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Das Kapitel „ Von der Wachskerze zur Glühlampe “ erzählt nicht nur die technischen Details dieser Geschichte,
es berichtet auch von den Menschen, die sie möglich machten.
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„ Wüßt nicht, was sie Besseres erfinden könnten, als daß Lichter ohne Putzen brennten.“
So formulierte Johann Wolfgang von Goethe etwa um 1800 den Wunsch seiner Zeitgenossen,
und Graf Rumford stellte im Experiment fest, dass sich die Leuchtkraft einer Kerze im Laufe einer halben Stunde von 100 auf 16 verringert,
wenn der Docht nicht dauernd beschnitten, das heißt „geputzt“ wird.Die Pflege des Lichts glich dem Hüten des Herdfeuers.
Ständige Aufsicht war nötig. In gewisser Weise erfüllte das Gaslicht, das etwa um 1826 aufkam, den Wunsch nach mehr Bequemlichkeit.
Mit ihm begann die Industrialisierung der Beleuchtung. Englische Firmen hatten die ersten Gasanstalten in Hannover und
Berlin eröffnet. Am 19.9.1826 gab es 1.798 Gaslaternen.Das Gaslicht war jederzeit verfügbar.
Hell, blendend weiß, wurde es beschrieben. Im Vergleich dazu zeigten die bisherigen Lichtquellen nur einen schwachen rötlichen Schimmer.
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Aber das neue Licht war nicht jedermann sympathisch. Vergiftungen und Explosionen wurden befürchtet,
es verschlang Sauerstoff. In geschlossenen Räumen stiegen die Temperaturen ins Unerträgliche.
In den oberen Rängen der Theater herrschte Hochofentemperatur. Schwindel und Übelkeit waren die Folge.
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Gasglühlicht – das Ende der Flamme
1886 erfand der österreichische Chemiker und Ingenieur Auer von Welsbach das so genannte Gasglühlicht.
Ein aus Zirkonoxid und Lanthanoxid angefertigter Glühstrumpf wurde durch eine Bunsenflamme zur Weißglut erhitzt.
Das neue Gasglühlicht war viel heller und verbrauchte weniger Gas.
Trotz allem war der Fortschritt nicht aufzuhalten. Die Zeit der Gasbeleuchtung ging zu Ende.
Licht elektrisch zu erzeugen, war das Ziel, dem sich Wissenschaftler und Techniker verschrieben hatten.
Es markierte den Fortschritt. Bis zur geschlossenen Glühlampe aber war noch ein weiter Weg.
Um diese Lichtquelle bemühten sich Forscher und Techniker lange vor Edison.
Der englische Chemiker und Physiker Humphry Davy war 1803 durch seine zahlreichen
Experimente zu der Erkenntnis gelangt, dass ein Draht, durch den man elektrischen Strom leitet, zum Glühen gebracht wird.
Er benützte einen Platindraht, der kurz aufglühte und bald wieder verlosch. Die Energiequelle für seine Lampe war eine Voltabatterie.
Der Engländer Frederik de Moleyn machte 1841 erstmals Versuche, den Draht in einer halbwegs luftleer gepumpten Glocke unterzubringen,
um zu verhindern, dass er schnell verglüht.
Dem deutschen Mechaniker Heinrich Goebel gelang es 1854,
die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gewonnenen Erfahrungen praktisch auszuwerten.
Die politisch unruhigen Zeiten des Jahres 1848 hatten ihn zur Auswanderung nach Amerika veranlasst.
In New York betrieb er einen Uhrmacherladen. Mit einfachsten Hilfsmitteln baute er seine Glühlampe.
Als Glühdraht diente ihm eine verkohlte Bambusfaser.
In einem Prozess, den er später gegen Edison führte, wurde ihm bestätigt, dass seine Kohlenfadenlampe
„ eine wirklich brauchbare Lichtquelle “ gewesen sei, dass Goebel demnach schon zwanzig oder dreißig Jahre vor Edison
„ eine praktisch brauchbare Glühlampe in Benutzung gehabt und öffentlich gezeigt “ habe.
Tatsächlich war er mit seiner Erfindung den technischen Möglichkeiten seiner Zeit weit voraus.
Es fehlten ihm aber wesentliche Voraussetzungen für einen dauernden Erfolg.
Noch waren die elektrischen Energiequellen, die zur Verfügung standen, völlig unzureichend, weil sie keinen kontinuierlichen Strom liefern konnten.
Zum anderen gelang es unter den damaligen technischen Bedingungen nicht, das nötige hohe Vakuum zu erzeugen.
Da keine geeignete Pumpe zur Verfügung stand, musste Goebel jede Lampe mit Quecksilber füllen, um sie dadurch zu entlüften,
dass er das Quecksilber ausfließen ließ – wie es damals beim Barometerbau üblich war.
Erst 1865 erfand Hermann Sprengel seine Quecksilberluftpumpe, deren verbesserte Ausführung Edison 1879 zu seinen Erfolgen verhalf.
