Photo from the nude channelParticipation in the forumSell photosCreate more photo folders?Upload more photos?Gallery-votingShow usernameUpload more photos?Access to all language versions?If you are already a paying member you can use all the features of the fotocommunity from 4€ per month.
Als im Jahr 1682 die Türken sich daranmachten, Mitteleuropa für den Islam und für Dönerbuden vorzubereiten (ok, die Zeit war damals noch nicht reif dafür), kamen sie auf ihrem Feldzug balkanaufwärts auch in Molwanien vorbei. Das wäre den Molwaniern eigentlich egal gewesen, waren die Türken doch immer mal wieder vorbeigekommen, um größere Mengen Knoblauchschnaps zu kaufen und sich mit den freizügigen molwanischen Landestöchtern zu vergnügen, der damalige Patriarch der altkatholisch-molwanischen Kirche Benetov MCMXVI entschied diesmal aber, dass mit diesem unlauteren und unmoralischem Treiben nun endgültig Schluss zu sein habe. Immerhin sei Molwanien ein altkatholisches Land, das sich auch gegen Reformation und Gegengegenreformation zur Wehr gesetzt hatte und die christlichen Werte sollten verteidigt werden und die Türken würden sowieso immer weniger zahlen und mit Rücksicht auf die leeren Staats- und Kirchenkassen und die immer weniger werdenden Jungfrauen, solle man nun endlich die fremden, andersgläubigen, unmoralischen Truppen ausser Landes . . . .und sowieso. . . .man kennt das ja.
Nach ungefähr 6-monatigen Verhandlungen der molwanischen Regionalfürsten über Art und Aufstellung des Heeres (allein 2 Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit der Frage, ob Dreschflegel den offiziellen Vorgaben für Kriegswerkzeuge entsprachen) und intensiven Verhandlungen über
1. Finanzierung der Truppen und
2. späterer Aufteilung der Beute
wurde Anfang Dezember 1682 die schnelle molwanische Eingreiftruppe MOLFOR gebildet.
Die ungefähr 25 Mann waren zwar schwer bewaffnet (14 Dreschflegel, 2 Bratpfannen, 2 Klappmesser und 1 Akkordeon), trotzdem aber dem türkischen Heer mit seinen rund 2000 vor Lutenblag lagernden Kriegern u.a. mit 250 Mann leichter Kavallerie und 150 schweren Geschützen, zahlen- und ausrüstungsmäßig leicht unterlegen, so dass nur das Überraschungsmoment für eine Entscheidung zu Gunsten der Molwanier den Ausschlag geben konnte.
Als Angriffstag wurde nach intensiven Beratungen mit etlichen Schamanen aus den südlichen Bergen, Hexen aus der östlichen Steppe und Astrologen vom Hofe des Grossfürsten, der Morgen des 24. Dezembers gewählt, was auch dem Patriarchen als ein ausreichend symbolträchtiges Datum erschien, hatte doch an diesem Tag seine Schwiegermutter Geburtstag, und er sowieso keine Lust, sich auf ihrer Feier blicken zu lassen.
Es kam wie es kommen musste: zwar schlichen sich die Molwanier im Morgengrauen unbemerkt bis nah an die feindlichen Linien, dann aber weckten von den Türken zur Bewachung des Lagers ausgesetzte freilaufende Gänse laut schnatternd und quackend die türkischen Heerscharen, die dann auch innerhalb von 16-stündigen heftigen Kämpfen den molwanischen Freiheitskämpfern den Garaus machten.
Bis zum Frühjahr des kommenden Jahres führten sich die siegreichen Türken dann zur Strafe richtig arg auf, tranken alle Knoblauchschnapsvorräte ohne zu bezahlen leer, schwängerten unzählige molwanische Frauen ( die molwanische Bevölkerung wuchs im Folgejahr um 25% was dazu führte. . .aber das ist eine andere Geschichte ) und zogen dann völlig überraschend weiter Richtung Ungarn, weil sie gehört hatten, dass die Frauen dort deutlich weniger kratzbürstig sein sollten als die Molwanierinnen und der Paprikaschnaps zu weniger Blindheitsfällen führe.
Zur Strafe aber, dass die blöden Gänse die türkischen Truppen zu früh geweckt hatten, wurden von nun an, an jedem 24. Dezember in Molwanien unzählige Gänse geschlachtet, gegrillt und verspeist. . . ein Brauch, der sich im Laufe der folgenden Jahrhunderte seltsamerweise in fast gan(z)s Europa durchgesetzt hat.
