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Vulkanausbruch am Stromboli "Mit einem Feuerwerk in die kommende Woche!" by Markus A. Bissig

Vulkanausbruch am Stromboli "Mit einem Feuerwerk in die kommende Woche!" 


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16.05.2004 at 16:22h
, License: All pictures © by the senders.
Vulkanausbruch am Stromboli "Mit einem Feuerwerk in die kommende Woche!"


Montag, 3. Mai 2004.
An diesem windigen Abend versuchte ich erneut im Rahmen des Fotoworkshop "Quattro Isole", den aktiven Vulkan Stromboli in Süditalien zu fotografieren.

Durch sehr starke Eruptionen im Winterhalbjahr 2002/2003, ist ein Aufstieg über 300 Höhenmeter
(der höchste Punkt vom Stromboli liegt auf rund 900 Höhenmeter, die Kraterzone etwas tiefer)
für "Normalsterbliche" immer noch ein absolutes Tabu. Sicherheitsbeamte weisen alle Personen konsequent zurück.

Aber auch diese Position ermöglicht interessante Perspektiven Richtung Kraterzone.

Übrigens:
Mit "lizenzierten Bergführen" dürfen die Touristen noch rund 100 Höhenmeter weiter hochsteigen. Ob es eine reine "Geldmacherei" ist, möchte ich an dieser Stelle nicht kommentieren.
Diese Position ermöglicht noch einen leicht besseren Ausblick auf die Kraterzone.
Das Hauptproblem ist aber, die Bergführer können den enormen Zeitbedarf der aktiven Fotografinnen und Fotografen kaum nachvollziehen.
So nach knappen zwei Stunden wird zum Rückmarsch aufgefordert.



Aufnahmetechnik in der Kurzversion:

1. Stabiles Stativ (auf Stromboli oft heftiger Wind), Fernauslöser. Genügend Ersatzbatterien für die Kamera, Langzeitbelichtungen generieren einen erhöhten Strombedarf.

2. Stativ wenn möglich in Bodenlage und im Windschatten aufstellen, eventuell mit Steinen einen Windschutz erstellen. Bei obiger Aufnahme habe ich zusätzlich ein "Steinstativ" unter das Objektiv aufgebaut. Rechzeitiges Hochsteigen ist sehr empfohlen, so kann eine gute Kameraposition gesichert werden.

3. Vor Einbruch der Dunkelheit die Vulkanausbrüche gut beobachten. So kann der gewünschte Ausschnitt bestimmt werden. Wer das Privileg hat, mehrmals am Stromboli zu fotografieren kann auch engere Ausschnitte mit möglichst wenig Dunkelflächen einrichten. Obiges Bild wurde mit der Brennweite 400mm (Basis KB Format) erstellt,es wird das Vollformat gezeigt.


4. Objektiv auf Manuelle Schärfe, genaue Distanzeinstellung

5. Achtung bei Objektiven mit Über-Fokussierung Möglichkeit. Wenn bei solchen Linsen unüberlegt auf "Unendlich" eingestellt wird, sind die Bilder unbrauchbar!

6. Blende 2,8 bis 5,6 (ISO 100)/ Verschluss auf "BULB". Oft wird auch die Blende 2,8 empfohlen, meiner Ansicht nach ergibt die Blende 2,8 jedoch eine tendenzielle Überbelichtung der Leuchtspuren.

7. Warten auf "Ende Blaue Stunde" oder Dunkelheit.

8. Bei Beginn des Ausbruchs Verschluss öffnen. Die Ausbrüche dauern mehrere Sekunden.
Oft lasse ich den Kameraverschluss nach dem Ausbruch noch eine gewisse Zeit offen.

Bei obiger Aufnahme habe ich den Verschluss auf Glück geöffnet, Nach rund 30 Sekunden wurde der Vulkan aktiv. Der Ausbruch dauerte mehrere Sekunden. Danach habe ich den Verschluss noch knapp 5 Minuten offen gehalten. Die Objektivbelde war 4.5
Der heftige Wind mit viel Flugsand erschwerte die Bedingungen, die Kameraausrüstung hat in dieser Nacht doch recht gelitten. Auch die "blitzende Touristen" traten zeitweise als Spielverderber auf.



Es braucht viel Zeit und Geduld und viel viel Glück für gute Resultate.


Und nun viel Freude bei der Bildbetrachtung und für aktive Stromboli Fotografinnen und Fotografen möglichst optimale Bedingungen!

Markus A. Bissig


PS:
Für einen Aufstieg ist gutes Schuhwerk empfohlen.
Warme und winddichte Bekleidung sowie genügend Trinkwasser und Verpflegung zwingend.

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