kommt wohl weniger in Frage, eher eine Geldstrafe.
Nach der Rechtslage benötigt man ein Releas selbst von engsten Verwandten oder dem (Ehe-)Partner.
ich möchte mal was wissen: schaust du nach dem auslösen die leute an, drehst du dich zur seite und grinst verschmitzt? oder meidest du ihren blick, denn ihre blicke werden sicher einige fragen haben, und siehst zu, dass du weg kommst?
das interessiert mich jetzt... bist du mit den portraitierten danach schonmal ins gespräch gekommen, und sei es nur ein "danke" LOL
ich rede jetzt NUR von deinen selbstportraits mit fremden, bei den anderen streetbildern weiss ich ja bereits, wie das so geht ;-)
machst du deine kinder-serie eigentlich noch oder ist die auf eis gelegt? vielleicht bis juli? ;-)
ein grinsbild! bitte, bitte!
mich erstaunen die reaktionen von fotografierten leuten immer wieder. manchmal, wenn keine kommen, wo ich welche erwartet haben und andersrum kommen manchmal welche von leuten, die ich noch nichtmal auf dem bild hatte oder die da nur supermini drauf sind.
ohne das würde ich das fotografieren wesentlich unspannender finden.
ich mache mir die ganze zeit gedanken, weshalb Du bei den europäischen/ deutschen bildern auf der rechten seite im bild bist und bei dem chinesichen links.
hat das vielleicht was mit der unterschiedlichen schreib- und leserichtung zu tun?
Simon: Es gibt ganz unterschiedliche Situationen. Manchmal ergibt sich ein Gespräch, manchmal ein Blick oder ein Lächeln, machmal ein einfaches "Danke", manchmal auch gar nichts. Das einzige, was ich bisher nicht hatte ist stress.
Stefan: Du hast recht, man erlebt selten unangenehme Situationen. Ja, entwickle den Film mal!
Katrin: Nein, ich meide den Blick nicht. Es ist unterschiedlich, s.o.
Lotte (und andere): Ich sehe das auch so. Die Photographie von Menschen auf der Strasse ist ein unvergleichlich gutes Mittel mit Menschen in Kontakt zu kommen, die man sonst nie kennenlernen würde. Ich hatte schon sehr lange und erfreuliche Gespräche, bin zu Leuten nach Hause eingeladen worden (und war auch dort und habe noch mehr Photos gemacht) usw.
Genau deswegen mache ich das.
Oliver: Gute Frage. Ich habe noch mehr Bilder aus China, und da bin ich tatsächlich immer links im Bild.
Dirk: Hast Du beim Flippern noch nie Tilt gespielt? ;-)
wahrscheinlich ist street eine rechtliche grauzone, zumindestens hier in spanien haben leute bei "aufnahmen zu dokumentarischem zweck" kein recht auf ihr bild. man müsste wahrscheinlich bei einer eventuellen gerichtsverhandlung den richter davon überzeugen, dass es sich um dokumentation des alltäglichen lebens handelt, und ein urteil läge im ermessen des richters.
anscheinend gilt das ganze aber nur im falle einer veröffentlichung. gegen das fotografieren an sich kann meines wissens niemand etwas haben dürfen. nützt aber auch nichts, wenn jemand gewalttätig werden sollte. ist mir aber noch nie passiert, seltene verbale zwischenfälle konnten immer in einem gespräch geklärt werden.
Hm. Ich glaube, die Diskussion um diesen Streit der Persönlichkeitsrechte ist viel eher eine von den daran verdienenden Anwälten, als von den photographierten Personen, gewollte. Das Interessante aber an den Experimenten, die Mick da abliefert, ist für mich inzwischen, daß die meisten von den abgelichteten Personen im Moment der Wiedererkennung (im www), sich selbst nicht mehr im Geringsten an diese Situation erinnnern könnten, obwohl sie zu 100% - bewußt und im eigenen Bewußtsein - involviert waren. Insofern wäre dann die potentielle strafrechtliche Verurteilung von Mick ein Beweis für die extreme Denk- und Merkfaulheit eines Kollektives. Was wiederum ein grosser Verdienst wäre ;-)
mich würde mal interessieren, wieviele anläufe Du so ungefähr für ein selbstportrait mit fremden brauchst, daß Dir wenigstens eines davon auch gefällt?
ich habe insgesamt etwa 50 SPmF gemacht und etwa 5 davon waren es bisher wert, oeffentlich gezeigt zu werden. Es kommt auf sehr viele Faktoren an, die im Bild gleichzeitig stimmen muessen.
Die letzten beiden Bilder sind kurz hintereinander entstanden (Glueck gehabt), deshalb hatte ich das gleiche an. Sonst Zufall.
hui, schnell reagiert :)
das mit den vielen faktoren glaube ich, sieht man ja auch, wenn man denn will. ich hab mich außerdem gewundert, daß die menschen neben Dir in der regel irgendwas komisches mit ihrem mund machen. da fragt man sich zum einen, ob das wirklich alle so machen und zum anderen wie man eigentlich selbst die ganze zeit durch die gegend kuckt...
danke für die fixe antwort!
Ich versuche immer den Moment zu treffen, in dem die Menschen merken was ich mache. Das scheint sich oft in einer bestimmten Art zu aeussern, den Mund zu verziehen. Wer weiss.....
aha! dann überlegen sie wahrscheinlich spontan, ob sie jetzt irgendwie handeln sollen oder lieber nicht, und das schlägt sich in der mimik nieder. das würde passen.
:)
ich weiß nicht, inwiefern das hier vielleicht schonb esprochen wurde, war mir zu lange, um alles durchzulesen.. ;-)
erstmal, ich finde deine serie toll, hab ich hier schon mal irgendwo angemerkt. und ich denke es braucht auch etwas mut.. ;-)
aber wie sieht´s denn aus, verschwindest du nach dem bild genauso schnell, wie du auftauchst, oder sprichst du noch mit den personen?
würd mich grad mal interessieren :)