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Das Kloster und Weltkulturerbe "Mosteiro dos Jerónimos"
Zu den herausragenden Sehenswuerdigkeiten der portugiesischen Hauptstadt Lissabon ("Lisboa") zaehlt seit fuenf Jahrhunderten das Hieronymus-Kloster. Die Anlage im Stadtteil Belém wurde 1983 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt - wie auch der unweit am Tejo-Ufer stehende 'Torre de Belem'.
Das Kloster gilt als bedeutendster Bau des portugiesischen Architekturstils Manuelinik, einer Variante der Spaetgotik mit Elementen der Renaissance. Das rund 300 Meter lange Bauwerk besticht durch seine reichverzierte Kalksteinfassade ebenso wie durch den teilweise prunkvollen Innenausbau.
Der Bau des Klosters wurde kurz nach der Rueckkehr Vasco da Gamas von seiner ersten Indienreise 1502 begonnen und 1544 vollendet. Das Kloster beherbergte bis 1834 den Orden des Heiligen Hieronimus und ist nach diesem benannt.
Das schwere Erdbeben vom 01. November 1755 ueberstand die Anlage ohne groessere Schaeden, waehrend zwei Drittel der Stadt schwer zerstoert wurden, darunter auch das 'Castelo de Sao Jorge'. Anfang des 19. Jhd. verwuesteten aber Napoleons Truppen die Klosteranlage.
Im Kloster befinden sich die Sarkophage und Graeber bedeutender portugiesischer Persoenlichkeiten. Neben Mitgliedern der Koenigsfamilien sind der 'Seefahrer' Vasco da Gama (ca 1468 - 24.12.1524) und die beiden Dichter Luís Vaz de Camões (ca 1524 - 10.06.1580) und Fernando Pessoa (13.06. 1888 - 30.11. 1935) zu nennen.
Laut Wikipedia (Stand 20.12.2010) sind in dem Kloster insgesamt 21 Mitglieder der portugiesischen Koenigsfamilien begraben. Darunter sind fuenf Koenige:
1. Emanuel I. (01.06. 1469 – 13.12. 1521) und seine zweite Frau Maria von Spanien (29.06. 1482 – 07. 03. 1517);
2. Johann III. (06.06. 1502 – 11.06. 1557) und seine zweite Frau Katharina von Kastilien (14.01. 1507 – 12.02. 1578);
3. Sebastian (20.01. 1554 – 04.08. 1578);
4. Heinrich I. (31.01. 1512 – 31.01 1580);
5. Alfons VI. (21.08. 1643 – 12.09. 1683).
(Text js-47 - Stand 20.12.2010)