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....... unter unseren Europäischen Käfern stellt der Hirschkäfer dar ..... In der roten Liste ist er in der BRD als ... "stark gefärdet" ... eingestuft.
Dieses Erlebnis hat mich spontan an meine Kindheit erinnert ...... da hab ich zum letzten Mal einen Hirschkäfer gesehen ...... Schade daß dieser imposante Geselle so selten geworden ist :-((
Wer mehr über diesen fantastischen Käfer wissen möchte, kann sich diesen interessanten Bericht durchlesen .....
Canon 20D
TV 0,6
AV 10,0
Bel. +/- 0
ISO 100
Sigma 150/2,8
Manfrotto 055 Pro B
SVA
KFA
RAW
MERKMALE :
Die Käfer werden 25 bis 75 Millimeter lang, wobei die Weibchen mit maximal 40 Millimetern Länge deutlich kleiner bleiben. Damit sind sie die größten europäischen Käfer. Sie haben beide eine schwarzbraune Grundfärbung. Besonders auffällig an dem Tier ist natürlich sein "Geweih", das ihm den Namen Hirschkäfer eingebracht hat. Dabei handelt es sich um die massiv vergrößerten Mandibeln (Oberkiefer). Sie können bei besonders großen Exemplaren fast die halbe Länge ausmachen. Das Mandibelgeweih tragen allerdings nur die Männchen.
VORKOMMEN :
Die Hirschkäfer leben ausschließlich in alten Eichenwäldern und werden nur durch deren konsequente Erhaltung nicht aussterben. Bereits heute können nur noch sehr wenige Menschen behaupten, jemals einen Hirschkäfer lebend gesehen zu haben. Sie kommen zwischen Juni und August vor.
LEBENSWEISE :
Als ausgewachsene Käfer leben die Tiere maximal einen Monat lang. Sie können fliegen und schwärmen besonders in der Dämmerung. Die Männchen können ihr Geweih nicht zur Nahrungsaufnahme beziehungsweise zum Beißen und Kauen verwenden, sie saugen und lecken lediglich Pflanzensäfte. Die Weibchen helfen ihnen dabei meist an Nahrung zu gelangen, indem sie mit ihren Mandibeln Wunden an der Rinde von Eichen vergrößern, an denen sie auch selbst lecken. Die Weibchen locken ihre Partner mit Hilfe von Sexuallockstoffen (Pheromonen) an. Treffen zwei Männchen aufeinander, versuchen sie den Gegner mit Hilfe ihrer langen Mandibeln auf den Rücken zu legen oder vom Ast zu hebeln. Nur der Gewinner dieses Kampfes hat die Möglichkeit, sich mit dem gefundenen Weibchen zu paaren. Danach legen die Weibchen etwa 20 Eier bis zu 75 Zentimeter tief in den Boden an die Wurzeln von toten oder kranken Bäumen. Die Larven der Hirschkäfer brauchen für ihre Entwicklung durch Pilzbefall zermürbtes Totholz, insbesondere von Eichen. Selten werden auch andere Laubbäume, wie etwa Linden, Buchen oder Weiden ausgewählt. Die Larven benötigen je nach Qualität des Holzes zwei bis fünf Jahre für ihre Entwicklung und werden bis zur letzten Häutung oft über 10 Zentimeter lang. Sie verpuppen sich in einer faustgroßen Kammer im Erdboden.
GEFÄHRDUNG:
Der Hirschkäfer ist in der Roten Liste der BRD als 2 (stark gefährdet) eingetragen.[1] Sein Bestand hat in Mittel- und Südeuropa stark abgenommen. Dies liegt nicht etwa an ihrer Beliebtheit für Sammler, wie häufig behauptet wird, sondern vielmehr daran, dass immer weniger Lebensräume für die Tiere vorhanden sind. Im Zuge so genannter Aufräumaktionen wurden besonders die lichten Laubwälder von Totholz befreit, das für die Entwicklung der Larven notwendig ist. Heute werden die meisten Bestände forstwirtschaftlich genutzt, alte Eichen werden gefällt und das Holz verarbeitet. Entsprechend fällt auch kein neues Totholz mehr an. So kommen Hirschkäfer heute nur noch in einigen alten Eichen-"Urwäldern" vor, hier allerdings häufig in recht großen Beständen.
