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Vattenfall Boxberg by A N D R E A S Beier

Vattenfall Boxberg 


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26.07.2009 at 8:00h
, License: All pictures © by the senders.
So viele Kaminkühler gibt es in Mitteleuropa wohl nur im Braunkohlekraftwerk Boxberg
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Das erste Kraftwerk am Standort Boxberg wurde 1966 errichtet.
Anfang der achtziger Jahre waren bereits 14 Kraftwerksblöcke mit einer installierten Leistung von 3520 MW in Betrieb.
Zu dieser Zeit war Boxberg das größte Kraftwerk der DDR und das größte europäische Kraftwerk auf Braunkohlebasis.
Bei Volllast wurden täglich etwa 120.000 Tonnen Braunkohle aus dem benachbarten Tagebau Nochten verstromt.

Im Winter 1986/1987 herrschte in weiten Teilen der DDR eine extreme Kälte, wodurch einerseits ein erhöhter Kohle- und Strombedarf sowie andererseits Probleme bei der Beschickung der Braunkohlekraftwerke resultierten, da die mit Erde vergleichbar feuchte Rohbraunkohle auf Halden lagerte und größtenteils gefror. So wurde 14. Januar 1987 beschlossen, den Block 13 vom Netz zu trennen und herunterzufahren. Da in dem Schalterhäuschen eine Fensterscheibe eingeschlagen war, gefror in der Druckluftleitung eines Leistungsschalters Kondenswasser, wodurch ein Schaltschütz des auslaufenden Generators nach einiger Zeit wieder zurückschaltete und dieser auf einer Phase wieder Leistung aus dem Netz bezog und somit zum Motor wurde.

Durch diese asynchrone Belastung zersplitterte die Verbindungswelle (bester „Russenstahl“ von ca. 50 cm Durchmesser) vom Generator zur Turbine. Die umherfliegenden Stahlsplitter zerfetzten zahlreiche Leitungen, unter anderem die des Wasserstoffs, welcher als Kühlmedium im Generator eingesetzt wurde. Aufgrund dessen kam es zu einem gewaltigen Brand, der die gesamte Maschinenhalle mit zwei 500-MW-Blöcken erfasste. Das Dichtölsystem des Generators war steuerungstechnisch so sicher, dass sich weder die zwei Drehstrommotoren (Pumpen), noch die Gleichstrompumpe ausschalten ließen. Es dauerte ca. zwei Stunden, bis sich ein Elektriker gefunden hatte, der die drei Pumpen mittels Freischaltung außer Betrieb genommen hat. Infolge dieser enormen Hitze knickten die nun erweichten Stahlträger der Dachkonstruktion ein und es kam zum Einsturz des etwa 22 m hohen Gebäudes. Eine Explosion an sich gab es nicht, obwohl es als solche in den Medien beschrieben wurde.
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unterwegs mit Murat Kurt



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