Ein bedeutsamer Schritt. Mit dieser Entdeckung wurde ein neues Zeitalter der Elektrotechnik eingeleitet.
Die Dynamomaschine war die Voraussetzung für den praktischen Einsatz der Elektrizität in der Technik.
Nun konnte die elektrische Lichterzeugung ihren Siegeszug antreten.
Unter den vielen Erfindern, die sich um die elektrische Beleuchtung bemüht haben, muss auch der Engländer Wilson Swan genannt werden.
Ihm gelang es erstmalig, die Fabrikation von Glühlampen in größerem Umfang aufzunehmen.
Er baute 1879 eine Kohlefadenlampe, deren Leuchtfaden einen Durchmesser von einem ganzen Millimeter hatte
und die deshalb wesentlich mehr Stromverbrauchte als die Edison-Lampe. Swan gründete in London die SWAN-Electric-Light-Company Ltd.,
in der er seine Lampen, die bald einen dünneren Leuchtfaden besaßen, herstellte und vertrieb.
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Edison – genialer Erfinder und weit blickender Unternehmer
Auch der große Erfinder Thomas Alva Edison beteiligte sich an Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf der Suche nach „ dem kleinen Licht “,
das überall einsetzbar ist. In der „ New York Tribune “ äußerte er sich 1878:
„ Ich habe den anderen Erfindern den Vortritt gelassen, weil ich dem elektrischen Licht nicht viel Aufmerksamkeit schenkte,
doch glaube ich, sie jetzt einholen zu können.
Ich habe die Idee, das elektrische Licht für jeden Zweck verfügbar zu machen und es, verglichen mit dem Gas, zu einem geringeren Preis zu liefern.
Es bedeutet keine Schwierigkeit, den elektrischen Strom zu teilen und kleine Mengen an verschiedenen Punkten zu gebrauchen.
Die Schwierigkeit liegt nur darin, eine Lichtquelle zu finden, die ein angenehmes, nicht zu starkes Licht gibt
und so leicht wie das Gas gezündet werden kann.
Solch eine Lichtquelle kann nicht aus Kohlestäben bestehen,
die abbrennen und dauernd während des Betriebes nachgestellt werden müssen.
Irgendein Material muss gefunden werden, das leuchtet, wenn ihm Strom zugeführt wird, und das nicht abbrennt.
Ein Platindraht gibt ein gutes Licht, wenn ein gewisser Strom durch ihn hindurchgeleitet wird.
Jedoch, wenn der Strom zu stark ist, schmilzt der Draht. Ich will etwas Besseres erreichen.“
Edisons erklärtes Ziel war es, ein sanftes, beständiges Licht zu schaffen, das überall Eingang finden konnte.
Er schaffte es. Nach Monaten harter Entwicklungsarbeit konnte er am 21.10.1879 seine Kohlefaden-Glühlampe präsentieren,
die als erste für längere Zeit brannte.
Bei der Weltausstellung 1881 in Paris erregte Edison mit seiner Erfindung großes Aufsehen.
Im Hauptgebäude der Ausstellung waren Räume mit Hunderten von Edison-Lampen illuminiert.
Der Siegeszug des Elektischen Lichts begann.
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EU beschließt aus für Glühbirnen
Die Vertreter der EU-Länder haben ( o8. Dezember 2oo8 ) dafür gestimmt.
Sie frisst zu viel Strom und wird deshalb abgeschafft:
Die klassische Glühlampe soll bis 2012 aus allen Geschäften verschwinden - so haben es jetzt Experten aus 27 EU-Staaten beschlossen.
Besonders leistungsstarke Modelle werden sogar schon früher aus dem Handel verbannt.
Damit steht die am 21.10.1879 von Thomas Edison erfundene Glühlampe in Europa vor dem aus.
Sie gilt als Energieschleuder. Nur fünf Prozent des Stroms werden in Licht umgesetzt, der Rest verpufft als Wärme.
Ziemlich wenig factory (für deine verhältnisse), eher sowas wie ein still life - damit könntest du in einer Ausstellung sicherlich glänzen, und auch mir gefällt´s!
Ganz tolle Bildzusammenstellung und toller Text. Mein Favorit ist das rechte Bild, die kleine Glühbirne am Stuhlbein ist ja sozusagen der "Oliver Twist" der Lampen. Möchte man behutsam aufheben und ein neues Heim bieten.
vG
Claudia
sehr fein sind die staubfäden und spinnweben...
ich finde sie einfach, mit staub behaftet und dadurch schwer, und mit sonnenlicht bestrahlt, unverschämt fotogen.
lg romana
beeindruckend gut
man will gar nicht mehr aufhören hinzusehen
fantastisch
Edison und Swan verwendeten unterschiedliche gewinde - Edison zum schrauben zb E 27 oder E 14 - das E steht für Edison
Swan hatte die zum stecken mit den zwei knubbeln an der seite ....
