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Die Chimú-Kultur beherrschte als Nachfolgegesellschaft der durch ihr kreatives Kunsthandwerk bekannt gewordene Moche-Kultur den Norden Perus zwischen dem 13. und dem 15. Jahrhundert, bevor diese im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts von den Inkas unterworfen wurde. Das Reich der Chimú erstreckte sich während seiner größten Ausdehnung in der Küstenregion von Lima bis in den Süden Ecuadors hinein, einer Wüstengegend. Als Wüstenvolk, dennoch nahe am Pazifischen Ozean liegend, erweiterte und verbesserte dieses Volk die künstlich bewässerte Landwirtschaft, ergänzt um den Fischfang, welcher einen hohen Stellenwert für die Ernährung der Chimú darstellt. Chan Chan, heute nur wenige Kilometer südwestlich entfernt von Perus größer Stadt im Norden, Trujillo, gelegen, liegt nur etwa 3-4 km von der Küste entfernt und hatte in ihrer Blütezeit mehr als 50.000 Einwohner, was in der damaligen Zeit eine der bevölkerungsreichsten Städte der Welt darstellte. Auf dem südamerikanischen Kontinent war sie die größte und hatte auch einen zeremoniellen und religiösen Mittelpunkt, der sog. "Tschudi-Palast" - benannt nach dem Schweizer Forscher Johann Jakob von Tschudi, welcher die Kultur und Sprache der Region untersuchte. Ebenso waren zahlreiche Grabstätten hier untergebracht. Die Chimú perfektionierten die Verwendung von Metallen als Rohstoffe und deren Bearbeitung und besaßen dazu unzählige Minen in den Anden.
Durch die Wüstenwinde und das El Niño Klimapänomen kam es zu zahlreichen Versandungen und Verwitterungen der einst riesigen Bauten aus Adobe, weswegen in großen Teilen der Stadt nur noch die Mauern der Gebäude zu sehen sind. Verschiedene archäologische Gesellschaften bemühen sich um den Erhalt der Überreste. Chan Chan ist ein UNESCO Weltkulturerbe und auf der roten Liste der von der Zerstörung bedrohten Stätten.
...und heute eine riesige Sandburg... ;-)
Oh, ich sehe schon, ich bin mal wieder nicht mit dem nötigen Ernst bei der Sache...
Ja, Chan Chan ist beeindruckend und jedem Peru-Reisenden wärmstens zu empfehlen!