Klasse Aufnahme - Super die Tiefenschärfe und die harmonischen Farben.
In der heutigen Zeit hab ich selbst noch keinen gesehen. Danke auch für die ausführliche Beschreibung - schade, das sich vor dem Aussterben bedroht sind.
LG Andrea
Ein klasse Bild. Mir ist er bis jetzt noch nicht über den Weg gelaufen. Wunderschön, wenn man solch seltene Momente im Bild festhalten kann - Glückwunsch.
Ich habe ihn noch nie gesehen, da hast du schon recht, Wolfgang.
Aber dafür schaue ich mir um so lieber deine phantastische Aufnahme an :-)).
Danke für den interessanten Bericht.
LG Doris
Das haut mich jetzt aber um, Brandi und verzeih mir ...hab halt viel zu tun...geht mir genau so mit dem Kindheitserlebnis. Neid...wo hast Du den gesehen ?...da komm ich mal...
LG Martin
@Doc:
Hab Ihn zufällig beim Spazierengehen mit dem Hund im Wald entdeckt .... unsere Hündin schaut immer an dem selben Baum hoch da sie mal ein Eichhörnchen hochklettern sah ..... so auch dieses Mal ..... zum Glück hat Ihr Herrchen auch auf den Baum geschaut :-)))
Im Grunde ist es unseres Hundes Verdienst daß ich Ihn entdeckt habe ....
Glückwunsc!!
2x hatte ich auch das Glück einen zu sehen, nur an Makrofotografie war da noch nicht zu denken.
toll präsentiert, technisch sowie gestalterisch!!
Hallo Wolfgang,
so einen Käfer habe ich in Natura auch schon viele Jahre nicht mehr gesehen.
Ein Klasse-Foto präsentierst du wieder. Der hellgrüne Hintergrund ist der perfekte Begleiter zu deiner Macroaufnahme.
VG Roland
@Torsten:
Die Lichtsituation war schon recht schwierig ..... das Blattwerk im HG war schon sehr grell vom Sonnenlicht durchflutet .... habe mit verschiedenen Belichtungskorrekturen gearbeitet und schliesslich habe ich ohne Belichtungskorrektur und Blitz das beste Ergebnis erzielt ....
Super tolle Aufnahme dieses seltenen Motivs.
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Wo hast Du den gefunden?
Bei uns ist vor 2 Wochen ein solches Exemplar in der Dämmerung über die Terasse geschwirrt und war dann leider weg. Vielleict war das ja derselbe Gigant?
Wir liegen ja nicht so weit auseinander..
Hier bei uns hat die Nabu gebeten, Fundorte dieses kleinen Kerls zu melden, weil er so selten geworden ist. Also ein doppeltes Kompliment für Dich: fürs Finden und fürs einwandfreie Foto!!
Toll, so einen Hirschkäfer habe ich auch zuletzt vor ca. 30 Jahren, in meiner Kindheit, gesehen. Er ist wirklich ein Gigant, wunderschön fotografiert. Gratuliere zu diesem tollen Erlebnis. Viele Grüße ANKE
Bin begeistert! Hab ihn dieses Jahr zum ersten Mal in Österreich gesehen, nur im Flug. Ist schon sehr imposant. Hoffe dass ich nächstes Jahr mehr glück hab und ihn auch mal so schön erwisch. Großartiges Bild!
lieben gruß
chris
Was für`n "dicker Fisch", der ist ja noch größer als der Nashornkäfer, dieses Geweih ist riesig im Verhältnis zum Körper.........sehr schön und interessant deine Aufnahme.
VG Kai
Eine wirklich wunderbare Aufnahme. Es ist immer wieder eine Freude wenn man so schöne Sichtungen wie diese machen kann. Ich hatte erst ein paar Mal im Laufe meines Lebens das große Glück diesen prachtvollen Käfer selber zu begegnen. Jedes Mal hat die Begegnung großen Eindruck hinterlassen.