Hiermit wünsche ich meinen Buddies ein EU-normiertes politisch-korrektes religions-diskriminierungsfreies Jahresendfest und gesetzes-konforme Wünsche für die nächste Erd-Sonnen-Umdrehung. .. und ich habe mich immer gefragt, was mit mir in dieser Jahreszeit los ist, die mir so gar nicht gefällt . .. jetzt habe ich die Diagnose: ich bin Besinnlichkeitsallergiker, bisher dachte ich immer, dass ich den Glühwein nicht vertrage!
Wie Du hier anschaulich und historisch korrekt zeigst, wurden die schnatternden Verräter immer gleich paarweise gegrillt, um weiteren unheilvollen Gänsenachwuchs auszuschließen. Wenn wir also an unserer einen W-Gans herumnagen, bewegen wir uns auf einem durchaus gefährlichen dünnen Eis....
Rrrrrülpssss.....
Manfred
:-)))
Gänse gibt es bei uns nicht, habe hinterher keine Lust zum Ofen zu putzen,
wünsche Euch aber trotzdem ein Frohes Fest ohne Stress, vielleicht ist Badengehen ja eine Alternative :-)
lg Ingrid und Werner
die ultimative Story zum Hintergrund des Festes!
Man gut, dass ich das schon heute gelesen habe, sonst hätte ich mich wohl noch beim Gänseessen verschluckt ;-)))
lg Hans-Peter
Andre Länder gleiche Sitten, und ein Grund findet sich immer für Völlereien, obs nun die Türken oder Tante Agnetes 86. Geburtstag ist :-))
Schöne Festtage - wie auch immer - Dir und Deiner family!
*einedosebackofenreinigerrüberreich I_I
LG Renate
Was ür eine nette Aufklärung. Wir haben nur einmal eine Gans gekauft und wir nannten sie Susi und sie erlebte Weihnachten mit uns auf dem Balkon !!! Auch Dir eine schöne Weihnacht und guten Rutsch Nana-Ellen
hihihi, coole Geschichte!
Ich selber ziehe zwar den Truthahn mit Preiselbeersoße der Gans vor (und wie der entdeckt wurde, steht in Asterix - die große Überfahrt), aber jedem Weihnachtstierchen sein Pläsirchen!
Frohe Feiertage!
Mangelnden Parasitenbefall. Die physiologische Funktion von IgE-Antikörpern ist die Abwehr von Wurm- und anderem Parasitenbefall. Da in den westlichen Industrienationen Parasitenbefall so gut wie nicht mehr vorkommt, bei allergischen Reaktionen aber eine verstärkte IgE-Antikörper Bildung vorliegt, wird geprüft, ob hier ein Zusammenhang bestehen könnte.
Ich werf ne Runde Kortison, Loratadin und Cyclosporin. Das müßte reichen.
na, diese gschichte kannte ich nicht und hab sie mit genuss gelesen, canard mit orangensauce...mal auf montauk draussen gegessen und später bei nem schwager in seinem restaurant hier in helvetien wieder...mitten im sommer...es muss nicht klirrend kalt sein dafür...;-)
Spitze ;-))))))))))))))))))))) !
Besinnlichkeitsallergiker ;-)))))))))))))))))))))))) !
Hab´ ich noch nie gehört.... ;-))))))))))))) !
lg Lady Sunshine
Lecker, sieht das aus! Muss ich auch mal versuchen den Ofen abzulichten wenn was drin ist. Auf den Text geh ich mal nicht ein das machen andere schon. In diesem Sinne, lasst es euch schmecken.
Hallo Uwe,
interessante geschichte !!!!!!!!!!
Gruß
Andreas
Ich wünsch Dir und Deiner Familie ein wunderschönes Weihnachtsfest und ein gesundes und glückliches 2009.
Höchst feine Geschichte, Herr Thon. Vielen Dank. Bei uns gab es Rinderbraten. Irgendeine Erklärung dafür? Vielleicht ist da was beim Melken falsch gelaufen ... ;o)
Frohes und so! Und am Sonntag Tatort. Klar.
*kicher* an Weihnachten zu viel Zeit gehabt, beim Warten auf den Gänsebraten?
Herrliche Geschichte, die hab ich gleich ein paar Leuten weitergeleitet, weil ich sie so lustig fand!
Wünsche dir noch wunderbare Rest-Weihnachten. hoffe, es gab noch andere leckere Sachen ausser Federvieh!
Ganz richtig, mein Lieber. Bei uns in der Eifel machen wir zum Schutz der Jungfrauen sogar sicherheitshalber auch gleich die kleinere Verwandschaft der Gänse mit platt.
Allerdings fürchten wir weniger die Türken (die sind fast alle in Köln), als viel mehr die Holländer, die regelmäßig unter dem Vorwand des Tourismus hier einfallen.
Guten Rutsch !
... wünscht Kai