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Aus der Stirnbemalung ist abzulesen dass dieser Mann ein Verehrer von Shiva dem Zerstörer ist.
Ein vielschichtiger, paradoxer Gott, dieser Shiva, einfach und kompliziert wie das Leben selbst:
Gott der Zerstörung, aber auch des Neubeginns. Der große Asket, aber auch der Gott der Sinnlichkeit.
Er verkörpert das Böse, er frißt Fleisch und sucht die Leichname heim, doch mit seinem dritten Auge
weint er Tränen über das von ihm verursachte Elend und rettet die Welt aus der Finsternis.
Als Nataraja vollführt er jenen wunderhaften Tanz, der sich in den Bewegungen der Gestirne widerspiegelt.
Er verkörpert die ganze Schönheit, die Freude und den Schmerz des Lebens, das Wunder der Geburt
und das Geheimnis des Todes.
Varanasi ist die Stadt Shivas, das Ziel unendlicher Pilgerströme. Hier zu sterben und am Ufer des heiligen
Ganges verbrannt zu werden bedeutet für den frommen Hindu endlich aus dem Kreislauf der mühevollen
Wiedergeburten auszubrechen und direkt ins Nirwana einzugehen. Die Freude der Pilger
endlich am Ziel zu sein wird ins schier grenzenlose gesteigert von den menschenmassen die einem umgeben
und genauso empfinden. Die Existenz Gottes mag im Westen angezweifelt oder auch geleugnet werden.
In Varanasi dagegen ist der Glaube unerschütterlich und Gott wohlauf. Nirgendwo könnte es ihm besser gehen.
Aufgenommen in Varanasi am 1.September 1976 auf TRI X.
ein sehr eindrucksvolles doko-foto, mitten aus dem leben gegriffen. sehr schön.
soll die bemalung nicht gegen den "bösen blick" schützen oder so?
LG
Yvonne
@Karl,
Danke, freut mich dass Dir meine Bilder aus meiner schon etwas verstaubten Truhe gefallen. Habe tatsächlich noch so einiges drin.
LG Helmut
@Christian,
besten Dank, wollte dem Wollknäuel etwas Struktur geben aber da war auch mit Nachbelichten nichts zu machen.
liebe Grüße
@Thomas,
Ja, die Stirne ist bemalt. Das findet man in Indien sehr häufig, man kann daran erkennen welchen Gott sie besonders verehren, also ob sie ein Anhänger von Brahma, Wischnu oder Shiva sind. Dies ist ein Verehrer von Shiva dem Zerstörer. Brahma ist der Schöpfer und Wischnu der Erhalter. Dies sind die drei wichtigsten Götter des Hinduismus, die wiederum in vielen anderen Gestalten auftreten können. Wenn man all die nur lokal verehrten Gottheiten hinzuzählt gibt es Abermillionen von Gottheiten.
LG
Helmut
Helmut, wieder ein fantastisches SW! Leichte Unter- bzw. Überbelichtung schaffen es nicht allegemein wunderschöne Tonverteilung zu stören. Kompliment!
Gruss marijan
Na toll, mich hat`s ja noch nie getroffen, dass die Begruendung wech ist, von daher...nix copy und ich darf nochmal....
Fuer mich ein aussergewohnliches Foto, was vollkomen die Zeit ueberbrueckt....76`entstanden wirkt es wie 1900, aber es koennte genausogut heute gemacht sein. Ein Leben zwischen den Zeiten zu dokumentieren ist schon eine Leistung und wie hier mit der passenden Bearbeitung und Sichtweise auf den Menschen....nicht alltaglich.
Ihr mosert ueber die Qualitaet...ja die ist auch nicht zeitgemaess.....logo - kann sie nicht und soll sie nicht, denn fuer mich entsteht genau dadurch der Charme und die Bildwirkung.
LG Isis
Trotz technischer Unzulänglichkeiten - wohl altersbedingt - eins der ausdrucksstärksten Fotos von Menschen in Indien, die ich bisher hier sah. Da gibt´s für mich nur PRO.
Wenn ich mir ueberlege zum Zeitpunkt dieser Aufnahme fast noch Quark im Schaufenster dieser Welt gewesen zu sein....irgendwie faellt mir immer mehr dazu ein......selbst die der Zeit untaugliche Uhr...weil fuer Perfektionisten ueberstrahlt......ein Ding dieser Zeitlosigkeit...........es passt!
Wunder........das es PRO-Voter gibt.
Isis
Das es noch so gut abschneidet, haett ich nicht im Traum erwartet...da gabs ja neben all den versteckten Contras diesmal auch eine Reihe versteckter Befuerworter:schoen , das das Bild soviele angesprochen hat.
LG Isis
Allen votern die mit pro gestimmt haben recht herzlichen dank.
Ganz speziellen dank an ines die das bild aus dem dornröschenschlaf erweckt und unter die leute gebracht hat sowie an bernhard der es doch noch in eine galerie stellte.
Bin selbst auch angenehm überrascht dass trotz der durch die umstände bedingten technischen mängel das bild vielen so gefallen hat dass sie es sogar als galeriewürdig erachteten.
lg
helmut
Schade, dass es nicht ganz geschafft hat. Doch, steigende Interesse für m.E. Helmut's hervorragendes Portofolio freut mich persönlich sehr, als Anerkennung für das gut gemachte Arbeit und als Tatsache dass wir lernen auch anders ausgesprochene fotografische und menschliche Werte zu erkennen.
lg marijan
Varanasi ist von Touristen überlaufen,
hat aber dennoch eine beeindruckende Athmosphäre.
Shivaratri habe ich miterlebt und auch bei Sadhus übernachtet. Sehr beeindruckend.
Glück im Unglück, daß ich kein Geld mehr hatte, um mir ein Zimmer leisten zu können - dadurch habe ich Sachen erlebt, die mir sonst entgangen wären ...
Ines Pérez Navarro, 17.11.2003 at 12:29h
Na toll, mich hat`s ja noch nie getroffen, dass die Begruendung wech ist, von daher...nix copy und ich darf nochmal....Fuer mich ein aussergewohnliches Foto, was vollkomen die Zeit ueberbrueckt....76`entstanden wirkt es wie 1900, aber es koennte genausogut heute gemacht sein. Ein Leben zwischen den Zeiten zu dokumentieren ist schon eine Leistung und wie hier mit der passenden Bearbeitung und Sichtweise auf den Menschen....nicht alltaglich.
Ihr mosert ueber die Qualitaet...ja die ist auch nicht zeitgemaess.....logo - kann sie nicht und soll sie nicht, denn fuer mich entsteht genau dadurch der Charme und die Bildwirkung.
LG Isis