So - jetzt weiß ich endlich - woher der Ausdruck "Bring mich nicht zur Weißglut" stammt.... Und ich erkenne an deinen strahlenden Fotoelementen, wie gut Licht sich auch eignet um schöne, gewobene Staub/Spinnfäden zu erhellen und wie kleine Kunstelemente erstrahlen zu lassen. Das dritte Bild mit dem Stuhl hat es mir besonders angetan. Tolles Licht und sanfte Präsentation. Die diffuse Glühbirnbe mit ihrer "Anleinung" - sehr dekorativ!. Und Bild 1 mit seiner an Tageslicht erinnernden Erhellung zeigt auf "es gibt noch einiges an Rohstoffen" - auch wenn die gute alte Glühlampe irgendwie der Sparbirne weichen soll. So hast du ein Denkmal gesetzt für einen Gegenstand der noch voll im Trend liegt... LG. Helga
3 wunderbare Fotos - jedes für sich, aber auch in der Zusammenstellung.
Auch wenn sie zuviel Strom frisst, ich werde die Glühlampe vermissen. Das Licht der Energiesparlampen ist furchtbar...
Feine Details! Der Balken der auf die Glaskartons gefallen ist, die Glühlampe von Spinnweben eingefangen, das Lichtspiel in dem sich der Stuhl befindet - Klasse!
LG Werner
Text zu lang ? Nö ganz im Gegenteil !
Hast Dir viel Mühe gemacht !!!
Bin diesmal beim Text länger "kleben" geblieben als beim Foto selber ! ;-))
Grüße !
Jesus sprach: es werde Licht, doch Petrus fand den Schalter nicht...
Du führst uns auf Deine Weise
zu einer Art der besonderen Reise
auch dieses Bild entgeht mir nicht
sehr wirkunksvoll im Rampenlicht;-)
lg.Margret
Sehr schöne Aufnahmen und wieder eine interessante Zusammenstellung dazu. Von solchen Fabriken wird es bald sicher noch mehr geben. Mein Arbeitsplatz wird von einer Glühlampe beleuchtet. Was sie an Wärme abgibt, spare ich bei der Heizung ...
LG, Achim
Ich hätte diesmal eine zweiercollage der beiden rechten bilder vorgezogen...vor allem das Linke ist ja sehr untypisch für dich...bist ja selten so detailverliebt...vielleicht mag ich es deshalb besonders..LG BEA
ein Besuch bei deinen Bildern gibt mir immer wieder das gleiche Gefühl.
Was du mir mitteilst hat den Charakter von mit mir teilen. Und immer engagiert und demütig.
Das ist total spannend und ich gehe mit einem Gefühl etwas bekommen zu haben; ein Gastgeschenk...
Vor allem das rechte Bild finde ich lichttechnisch absolut genial! Die beiden anderen Aufnahmen sind auch sehr gut, aber an das rechte Bild kommen sie nicht ran!
Diese alte Glasfabrik hat sein Reiz, Ich bete, dieses Thema von Bericht, super eine Arbeit mit diesen Fotos an, die in dieser geschlossenen Fabrik, den Begrüßungen gut geht, jphi
...schöne Aufnahme. Wie ich sehe wart Ihr im Schuppen.War der Keller immer noch unter Wasser? Ist eine echt geniale Location, hoffe sie steht noch länger!
VLG Rafael
Nice Pic ! !
Drei beeindruckende Aufnahmen zum Thema Licht und Beleuchtung. Meines Erachtens verdient es das rechte Foto, auch allein gezeigt zu werden. Es gefällt mir besonders gut.
VG Peter
Nach den Glübirnen wird man dann wohl das Internet verbieten. Das ist nämlich auch eine Energieschleuder (:-)))
Deine Dokmentation und fotografische Arbeit sind mal wieder eine Spitzenleistung.
lg Gregor
Wieder eine tolle Arbeit. Ja - alles hat seine Zeit.
Gestern ist der Widerspruch der Gegener des Glühbirnen-Verbots vom Umweltausschuss des EU-Parlaments mit breiter Mehrheit abgelehnt worden.
Gruss Jürgen
Wie gewohnt Sehr gut dokumentiert, sowohl im Bild als auch im Text.
Zur zusätzlichen Info:
Die Glühbirne stirbt, weil sie zuviel Strom braucht und mittlerweile als Energieschleuder gilt. Ersetzt wird sie aber zum grössten Teil durch Energiesparbirnen. Die brauchen zwar weniger Strom , aber enthalten Quecksilber. Da frag ich mich was schädlicher für die Umwelt ist - ein paar kWh mehr oder jede Menge Sondermüll?
VG
Uwe
Es ist wie mit allem. Das Bessere ist der Guten Feind. Aber Deine Geschichte der Geschichte ist einfach Klasse. Viele Mühe, die sich für jeden Betrachter Deiner Bilder als wahre Fundgrube erweist!!!
LG Klaus
.... Das ist eine sehr beeindruckende und faszinierende Dokumentation.... Richtig klasse Arbeit, sehr gekonnt und interessant präsentiert !
Viele Grüße
Viktor-Roman